Nachdem ich das Beschäftigungsverbot bekommen hatte, musste ich meinen Arbeitgeber die Nachricht von der Schwangerschaft offiziell überbringen. Da dies beim letzten Mal ein riesiges Theater nach sich gezogen hatte, war mir etwas mulmig dabei. Deshalb beschloss ich es einfach per E-Mail zu tun, da es mich so am wenigsten belasten würde.
Das tat ich dann auch und schickte im Januar zeitgleich drei, leicht unterschiedlich formulierte, E-Mails heraus. An meinen direkten Chef, den Junior-Oberchef (der ab April mein neuer direkter Chef werden sollte und momentan der Mentor des Förderprogramms ist, dem ich angehöre) und an die Personalabteilung (dort an einen Mitarbeiter den ich ganz gut leiden kann, auch wenn er gar nicht für mich zuständig ist, denn der würde sich schon kümmern).
Die Reaktionen reichten von erfreut bis neutral und so lief es doch recht glimpflich ab. Der Junior-Chef bat noch um ein Telefonat, welches ich ihm natürlich gewährte. Auch er schien insgesamt aber mit der Situation entspannt umzugehen. Das Förderprogramm liegt jetzt erstmal auf Eis und darüber wann wir wie weiter machen gibt es bisher keine Gedanken (auch nicht von meiner Seite). Vielleicht nehme ich an drei Zweitagesseminaren teil, die in diesem Jahr für die theoretische Ausbildung wieder stattfinden. Dies mit dem Oberboss abzuklären, will der Junior übernehmen. Na ich bin gespannt. Ich jedenfalls hänge mich da nicht rein und lasse mich überraschen. Das gab nämlich bereits in 2014 einiges Theater.
In Sachen Korrespondenz mit dem Arbeitgeber läuft jetzt erstmal alles per Brief und das ist auch gut so. Im März werde ich aber der Anstalt einen Besuch abstatten, um die Beurteilung von meinem Chef abzuholen. Da er mir bereits mehrfach gesagt hat, wie zufrieden er mit meiner Arbeit ist, wird diese vermutlich ganz gut ausfallen und so will ich sie mir nicht entgehen lassen. :)
Heute habe ich mit meiner lieben Kollegin C. telefoniert und mir von den aktuellen Geschehnissen bereichten lassen. Ich kann das 30minütige Telefonat auch in einem Satz zusammenfassen, mit dem alles gesagt ist: In der Anstalt sind vor allem die "Chefärzte" irre und drehen zurzeit mal wieder richtig am Rad.
Meine drei Mädels, die mit mir im Förderprogramm sind, sind sich jedenfalls einig: "Die Frau Dinks hat es gut, die muss das ganze Theater nicht miterleben." Das hat mich darin bestärkt, dass es der richtige Weg war, dieses Haus vorerst nicht mehr zu betreten und größtmöglichen Abstand zu halten.
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Sonntag, 14. Februar 2016
Donnerstag, 21. Januar 2016
13. Woche
Wir haben es geschafft. Die kritischen 12 liegen hinter uns. Dass das kein Garant ist weiß kaum jemand besser als ich, aber ich bin guter Dinge. Wobei, die Aussage ist wahrscheinlich geradezu untertrieben.
Ich bin ihm Wahn. Und zwar im Recherchewahn was die Erstausstattung betrifft. Keine Testzeitschrift ist vor mir sicher. Ich habe alles verfügbare Material in mich eingesogen und bin im Bilde was Funktionalität, Sicherheit und vor allem Schadstoffbelastung von Kinderwagen, Matratze, Babyschale, Babyphone und Co. betrifft. Auch die Kataloge diverser Bio-Textilanbieter bereichern nun unsere Wohnzimmerdeko und es lässt sich bereits eins feststellen - es wird teuer werden das alles zu kaufen.
Eine entsprechende Excel-Datei mit Preisvergleichen und Favoritenauswahl ist schon gut bestückt, enthält aber noch längst nicht alles was wir benötigen. Es werden also viele Stunden/Tage der Recherche folgen.
Heute hatte ich wieder Termin beim FA, da meine Krankschreibung nur noch bis morgen läuft. Bei dem Gedanken, ab nächste Woche wieder auf Arbeit zu müssen, habe ich schon seit ein paar Tagen richtig Bauchschmerzen. Mir gehen die Bilder von der letzten Schwangerschaft und mit den Querelen der Personalabteilung und dem Oberboss durch den Kopf und sofort bekomme ich Beklemmungen. Ich hatte mich deshalb im Internet umfassend zum Thema Beschäftigungsverbot informiert. Eine eindeutige Antwort, ob es bei meiner Situation in Frage kommen könnte fand ich allerdings nicht.
Bestellt war ich 9:30 Uhr und das Wartezimmer war wieder voll. Um 10:15 Uhr schlug mir das Herz bis zum Hals so nervös war ich. Die Gedanken die ich der Ärztin mitteilen wollte gingen mir immer und immer wieder durch den Kopf. Ich versuchte ruhig zu atmen, aber mein Adrenalinausstoß war sicher ziemlich hoch. Als ich an der Reihe war, sprach ich es auch gleich an. Ich glaube Frau Dr. sah bzw. merkte mir meine Anspannung an und dass mir das Arbeitsthema wirklich Probleme bereitete. Sie war ganz lieb (wie immer) und meinte, sie könne es gut vertreten mir ein Beschäftigungsverbot zu geben. Ich durfte entscheiden, ob erstmal nur bis zur 20. Woche oder direkt bis zum Mutterschutz. In Anbetracht der Aufregung des heutigen Tages wollte ich mir das in der 19. Woche nicht nochmal antun und entschied mich für die volle Dauer bis. 21.6.2016. Nachdem ich das Attest in den Händen hielt war ich sowas von erleichtert. Ein weinig überschattet wird dies zwar von der Tatsache, dass ich den Chefs die Nachricht jetzt noch beibringen muss, dazu aber in einem anderen Post mehr.
Heute habe ich nun endlich meinen Mutterpass bekommen. Die Blutunterschungen, die wir vor zwei Wochen haben machen lassen, waren alle in Ordnung (die Rechnung dazu trudelte bereits vorgestern per Post ein). Eisen muss ich noch keins nehmen, momentan nur Folio und Magnesium. Beim Ultraschall sah alles gut aus. Die ausgemessene Größe ergab 12+4, das Herz schlug und die Kindsbewegungen waren deutlich zu sehen. Soweit also alles im Lot. In drei Wochen habe ich den nächsten Termin. Vielleicht können wir dann schon das Geschlecht erfahren. Das wäre zumindest hilfreich für die ersten Anschaffungen, die wir Anfang März im Outlet tätigen wollen. :-)
Ich bin ihm Wahn. Und zwar im Recherchewahn was die Erstausstattung betrifft. Keine Testzeitschrift ist vor mir sicher. Ich habe alles verfügbare Material in mich eingesogen und bin im Bilde was Funktionalität, Sicherheit und vor allem Schadstoffbelastung von Kinderwagen, Matratze, Babyschale, Babyphone und Co. betrifft. Auch die Kataloge diverser Bio-Textilanbieter bereichern nun unsere Wohnzimmerdeko und es lässt sich bereits eins feststellen - es wird teuer werden das alles zu kaufen.
Eine entsprechende Excel-Datei mit Preisvergleichen und Favoritenauswahl ist schon gut bestückt, enthält aber noch längst nicht alles was wir benötigen. Es werden also viele Stunden/Tage der Recherche folgen.
Heute hatte ich wieder Termin beim FA, da meine Krankschreibung nur noch bis morgen läuft. Bei dem Gedanken, ab nächste Woche wieder auf Arbeit zu müssen, habe ich schon seit ein paar Tagen richtig Bauchschmerzen. Mir gehen die Bilder von der letzten Schwangerschaft und mit den Querelen der Personalabteilung und dem Oberboss durch den Kopf und sofort bekomme ich Beklemmungen. Ich hatte mich deshalb im Internet umfassend zum Thema Beschäftigungsverbot informiert. Eine eindeutige Antwort, ob es bei meiner Situation in Frage kommen könnte fand ich allerdings nicht.
Bestellt war ich 9:30 Uhr und das Wartezimmer war wieder voll. Um 10:15 Uhr schlug mir das Herz bis zum Hals so nervös war ich. Die Gedanken die ich der Ärztin mitteilen wollte gingen mir immer und immer wieder durch den Kopf. Ich versuchte ruhig zu atmen, aber mein Adrenalinausstoß war sicher ziemlich hoch. Als ich an der Reihe war, sprach ich es auch gleich an. Ich glaube Frau Dr. sah bzw. merkte mir meine Anspannung an und dass mir das Arbeitsthema wirklich Probleme bereitete. Sie war ganz lieb (wie immer) und meinte, sie könne es gut vertreten mir ein Beschäftigungsverbot zu geben. Ich durfte entscheiden, ob erstmal nur bis zur 20. Woche oder direkt bis zum Mutterschutz. In Anbetracht der Aufregung des heutigen Tages wollte ich mir das in der 19. Woche nicht nochmal antun und entschied mich für die volle Dauer bis. 21.6.2016. Nachdem ich das Attest in den Händen hielt war ich sowas von erleichtert. Ein weinig überschattet wird dies zwar von der Tatsache, dass ich den Chefs die Nachricht jetzt noch beibringen muss, dazu aber in einem anderen Post mehr.
Heute habe ich nun endlich meinen Mutterpass bekommen. Die Blutunterschungen, die wir vor zwei Wochen haben machen lassen, waren alle in Ordnung (die Rechnung dazu trudelte bereits vorgestern per Post ein). Eisen muss ich noch keins nehmen, momentan nur Folio und Magnesium. Beim Ultraschall sah alles gut aus. Die ausgemessene Größe ergab 12+4, das Herz schlug und die Kindsbewegungen waren deutlich zu sehen. Soweit also alles im Lot. In drei Wochen habe ich den nächsten Termin. Vielleicht können wir dann schon das Geschlecht erfahren. Das wäre zumindest hilfreich für die ersten Anschaffungen, die wir Anfang März im Outlet tätigen wollen. :-)
Freitag, 1. Januar 2016
Die letzten Wochen - Rückblick
Jetzt ist es fast geschafft; das erste Viertel der Schwangerschaft. Wir sind bereits bei 9+4, Zeit um Revue passieren zu lassen, was sich in den letzten Wochen ereignet hat.
Es ist schon ein paar Tage her, als ich bei 7+3 das letzte Mal in in der Kinderwunschklinik zu Gast war. Frau Dr. S. schallte mit den Worten "oh, es ist aber schon groß". Nachdem sie nachgemessen hatte, schien sich die Größe aber nicht als Besonders herauszustellen. Im Anschluss sprachen wir ausführlich über die diversen Screenings und Zusatzuntersuchungen, die angeboten werden und über deren Sinnhaftigkeit. So richtig viel klarer, ob und was wir diesmal machen lassen sollten war ich aber noch immer nicht. Als Hinweis habe ich mir zumindest mitgenommen, man soll möglichst zu einem Degum III Spezialisten gehen.
Kurz vor Weihnachten hatte ich Urlaub und nutzte die Zeit, um bei meiner Frauenärztin vorzusprechen. Sie war bereits im Bilde, da die Kinderwunschklinik einen Brief mit allem Wissenswerten geschrieben hatte, und war fast euphorisierter als wir. Zum Ultraschall wollte mein Mann gern mit schauen, denn auf den Ausdrucken konnte er immer echt wenig erkennen. So sah er den Krümel das erste mal an 8+1 live. Im Anschluss bekam ich Rezepte für Progestan und Magnesium. Bei der letzten Schwangerschaft hatte ich Magnesium erst recht spät genommen, weil kein Mangel festzustellen war, aber Frau Dr. meinte, zur Sicherheit, falls ich ein muskelkaterähnliches Ziehen im Bauch hätte, sollte ich schon jetzt was nehmen. Meinen Mutterpass bekomme ich beim nächsten Termin. Der alte kann nicht weiter verwendet werden, weil sich wohl einige Inhalte geändert hätten.
Natürlich ist Schwangerschaft keine Krankheit, aber ich fühlte mich unwohl bei dem Gedanken, mich dem ganzen Arbeitsstress, der auch in den nächsten Tagen und Wochen anstehen würde, auszusetzen. Also fragte ich meine Ärztin, ob sie eine Krankschreibung vertreten könne. Sie meinte, es sei kein Problem und so bin ich zunächst bis 8.1.2016 daheim. Für meine Kollegen ist das zwar weniger schön, da gerade jetzt die hektische Zeit des Jahresabschlusses ansteht. Aber ich durfte schon mehr als einmal die Erfahrung machen, dass es mein Arbeitgeber nicht dankt, wenn ich mir den Hintern aufreise und hatte mir deshalb bereits vor der Schwangerschaft vorgenommen, nichts zu tun, was mir Unbehagen in Bezug auf das Kind bereiten würde.
Als ich meinen Chef telefonisch davon unterrichtete, dass ich wahrscheinlich etwas länger ausfalle, war er etwas traurig. Er hatte meine E-Mail, in der ich alle anstehenden Aufgaben aufgelistet hatte schon gelesen und sah nun vermutlich seine Felle davon schwimmen. Insgesamt war er aber recht verständnisvoll und ließ das Nachfragen, was ich denn hätte, nachdem ich etwas herumduckste.
Nun vertreibe ich mir also die Zeit zu Hause.
Es ist schon ein paar Tage her, als ich bei 7+3 das letzte Mal in in der Kinderwunschklinik zu Gast war. Frau Dr. S. schallte mit den Worten "oh, es ist aber schon groß". Nachdem sie nachgemessen hatte, schien sich die Größe aber nicht als Besonders herauszustellen. Im Anschluss sprachen wir ausführlich über die diversen Screenings und Zusatzuntersuchungen, die angeboten werden und über deren Sinnhaftigkeit. So richtig viel klarer, ob und was wir diesmal machen lassen sollten war ich aber noch immer nicht. Als Hinweis habe ich mir zumindest mitgenommen, man soll möglichst zu einem Degum III Spezialisten gehen.
Kurz vor Weihnachten hatte ich Urlaub und nutzte die Zeit, um bei meiner Frauenärztin vorzusprechen. Sie war bereits im Bilde, da die Kinderwunschklinik einen Brief mit allem Wissenswerten geschrieben hatte, und war fast euphorisierter als wir. Zum Ultraschall wollte mein Mann gern mit schauen, denn auf den Ausdrucken konnte er immer echt wenig erkennen. So sah er den Krümel das erste mal an 8+1 live. Im Anschluss bekam ich Rezepte für Progestan und Magnesium. Bei der letzten Schwangerschaft hatte ich Magnesium erst recht spät genommen, weil kein Mangel festzustellen war, aber Frau Dr. meinte, zur Sicherheit, falls ich ein muskelkaterähnliches Ziehen im Bauch hätte, sollte ich schon jetzt was nehmen. Meinen Mutterpass bekomme ich beim nächsten Termin. Der alte kann nicht weiter verwendet werden, weil sich wohl einige Inhalte geändert hätten.
Natürlich ist Schwangerschaft keine Krankheit, aber ich fühlte mich unwohl bei dem Gedanken, mich dem ganzen Arbeitsstress, der auch in den nächsten Tagen und Wochen anstehen würde, auszusetzen. Also fragte ich meine Ärztin, ob sie eine Krankschreibung vertreten könne. Sie meinte, es sei kein Problem und so bin ich zunächst bis 8.1.2016 daheim. Für meine Kollegen ist das zwar weniger schön, da gerade jetzt die hektische Zeit des Jahresabschlusses ansteht. Aber ich durfte schon mehr als einmal die Erfahrung machen, dass es mein Arbeitgeber nicht dankt, wenn ich mir den Hintern aufreise und hatte mir deshalb bereits vor der Schwangerschaft vorgenommen, nichts zu tun, was mir Unbehagen in Bezug auf das Kind bereiten würde.
Als ich meinen Chef telefonisch davon unterrichtete, dass ich wahrscheinlich etwas länger ausfalle, war er etwas traurig. Er hatte meine E-Mail, in der ich alle anstehenden Aufgaben aufgelistet hatte schon gelesen und sah nun vermutlich seine Felle davon schwimmen. Insgesamt war er aber recht verständnisvoll und ließ das Nachfragen, was ich denn hätte, nachdem ich etwas herumduckste.
Nun vertreibe ich mir also die Zeit zu Hause.
Montag, 24. August 2015
Es gibt solche und solche +++ Arbeitgeber
Eine Woche nach der Entbindung stand ein zweitägiges Seminar im Rahmen des besagten Förderprogramms an. Und da mein Karriereherz trotz des ganzen Übels im Vorjahr kräftig weiter schlug und ich es als Chance für Abwechslung sah, trabte ich dort halb verheult und wohlgemerkt in meiner Freizeit an.
Eine starke Frau lässt sich halt nicht unterkriegen. Dafür bekam ich prompt den nächsten Nackenschlag. Einige Tage später steckte mir eine gaaanz liebe Kollegin, dass es dem Oberboss aufgestoßen sei. Zum Seminar könne ich kommen, ansonsten melde ich mich aber nicht und überhaupt, wie gehe es denn weiter, wann wollte ich mal wieder arbeiten kommen.
Hallo, hallo, haaaallo... Der hat wohl den letzten Schuss nicht gehört oder was? [Entschuldigt bitte die derbe Ausdrucksweise, aber wenn ich daran denke läuft mir direkt wieder die Galle über.] Ich hatte ihm gegenüber immer mit offenen Karten gespielt und jetzt wird blöde getan, weil ich die Mutterschutzfrist in Anspruch nehme...
Treubrav wie ich bin, denn er ist nun einmal der Oberboss, wartete ich noch ein paar Tage, damit nicht auffiel von wem ich den Tipp hatte und vereinbarte einen Gesprächstermin mit ihm. Das Gespräch lässt sich recht kurz zusammenfassen:
blablabla
Oberboss: "Wann planen Sie wieder zu kommen?"
Ich: " Ich befinde mich gerade in der gesetzlichen Mutterschutzfrist. Wenn die vorbei ist, komme ich im Juli wieder." [Ich hoffte, damit hatte er gerafft was hier Phase ist.]
blablabla
Oberboss: "Also wenn sie weiterhin mit dem Kinderthema planen, dann sollten sie es aber zeitnah tun."
Ich: [SCHLUCK] "Ja, ok."
blablabla und tschüss
Ich spare mir meinen Gedanken zu dem Gespräch hier zu kommentieren. Ich denke jeder (halbwegs empathische Mensch) kann sich vorstellen in welche Richtung die gingen. Der Oberboss und ich hatten schon ein paar Begegnungen der besonderen Art, aber das setzte dem ganzen die Krone auf.
+++ +++ +++
Im Juli 2014, nach Ablauf der Mutterschutzfrist stieg ich wieder ins Arbeitsleben ein. Im Vorfeld gab es eine Abstimmung mit dem Personalbereich und ich war ob der zielführenden Vorschläge für den weiteren Verlaug des Förderprogramms sehr überrascht. Das hing wahrscheinlich damit zusammen, dass sich diesmal nicht die Chefin persönlich darum kümmerte.
Eine neue/angepasste Vereinbarung sollte ich in absehbarer Zeit bekommen.
Nach mehrmaligen Quengeln bei verschiedenen Stellen sollte es im Juni 2015 (!) dann auch endlich soweit sein. Mittlerweile hatte ich übrigens schon den dritten "Ausbildungsabschnitt" angetreten. Ich wies bei dem ganzen Prozedere immer darauf hin, dass bitte auch die bereits absolvierten Bereiche in der Vereinbarung berücksichtigt werden sollen. "Na klar, kein Problem, das ist doch selbstverständlich." hieß es immer.
Nun, die Vereinbarung, die ich vor einigen Wochen vorgelegt bekam, enthielt diese natürlich. NICHT. Ich merkte das an und daraufhin hieß es "Ja, so sei es vorbereitet gewesen, aber der Vorstand (Boss und Oberboss) unterschreibe nichts Rückwirkendes.
[Aha, nee klar, das merkt ihr jetzt schon.] Ich kochte innerlich fast über. Meine Stimmung sank, der Tonfall wurde rauer, aber das kennt die Personalleiterin (eine Schande, dass ich sie so betiteln muss) von mir schon. So versuchte sie abzuwiegeln mit dem Hinweis, alles (was auch immer das ist) zur Ausbildung sei in der Personalakte dokumentiert und ich müsse ihr [ausgerechnet] da einfach mal vertrauen, dann natürlich geht das alles nicht verloren.
Dabei blieb mir, zum Glück nur fast, die Spucke weg. [Ich soll vertrauen, ausgerechnet ihr?] Und eine schnippische Bemerkung ließ sich beim besten Willen nicht zurückhalten.
Ich unterschrieb erstmal nix und sackte das Papier an.
Um die Wogen zu glätten, versuchte die Hexe mir noch Honig um den Mund zu schmieren "wie gut ich doch aussehe und ich schiene mich nach dem letzten Jahr wieder prima erholt zu haben... Wir hätten uns ja bis jetzt etwas aus den Augen verloren..."
[Eine Frechheit] Ich sah zu, dass ich Land gewann und wegkam.
Muss ich mir sowas wirklich bieten lassen? Es ist unglaublich, wie mit Mitarbeitern, die stets loyal und leistungsbewusst agieren, umgegangen wird. Und das ist leider überhaupt kein Einzelfall bei uns im Unternehmen. Diesmal habe ich es live mit erlebt und mittlerweile den Glauben an ein Quäntchen Gutes bei einigen Personen vollends verloren.
Eine starke Frau lässt sich halt nicht unterkriegen. Dafür bekam ich prompt den nächsten Nackenschlag. Einige Tage später steckte mir eine gaaanz liebe Kollegin, dass es dem Oberboss aufgestoßen sei. Zum Seminar könne ich kommen, ansonsten melde ich mich aber nicht und überhaupt, wie gehe es denn weiter, wann wollte ich mal wieder arbeiten kommen.
Hallo, hallo, haaaallo... Der hat wohl den letzten Schuss nicht gehört oder was? [Entschuldigt bitte die derbe Ausdrucksweise, aber wenn ich daran denke läuft mir direkt wieder die Galle über.] Ich hatte ihm gegenüber immer mit offenen Karten gespielt und jetzt wird blöde getan, weil ich die Mutterschutzfrist in Anspruch nehme...
Treubrav wie ich bin, denn er ist nun einmal der Oberboss, wartete ich noch ein paar Tage, damit nicht auffiel von wem ich den Tipp hatte und vereinbarte einen Gesprächstermin mit ihm. Das Gespräch lässt sich recht kurz zusammenfassen:
blablabla
Oberboss: "Wann planen Sie wieder zu kommen?"
Ich: " Ich befinde mich gerade in der gesetzlichen Mutterschutzfrist. Wenn die vorbei ist, komme ich im Juli wieder." [Ich hoffte, damit hatte er gerafft was hier Phase ist.]
blablabla
Oberboss: "Also wenn sie weiterhin mit dem Kinderthema planen, dann sollten sie es aber zeitnah tun."
Ich: [SCHLUCK] "Ja, ok."
blablabla und tschüss
Ich spare mir meinen Gedanken zu dem Gespräch hier zu kommentieren. Ich denke jeder (halbwegs empathische Mensch) kann sich vorstellen in welche Richtung die gingen. Der Oberboss und ich hatten schon ein paar Begegnungen der besonderen Art, aber das setzte dem ganzen die Krone auf.
+++ +++ +++
Im Juli 2014, nach Ablauf der Mutterschutzfrist stieg ich wieder ins Arbeitsleben ein. Im Vorfeld gab es eine Abstimmung mit dem Personalbereich und ich war ob der zielführenden Vorschläge für den weiteren Verlaug des Förderprogramms sehr überrascht. Das hing wahrscheinlich damit zusammen, dass sich diesmal nicht die Chefin persönlich darum kümmerte.
Eine neue/angepasste Vereinbarung sollte ich in absehbarer Zeit bekommen.
Nach mehrmaligen Quengeln bei verschiedenen Stellen sollte es im Juni 2015 (!) dann auch endlich soweit sein. Mittlerweile hatte ich übrigens schon den dritten "Ausbildungsabschnitt" angetreten. Ich wies bei dem ganzen Prozedere immer darauf hin, dass bitte auch die bereits absolvierten Bereiche in der Vereinbarung berücksichtigt werden sollen. "Na klar, kein Problem, das ist doch selbstverständlich." hieß es immer.
Nun, die Vereinbarung, die ich vor einigen Wochen vorgelegt bekam, enthielt diese natürlich. NICHT. Ich merkte das an und daraufhin hieß es "Ja, so sei es vorbereitet gewesen, aber der Vorstand (Boss und Oberboss) unterschreibe nichts Rückwirkendes.
[Aha, nee klar, das merkt ihr jetzt schon.] Ich kochte innerlich fast über. Meine Stimmung sank, der Tonfall wurde rauer, aber das kennt die Personalleiterin (eine Schande, dass ich sie so betiteln muss) von mir schon. So versuchte sie abzuwiegeln mit dem Hinweis, alles (was auch immer das ist) zur Ausbildung sei in der Personalakte dokumentiert und ich müsse ihr [ausgerechnet] da einfach mal vertrauen, dann natürlich geht das alles nicht verloren.
Dabei blieb mir, zum Glück nur fast, die Spucke weg. [Ich soll vertrauen, ausgerechnet ihr?] Und eine schnippische Bemerkung ließ sich beim besten Willen nicht zurückhalten.
Ich unterschrieb erstmal nix und sackte das Papier an.
Um die Wogen zu glätten, versuchte die Hexe mir noch Honig um den Mund zu schmieren "wie gut ich doch aussehe und ich schiene mich nach dem letzten Jahr wieder prima erholt zu haben... Wir hätten uns ja bis jetzt etwas aus den Augen verloren..."
[Eine Frechheit] Ich sah zu, dass ich Land gewann und wegkam.
Muss ich mir sowas wirklich bieten lassen? Es ist unglaublich, wie mit Mitarbeitern, die stets loyal und leistungsbewusst agieren, umgegangen wird. Und das ist leider überhaupt kein Einzelfall bei uns im Unternehmen. Diesmal habe ich es live mit erlebt und mittlerweile den Glauben an ein Quäntchen Gutes bei einigen Personen vollends verloren.
Samstag, 22. August 2015
Vereinbarkeit von Familie und Beruf...
... ist die Parole in der Politik seit einiger Zeit und mittlerweile sogar bei meinem Arbeitgeber. Wobei hinsichtlich der wirklichen Intension zu differenzieren ist. Heute möchte ich von meinen Erlebnissen dazu bei uns im Unternehmen berichten. Dort läuft das eher nach dem Prinzip: weil es gerade angesagt ist machen wir da auch mal mit. Substanziell ist davon nämlich so gar nichts zu merken.
Während meiner Schwangerschaft musste leider auch ich erfahren, was ich bis dahin nur vom hörensagen kannte.
Geplant war, dass ich im Rahmen eines Förderprogramms zum 1.1.2014 für 12 Monate in eine andere Abteilung wechseln sollte. Die Vereinbarungen dazu waren bereits im Juli/August 2013 geschlossen worden. Darin war/ist geregelt, dass auch Elternzeiten in den Verlauf des Programms (immerhin fünf Jahre) eingeflochten werden können. Also alles bestens und familienfreundlich, mindestens mal auf dem Papier, allerdings auch nur dort.
Die Abteilung, in die ich wechseln sollte, wurde von einer lieben Kollegin geleitet die sich schon darauf freute meine Unterstützung für ein Jahr zu bekommen. Ich hielt es für fair, ihr frühzeitig zu sagen, dass ich nicht wie vorgesehen zur Verfügung stehen würde, da ab Ende März bereits die Mutterschutzfrist beginnen würde. Sie verstand das alles sehr gut und hat sich riesig für mich gefreut. Sie selbst konnte trotz mehrerer künstlicher Befruchtungen nämlich leider nie das Kinderglück erleben. Wir beide hatten also einen neuen Schlachtplan ausgearbeitet und waren uns einig. Aber ich hatte die Rechnung ohne die Personalabteilung gemacht.
Nach den anfänglichen Komplikationen in den ersten drei Schwangerschafts-Monaten, stieg ich ab Dezember wieder ins Arbeitsleben ein. Das erste was ich sogleich vorgelegt bekam war ein Schreiben, dass das Förderprogramm aufgrund der Schwangerschaft direkt ausgesetzt, d.h. gar nicht beginnen werde. Wie es weitergehe, würde sich dann zeigen, wenn ich nach der Elternzeit wieder komme.
Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Denn was bitte sprach denn dagegen, drei Monate wie geplant zu arbeiten und nach der Auszeit dort weiter zu machen, wo ich aufgehört hätte? Es ging kein Weg rein, alle Argumente halfen nichts, ich sollte den dämlichen Wisch unterschreiben. Da ich scheinbar mehr Ahnung vom Arbeitsrecht als die Personaltante habe, wies ich sie direkt mal darauf hin, dass ich das Papier so nicht unterschreiben würde, weil es eindeutig gegen das AGG verstoße. Sie ist aber einfach eine Hexe und tat das alles ab, stellte mich für blöd hin und machte Druck. Anstatt sich für die Mitarbeiter einzusetzen und sich zu freuen, dass ich bereits nach 8 Monaten wieder im Job sein wollte, machte sie mir das Leben schwer. Genau das braucht man ja auch in so einer Phase. Nach drei Monaten Krank sein, ist solcher Stress natürlich genau das, was man bei uns im Haus Mitarbeitern zumuten muss. [Achtung Sarkasmus] Sehr sozial. Sehr familienfreundlich.
Ich kämpfte wie ein Löwe und erreichte zumindest, dass ich eine andere (kurze) Ausbildungsstation vorziehen konnte und somit die ersten drei Monate in 2014 nicht sinnlos auf irgendeiner Abschiebebank absitzen musste. Die Personal-Hexe und ich hatten noch nie ein besonders gutes Verhältnis [ich kann mit sooooo unfähigen Kollegen einfach ganz schlecht umgehen...], aber von da an musste ich aufpassen, dass sie mir nicht irgendwann im Dunkeln auflauern und ein Messer in den Rücken rammen würde [natürlich nur bildlich gesprochen]. Sie meinte nach Ende des Manövers noch zu mir, es gäbe ja unterschiedliche Mitarbeiter, einige, die einfach unterschreiben und schwierige, so wie mich. *devil*
Das hatte mich insgesamt wirklich Nerven gekostet und bei unserem Oberboss bin ich nun ganz sicher auf der schwarze Liste ganz weit hoch gerutscht, denn er hatte den ursprünglichen Wisch im Vorfeld bereits unterschrieben und musste nun nochmal einer Änderung zustimmen...
Während meiner Schwangerschaft musste leider auch ich erfahren, was ich bis dahin nur vom hörensagen kannte.
Geplant war, dass ich im Rahmen eines Förderprogramms zum 1.1.2014 für 12 Monate in eine andere Abteilung wechseln sollte. Die Vereinbarungen dazu waren bereits im Juli/August 2013 geschlossen worden. Darin war/ist geregelt, dass auch Elternzeiten in den Verlauf des Programms (immerhin fünf Jahre) eingeflochten werden können. Also alles bestens und familienfreundlich, mindestens mal auf dem Papier, allerdings auch nur dort.
Die Abteilung, in die ich wechseln sollte, wurde von einer lieben Kollegin geleitet die sich schon darauf freute meine Unterstützung für ein Jahr zu bekommen. Ich hielt es für fair, ihr frühzeitig zu sagen, dass ich nicht wie vorgesehen zur Verfügung stehen würde, da ab Ende März bereits die Mutterschutzfrist beginnen würde. Sie verstand das alles sehr gut und hat sich riesig für mich gefreut. Sie selbst konnte trotz mehrerer künstlicher Befruchtungen nämlich leider nie das Kinderglück erleben. Wir beide hatten also einen neuen Schlachtplan ausgearbeitet und waren uns einig. Aber ich hatte die Rechnung ohne die Personalabteilung gemacht.
Nach den anfänglichen Komplikationen in den ersten drei Schwangerschafts-Monaten, stieg ich ab Dezember wieder ins Arbeitsleben ein. Das erste was ich sogleich vorgelegt bekam war ein Schreiben, dass das Förderprogramm aufgrund der Schwangerschaft direkt ausgesetzt, d.h. gar nicht beginnen werde. Wie es weitergehe, würde sich dann zeigen, wenn ich nach der Elternzeit wieder komme.
Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Denn was bitte sprach denn dagegen, drei Monate wie geplant zu arbeiten und nach der Auszeit dort weiter zu machen, wo ich aufgehört hätte? Es ging kein Weg rein, alle Argumente halfen nichts, ich sollte den dämlichen Wisch unterschreiben. Da ich scheinbar mehr Ahnung vom Arbeitsrecht als die Personaltante habe, wies ich sie direkt mal darauf hin, dass ich das Papier so nicht unterschreiben würde, weil es eindeutig gegen das AGG verstoße. Sie ist aber einfach eine Hexe und tat das alles ab, stellte mich für blöd hin und machte Druck. Anstatt sich für die Mitarbeiter einzusetzen und sich zu freuen, dass ich bereits nach 8 Monaten wieder im Job sein wollte, machte sie mir das Leben schwer. Genau das braucht man ja auch in so einer Phase. Nach drei Monaten Krank sein, ist solcher Stress natürlich genau das, was man bei uns im Haus Mitarbeitern zumuten muss. [Achtung Sarkasmus] Sehr sozial. Sehr familienfreundlich.
Ich kämpfte wie ein Löwe und erreichte zumindest, dass ich eine andere (kurze) Ausbildungsstation vorziehen konnte und somit die ersten drei Monate in 2014 nicht sinnlos auf irgendeiner Abschiebebank absitzen musste. Die Personal-Hexe und ich hatten noch nie ein besonders gutes Verhältnis [ich kann mit sooooo unfähigen Kollegen einfach ganz schlecht umgehen...], aber von da an musste ich aufpassen, dass sie mir nicht irgendwann im Dunkeln auflauern und ein Messer in den Rücken rammen würde [natürlich nur bildlich gesprochen]. Sie meinte nach Ende des Manövers noch zu mir, es gäbe ja unterschiedliche Mitarbeiter, einige, die einfach unterschreiben und schwierige, so wie mich. *devil*
Das hatte mich insgesamt wirklich Nerven gekostet und bei unserem Oberboss bin ich nun ganz sicher auf der schwarze Liste ganz weit hoch gerutscht, denn er hatte den ursprünglichen Wisch im Vorfeld bereits unterschrieben und musste nun nochmal einer Änderung zustimmen...
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