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Mittwoch, 23. März 2016

Turbulenzen in der 21. Woche

Die Woche begann mit meiner ersten Teilnahme am Schwangerenschwimmen. Neben dem Yogakurs sollte das meine zweite sportliche Betätigung werden, damit ich fit und mobil durch die zweite Hälfte der Schwangerschaft komme. Es war durchaus etwas anstrengend, ließ sich aber gut an, so dass der Probelauf als gelungen bezeichnet werden konnte.

Im Anschluss traf ich zufällig eine alte Mannschaftskameradin, welche mit ihrem dritten Kind zum Babyschwimmen ebenfalls in der Halle war. Wir schwatzten kurz und sie fragte mich nach den Hintergründen der stillen Geburt von Henriette. Sie war die erste die mich nach zwei Jahren darauf ansprach und ich konnte ganz frei erzählen. Obwohl wir nicht viel Zeit hatten, hat es mich wirklich gefreut sie mal wieder zu sehen.

Auf der Heimfahrt merkte ich dann jedoch, dass ich ziemlich nah am Wasser gebaut war in dieser Woche. Schließlich stand der zweite Geburtstag von Henriette an. Während wir im letzten Jahr zu dieser Zeit im Urlaub weilten und reichlich Ablenkung hatten, war das Thema dieses Mal richtig präsent.

Bereits seit ein paar Tagen hatte ich ein Ziehen im Unterbauch, welches auch durch die gesteigerte Magnesiumeinnahme noch nicht besser wurde. Am Dienstagabend verkrampfte sich mein Bauch so sehr, dass ich leichte Panik bekam. Ich konnte nicht einschätzen, ob das eine Wehe gewesen sein sollte oder nicht. Nach 20 Minuten war es vorbei und kam glücklicherweise weder in der Nacht noch in den darauffolgenden Tagen wieder. Gegen Ende der Woche war dann auch das Ziehen gänzlich verschwunden.

Nachts konnte ich schon seit einiger Zeit nicht mehr Durchschlafen. Zum einen trieb mich der Harndrang aus dem Bett und zum anderen tat mir wegen der Seitenlage mein Becken nach einigen Stunden weh. Zumindest konnte ich die Anteile der Rückenlage gut minimieren und gewöhne mich langsam an die neue Liegeposition.

Am Freitag hatte ich dann den Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin. Mein Mann war diesmal mit dabei und so wurde der Ultraschall für ihn nochmal etwas ausgeweitet. Die Lage des Krümels war auch diesmal nicht so gut. Zumindest konnten aber die Herzkammern einwandfrei begutachtet werden. Es sah gut aus und das Herz schlug ganz rhythmisch.

Lust auf ein Outing hatte das Kindchen jedoch wieder nicht und verschloss uns den freien Blick, indem es die gesamte Zeit die Beine übereinander kreuzte. Frau Doktor erzählte uns noch ganz euphorisch, dass an diesem Nachmittag ein Vertreter für Ultraschallgeräte zu ihr käme. Sie wolle unbedingt ein neues Gerät haben und versucht probeweise eines im April zu bekommen. Mit dem kann sie dann 3D-Ansichten zeigen und uns ein schönes Bild mitgeben. Sie ist wirklich total lieb zu uns und ich verstehe mich richtig gut mit ihr. Ab und zu plauschen wir sogar über private Dinge. Ich bin froh, dass wir seit zwei Jahren so super von ihr betreut werden.

Leider gab es aber auch eine schlechte Nachricht. Ich hatte erhöhte Entzündungswerte, die eine Blaseninfektion anzeigten. Na klasse, da gehe ich einmal zum Schwimmen und dann gleich sowas. Die Ärztin meinte, normalerweise würde sie viel Trinken empfehlen und dann wäre das in den Griff zu bekommen. In der Schwangerschaft ist ihr das aber zu heikel und so bekam ich Antibiotika verschrieben. Diese sollte ich für drei Tage einnehmen und kurz vor Ostern nochmal vorbei schauen, um zu klären, ob die Infektion sich verzogen hätte.

Glücklich waren mein Mann und ich mit der Situation natürlich nicht, wollten wir doch Chemie während der Schwangerschaft tunlichst vermeiden. Mich beruhigte etwas, dass die Packungsbeilage des Medikaments davon sprach, dass keine Schädigungen des Kindes durch das Präparat nachzuweisen seien und so schluckte ich die Dinger eben. Allemal besser als stärkere Komplikationen wenn sie die Entzündung ausweiten sollte.

Am Sonntag dann der nächste Schock. Mein routinemäßiger PH-Werttest zeigte nicht das gewohnte sonnengelb an. Zunächst dachte ich der Handschuh sei vielleicht defekt und probierte einen zweiten und dritten aus. Nachdem auch diese einen merkwürdigen Farbverlauf anzeigten, ließ ich es dabei bewenden und beschloss am Abend nochmal zu testen. Auf der Beschreibung zu den Handschuhen las ich kurz nach und entdeckte einen Hinweis, dass bei Antibiotikabehandlungen das saure Milieu zerstört und sich dadurch der PH-Wert erhöhen kann. Der Test am Abend bestätigte das Ergebnis und zeigte einen Wert von 5,0, also außerhalb des Normbereichs.

Prima. Ich lasse also gar nichts aus. In diesem Moment schwand für kurze Zeit mein gutes Gefühl, dass bei dieser Schwangerschaft alles glatt gehen würde. Zum Glück hielt das nicht lange an. Ich beschloss direkt am Montag wieder zur Ärztin zu eilen, um abzuklären was nun zu tun sei. Bis Donnerstag wollte ich damit auf keinen Fall warten.

Wie sagte letztens eine Freundin zu mir, lieber einmal zu viel als zu wenig zum Arzt gehen. Normalerweise bin ich dafür zwar nicht der Typ, aber diesmal darf einfach nichts schief gehen.

Dienstag, 9. Februar 2016

Was in der 15. Woche alles geschah.

In dieser Woche wollte ich endlich eine Hebamme organisieren und das war mal wieder gar nicht so leicht. Gut, es liegt höchstwahrscheinlich an mir und meinen Ansprüchen. Sie soll möglichst noch jung (maximal in meinem Alter) sein, auf E-Mails antworten (mit dem telefonieren habe ich es nicht so, wenn ich nicht weiß in welcher Situation ich den Gegenüber evt. störe) und sympathisch (lässt sich über Homepage und E-Mail Kontakt natürlich erstmal schwer abschätzen).

Nachdem ich eine Praxis mit freundlichen Bildern und einer scheinbar passenden Hebamme gefunden hatte, fragte ich an und bekam als Antwort, dass mir abhängig vom Wohnort jemand zugeteilt wird. Mhh, das war nicht die Antwort die ich wollte und legte diese Variante erstmal auf Eis.

Zweiter Versuch: auch negativ, weil es der Hebamme bis zu meinem Wohnort zu weit ist (obwohl sie den gesamten Landkreis auf ihrer Homepage angegeben hatte). Sie war aber recht freundlich und bot mir an mich zu unterstützen sollte ich keine Option in meiner Nähe finden.

So langsam wurde ich unruhig, denn ich weiß dass bei uns totaler Hebammenmangel aufgrund des Geburtenbooms herrscht. Also zwei weitere Hebammen per Mail kontaktiert, beide aus unmittelbaren Nachbarorten. Eine meldete sich auch recht schnell. Sie ist bis August selbst noch in Elternzeit und führt Kennenlerngespräche deshalb erst im Juli durch. Meine Betreuung würde sie aber übernehmen. Wir wollen zur Aufnahme der Daten nochmal telefonieren. Puh, Erleichterung.

Zwei Tage später meldete sich auch die andere Hebamme per E-Mail zurück und war wirklich richtig sympathisch. Sie bot mir sofort an sie jederzeit anrufen zu können, wenn ich Beschwerden oder Fragen hätte. Mit ihr treffe ich mich in ein paar Tagen und wenn die Chemie stimmt, wird sie es wohl werden. Somit habe ich zwei Optionen und einen gewissen Entscheidungsspielraum, der mir sehr wichtig ist. Hinter dieses Thema kann ich zunächst also einen Haken machen.

Weiteres Thema der Woche: Wehwehchen.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte ich so starke Schmerzen im Steiß und Schambein, dass ich kaum schlafen konnten. Da am Morgen Yoga auf dem Plan stand erhoffte ich mir davon Besserung. Während der Bewegungen klang der Schmerz auch tatsächlich etwas ab, aber als ich daheim war wurde es wieder richtig schlimm. Ich konnte kaum sitzen, liegen oder stehen. Nur beim Laufen ging es einigermaßen. Nach einiger Zeit tat mir davon aber der obere Rücken weh.

Also genehmigte ich mir ein entspannendes Bad und danach war es tatsächlich viel besser. Die Schmerzen traten nur noch gelegentlich auf und waren am Abend ganz verschwunden. Das waren wirklich anstrengende 24 Stunden. Ich überlegte, ob ich diese Beschwerden bei der letzten Schwangerschaft auch hatte, kann mich aber nicht erinnern. Sollte ich in den Genuss einer weiteren Schwangerschaft kommen, habe ich es jetzt hier für mich dokumentiert.

Obwohl ich mir vorgenommen hatte, das Internet wegen Beschwerden und deren Ursache nicht zu befragen machte ich in diesem Fall eine Ausnahme. Dort las ich, dass vor allem im ersten und dritten Trimester solche Schmerzen auftreten können, aber dann auch recht schnell wieder vorbei sind. Dies liege wohl an hormonellen Umstellungen. Ob es bei mir die Ursache war, weiß ich zwar nicht, da nun aber alles vorbei ist, werde ich dieser Erklärung glauben und nicht weiter recherchieren. Wer weiß, welche Horrorszenarien ich sonst noch so finde.

Außerdem ist noch folgendes passiert.

Im Anschluss an meine Yogastunde findet der Kurs Yoga für Mütter und Babys statt und auf dem Weg zu diesem Kurs lief mir tatsächlich eine sehr gute Freundin über den Weg (die mit den drei Kindern, ich schrieb schon kurz von ihr). Sie war natürlich ganz erstaunt, was ich mitten am Tag dort zu suchen hätte, also war jetzt der Zeitpunkt gekommen mich zu outen. Sie freute sich riesig für uns und wir verabredeten uns mal wieder zu treffen. Ich bin gespannt wann das klappt, denn zeitlich ist sie natürlich nicht ganz so flexibel wie ich.

Jetzt muss ich aber tatsächlich überlegen, wann ich wen in die guten Nachrichten einweihe. Denn wie es der Zufall so will, treffen sich Freunde und/oder Familienmitglieder gerade rein zufällig irgendwo wenn man es am wenigsten erwartet. Als nächstes ist jedenfalls meine liebste Freundin dran. Sie hat am Montag frei und wir treffen uns zu Frühstück.

Die Familie muss erstmal noch etwas warten. Das artet sonst wieder nur in Stress für uns aus.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Sportliche Aktivitäten

Heute war ich das erste Mal seit langer Zeit wieder beim Yoga. Na ja - Yoga für Schwangere - aber immerhin.

Der Lagerkoller holt mich so langsam ein und mein Rücken hat vom vielen Faulenzen mittlerweile auch genug. Da meine Krankenkasse bis zu zwei Entspannungskurse pro Jahr bezahlt, holte ich mir bereits vor einigen Wochen einen Gutschein und bekam eine Liste möglicher Anbieter dazu. Dabei gab es zwar keine speziellen Angebote für Schwangere, aber die meisten gelisteten Studios boten laut Internet diese zusätzlich an.

Recht kurzfristig rief ich gestern im Yogazentrum meiner Wahl an und erkundigte mich, ob der Gutschein auch für meinen Wunschkurs galt. Dies stellte kein Problem dar und so konnte ich heute Morgen 9:15 Uhr mit 16 (!) anderen Frauen die Matte unsicher machen.

Der Kurs war ungewöhnlich voll, dennoch blieb genügend Platz für die Übungen. Neben mir war noch eine Teilnehmerin in so frühem Schwangerschaftsstadium (16. Woche) dabei, ansonsten lagen alle zwischen der 20. und 39. Woche. In nächster Zeit wird sich die Teilnehmerdichte also wahrscheinlich etwas reduzieren. :-)

Die Trainerin war recht angenehm. So richtig anstrengend war es natürlich nicht, so soll es schließlich sein, aber die Bewegung tut mir gut und ich komme mal wieder unter Leute. Auch wenn ich dafür für meine Verhältnisse jetzt donnerstags ziemlich zeitig, nämlich bereits um 8:00 Uhr aufstehen muss...