Ich liebe planvolles Vorgehen; noch mehr natürlich wenn der Plan dann auch funktioniert, aber das liegt diesmal nicht allein in meinen Händen...
Mit dem Auswertungstermin in der KiWu-Klinik am 15.7. hat sich ein eben solcher ergeben und ich bin deshalb froh gestimmt was den weiteren Verlauf angeht. In erster Linie ging es um das Ergebnis der Durchlässigkeitsprüfung. Hier kann ich vermelden, dass der linke Eileiter super funktioniert und das Kontrastmittel flüssig durchlief. Auch der rechte Eileiter konnte die Flüssigkeit transportieren, allerdings etwas mühsamer. Dies war für mich und auch die Ärztin eher überraschend. Nachdem ich vor einigen Wochen erfahren hatte, dass zumindest noch ein Teil des EL vorhanden ist, konnte ich jedoch nicht mit seiner Leitfähigkeit rechnen. Die Ärztin hatte dafür auch keine Erklärung, es gibt halt solche Fälle. Was auf der einen Seite erfreulich erscheint, ist auf der anderen unter Umständen aber auch problematisch, da das Risiko einer weiteren EL-Schwangerschaft damit nochmal erhöht ist. Sollte dies passieren, so riet mit die Ärztin unbedingt darauf zu drängen den EL komplett entfernen zu lassen. Die meisten Kliniken tun sich damit wohl äußerst schwer, aber man dürfe da nicht locker lassen. Ansonsten wird es wohl mit jedem Versuch, bei dem das Ei auf der rechten Seite springt risikobehafteter.
Als der diagnostische Teil abgeschlossen war, gingen wir dann dazu über zu überlegen, wie wir weiter verfahren könnten. Gemeinsam haben wir folgende Vorgehensweise herausgearbeitet.
Da sich organisch keine negative Diagnose in Sachen Kinderwunsch ergeben hat, nutzen wir den Sommer, um es weiter auf natürlichem Weg zu probieren. Wenn ich im Herbst meinen 34. Geburtstag gefeiert habe und dann noch immer kein Erfolg zu vermelden ist, vereinbaren wir einen Termin in der Klinik.
Zunächst werden wir dann mit Eistimulation starten und falls sich damit auch nichts tut mit der Sameneinspülung weiter machen. So wie ich das verstanden habe, wird wohl beides zum Großteil von der Krankenkasse gezahlt. Mit den finanziellen Details und dem Antragsverfahren werden wir uns aber erst beschäftigen, wenn es soweit kommen sollte. Wir nagen zwar nicht am Hungertuch, aber unsere Ersparnisse haben wir bisher für andere Dinge (Rücklage Haus, Urlaub, Ersatzbeschaffungen jeglicher Art...) verplant.
Das klingt für mich nach einem gangbaren Weg. Mein Mann sieht das glücklicherweise genau so und wir befinden uns nun in
Phase 1.
Jetzt fühle ich mich auch weniger schwer belastet, denn wir haben nicht nur einen Plan B, sondern auch einen Plan C. Erst wenn beides nicht funktioniert, müssen wir uns mit dem Thema ICSI oder IVF beschäftigen. Vor beidem scheue ich mich im Moment noch sehr und hoffe nicht in die Situation zu kommen darüber entscheiden zu müssen. Vieles was ich bisher an Erfahrungsberichten dazu gehört und gelesen habe, möchte ich ungern mitmachen. Aber warten wir einfach mal ab was sich ergibt. Ich will schließlich nicht mehr alle Eventualitäten im Voraus durchdenken und mich dadurch unnötig kirre machen.
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Mittwoch, 22. Juli 2015
Samstag, 18. Juli 2015
Eileiterdurchlässigkeitsprüfung HyCoSy
7.7.2015
Heute hatte ich einen Termin in der Kinderwunschklinik, um die Durchlässigkeit meines noch intakten Eileiters zu prüfen. Da das ganze Unterfangen nur 20 Minuten dauern sollte, schob ich es als verlängerte Mittagspause ein. Insgesamt sollte das keine große Sache sein und ich war ganz relaxt. Nachdem ich jedoch den Aufklärungsbogen gelesen hatte, wurde mir doch etwas mulmig. Darin wurde einem geraten danach nicht mehr Auto zu fahren und auch keine schwerwiegenden Entscheidungen zu treffen. Ich ließ mich überraschen. Im Zweifel müsste ich halt mit dem Bus zurück zur Arbeit.
Als ich nach einiger Wartezeit dann endlich an der Reihe war, stellte ich zunächst fest, dass mein mitgebrachtes Handtuch zu klein ist. [Wer kann denn schon damit rechnen, dass es zum um die Hüfte wickeln benötigt wird?] Nun gut, dann endlich rauf auf den Stuhl, den Frau schon vom Gynäkologen kennt. Die Ärztin und die Schwester waren beide super nett und haben mir alles erklärt. Zuerst musste die Gebärmutter in Stellung gebracht werden, mit so einer Art Zange, genauso wie beim Frauenarzt. Somit weiß ich nun endlich, was da unten immer so hantiert wird. Das war mir bisher nämlich noch nicht ganz klar. Zweiter Schritt, Gebärmutter etwas abwaschen. Das sollte sich etwas kalt anfühlen. Ich habe davon nix weiter gemerkt. Als nächstes das Einführen des Mini-Katheders, das könnte etwas pieksen, auch davon war nichts zu spüren. Als dieser im Anschluss fixiert wurde, nahm ich das als minimalen Druck wahr.
Anschließend wurde das Kontrastmittel eingespritzt. Das fühlte sich tatsächlich etwas unangenehm an, in etwa wie Regelschmerzen. Im Ultraschall war zu sehen, dass es durch den linken Eileiter wunderbar durchfloss. Und auch der rechte, eigentlich nicht mehr intakte, wollte nicht klein beigeben. Sowohl die Ärztin als auch ich waren erstaunt, dass sich das Mittel auch dort durchwurschtelte. Soweit ist also alles in Ordnung. Zum formalen Auswertungsgespräch muss ich in ein paar Tagen nochmal hin. Das ganze Unterfangen war nach 10 Minuten erledigt und ich konnte direkt wieder auf Arbeit gehen. Die angebotene Krankschreibung benötigte ich nicht.
Heute hatte ich einen Termin in der Kinderwunschklinik, um die Durchlässigkeit meines noch intakten Eileiters zu prüfen. Da das ganze Unterfangen nur 20 Minuten dauern sollte, schob ich es als verlängerte Mittagspause ein. Insgesamt sollte das keine große Sache sein und ich war ganz relaxt. Nachdem ich jedoch den Aufklärungsbogen gelesen hatte, wurde mir doch etwas mulmig. Darin wurde einem geraten danach nicht mehr Auto zu fahren und auch keine schwerwiegenden Entscheidungen zu treffen. Ich ließ mich überraschen. Im Zweifel müsste ich halt mit dem Bus zurück zur Arbeit.
Als ich nach einiger Wartezeit dann endlich an der Reihe war, stellte ich zunächst fest, dass mein mitgebrachtes Handtuch zu klein ist. [Wer kann denn schon damit rechnen, dass es zum um die Hüfte wickeln benötigt wird?] Nun gut, dann endlich rauf auf den Stuhl, den Frau schon vom Gynäkologen kennt. Die Ärztin und die Schwester waren beide super nett und haben mir alles erklärt. Zuerst musste die Gebärmutter in Stellung gebracht werden, mit so einer Art Zange, genauso wie beim Frauenarzt. Somit weiß ich nun endlich, was da unten immer so hantiert wird. Das war mir bisher nämlich noch nicht ganz klar. Zweiter Schritt, Gebärmutter etwas abwaschen. Das sollte sich etwas kalt anfühlen. Ich habe davon nix weiter gemerkt. Als nächstes das Einführen des Mini-Katheders, das könnte etwas pieksen, auch davon war nichts zu spüren. Als dieser im Anschluss fixiert wurde, nahm ich das als minimalen Druck wahr.
Anschließend wurde das Kontrastmittel eingespritzt. Das fühlte sich tatsächlich etwas unangenehm an, in etwa wie Regelschmerzen. Im Ultraschall war zu sehen, dass es durch den linken Eileiter wunderbar durchfloss. Und auch der rechte, eigentlich nicht mehr intakte, wollte nicht klein beigeben. Sowohl die Ärztin als auch ich waren erstaunt, dass sich das Mittel auch dort durchwurschtelte. Soweit ist also alles in Ordnung. Zum formalen Auswertungsgespräch muss ich in ein paar Tagen nochmal hin. Das ganze Unterfangen war nach 10 Minuten erledigt und ich konnte direkt wieder auf Arbeit gehen. Die angebotene Krankschreibung benötigte ich nicht.
Donnerstag, 16. Juli 2015
Hoffnungsschimmer #2
23.6.2015
Tag 27 der Periode: komisch, währen der letzten Perioden hatte ich schon bis zu sieben Tage vorher bräunliche leichte Blutungen. Mein ES war diesmal pünktlich am 15./16. Tag (den wir natürlich auch entsprechend genutzt haben), so dass ich am 30. Tag normalerweise mit dem Beginn der richtigen Blutung rechnen würde. Nur fehlen diesmal die Vorzeichen. Ich versuche mir immer wieder klar zu machen, dass mir nicht geholfen ist, wenn zu große Hoffnung aufkeimt, also versuche ich die Gedanken wegzudrängen.
24.6.2015
Heute morgen aufgewacht und der erste Gang ins Badezimmer, immer noch nichts in Sachen Blutung im Anmarsch und schon Tag 28. Die Hoffnung wird stärker, obwohl ich es gar nicht will. Gegen Mittag entdecke ich dann eine klitzekleine Spur, aber sie sieht ganz anders aus als sonst. Gut, es hat sich also erledigt, nun geht es los. Den ganzen Tag über tut sich dann aber nichts mehr. Nur falscher Alarm. Dafür bekomme ich leichtes Ziehen, was auf beginnende Regelschmerzen hindeuten könnte. Kann aber auch nur Einbildung sein oder es sind Scheinsymptome.
Nachmittags hatte mein Mann seinen zweiten Termin für das Spermiogramm. Im Anschluss komme ich dazu und wir warten gemeinsam auf die Auswertung. Die Ärztin in der KiWu-Klinik war wie immer gut vorbereitet und hatte sich alle Unterlagen schon angeschaut. Und welche Freude, die Werte sehen deutlich besser aus. Die Anzahl ist mit 14 Mio. noch nicht ganz im Normbereich, aber im Gegensatz zu 4 Mio. kann man damit schon was anfangen. Die Morphologie ist wie gehabt nur bei 1 %, aber alle anderen Werte sind gut. Mit diesen Werten (OAT I) steht einer natürlichen Schwangerschaft erstmal grundsätzlich nichts im Wege.
Nun gilt es wieder auf meine organischen Grundlagen zu schauen. Durch die EL-Schwangerschaft ist das Risiko wieder eine zu bekommen deutlich erhöht, zwar nicht gleich um 50 %, aber eben deutlich. Kritisch wird es wohl ab der 6. oder 7. Woche einer Schwangerschaft. Da wir den Zyklus ohnehin intensiv beobachten und ggf. auf Schwangerschaftstests zurückgreifen (die auch bei einer ELS anschlagen), dürfte uns diesbezüglich nichts mehr durch die Lappen gehen. Um die Eileiter genauer unter die Lupe zu nehmen, sprich die Durchlässigkeit zu prüfen, haben wir uns nun erstmal für die Ultraschallvariante entschieden. Vielleicht gibt die schon Aufschluss. Zumindest was den rechten EL betrifft, scheint wohl eine Durchlässigkeit trotz OP nicht ausgeschlossen. Bisher hatte ich immer gedacht, der ist gar nicht mehr zu gebrauchen. Da ich mich bereits am Ende der aktuellen Periode befinde, habe ich gleich für den 3.7. einen Termin zur Prüfung bekommen. Dann muss ich die Unwissenheit zum EL nochmal aufhellen lassen.
Ansonsten sollen wir erstmal weiter probieren und falls mit dem EL alles i.O. ist und sich in einem halben Jahr nichts getan hat, könnten wir ggf. über eine Ei-Stimulation nachdenken. Zur Zeit würde die Ärztin aber noch nicht mit Hormonen eingreifen. Das ist mir offen gesagt auch lieber.
Erstmal bin ich auf die nächsten Tage gespannt und muss mich arg zurückhalten, nicht schon zu einem SSW-Test zu greifen.
26.6.2015
Tag 30: und nun werde ich doch schwach. Zwei Tests stehen zur Auswahl, da der von Clearblue auf der Packung darauf verweist, dass man ihn bis zu 4 Tage vor der Periode nutzen kann, fällt die Wahl auf diesen. Und es erscheint, eine dicke blaue Linie. War ja klar, zu früh gefreut. Aber dann warte ich noch ´ne Minute und schaue ganz genau hin. Ist es Einbildung oder sehe ich tatsächlich einen ganz ganz ganz schwachen senkrechten Strich? Nach mehrmaligem Begutachten und Studieren der Gebrauchsanleitung komme ich zu dem Ergebnis, dass da tatsächlich was ist. [Uah, soll das wahr sein?] Ich behalte es erstmal für mich und morgen früh muss der nächste Test ran.
27.6.2015
Tag 31: heute morgen war ich schon ganz zeitig wach und bin dann auch gleich aufgestanden, um einen weiteren Schwangerschaftstest zu machen, diesmal von DM. Der zeigte erst nach längerer Zeit einen ganz leichten zweiten Strich. [Hm, was soll ich mit dem Ergebnis anfangen. Vielleicht doch viel zu früh gefreut?] Nun lese ich im Internet das die Symptome Ziehen im Unterleib und ein Gefühl der Aufgeblähtheit durchaus Schwangerschaftssymptome sein können und die habe ich auf jeden Fall. Das würde meine Theorie wiederum stützen. Meinen Mann habe ich nun auch ins Thema eingeweiht, was es nicht einfacher macht, da ihm gleich wieder viele Gedanken durch den Kopf schwirren. Wir können aber erstmal nur weiter abwarten.
Tag 27 der Periode: komisch, währen der letzten Perioden hatte ich schon bis zu sieben Tage vorher bräunliche leichte Blutungen. Mein ES war diesmal pünktlich am 15./16. Tag (den wir natürlich auch entsprechend genutzt haben), so dass ich am 30. Tag normalerweise mit dem Beginn der richtigen Blutung rechnen würde. Nur fehlen diesmal die Vorzeichen. Ich versuche mir immer wieder klar zu machen, dass mir nicht geholfen ist, wenn zu große Hoffnung aufkeimt, also versuche ich die Gedanken wegzudrängen.
24.6.2015
Heute morgen aufgewacht und der erste Gang ins Badezimmer, immer noch nichts in Sachen Blutung im Anmarsch und schon Tag 28. Die Hoffnung wird stärker, obwohl ich es gar nicht will. Gegen Mittag entdecke ich dann eine klitzekleine Spur, aber sie sieht ganz anders aus als sonst. Gut, es hat sich also erledigt, nun geht es los. Den ganzen Tag über tut sich dann aber nichts mehr. Nur falscher Alarm. Dafür bekomme ich leichtes Ziehen, was auf beginnende Regelschmerzen hindeuten könnte. Kann aber auch nur Einbildung sein oder es sind Scheinsymptome.
Nachmittags hatte mein Mann seinen zweiten Termin für das Spermiogramm. Im Anschluss komme ich dazu und wir warten gemeinsam auf die Auswertung. Die Ärztin in der KiWu-Klinik war wie immer gut vorbereitet und hatte sich alle Unterlagen schon angeschaut. Und welche Freude, die Werte sehen deutlich besser aus. Die Anzahl ist mit 14 Mio. noch nicht ganz im Normbereich, aber im Gegensatz zu 4 Mio. kann man damit schon was anfangen. Die Morphologie ist wie gehabt nur bei 1 %, aber alle anderen Werte sind gut. Mit diesen Werten (OAT I) steht einer natürlichen Schwangerschaft erstmal grundsätzlich nichts im Wege.
Nun gilt es wieder auf meine organischen Grundlagen zu schauen. Durch die EL-Schwangerschaft ist das Risiko wieder eine zu bekommen deutlich erhöht, zwar nicht gleich um 50 %, aber eben deutlich. Kritisch wird es wohl ab der 6. oder 7. Woche einer Schwangerschaft. Da wir den Zyklus ohnehin intensiv beobachten und ggf. auf Schwangerschaftstests zurückgreifen (die auch bei einer ELS anschlagen), dürfte uns diesbezüglich nichts mehr durch die Lappen gehen. Um die Eileiter genauer unter die Lupe zu nehmen, sprich die Durchlässigkeit zu prüfen, haben wir uns nun erstmal für die Ultraschallvariante entschieden. Vielleicht gibt die schon Aufschluss. Zumindest was den rechten EL betrifft, scheint wohl eine Durchlässigkeit trotz OP nicht ausgeschlossen. Bisher hatte ich immer gedacht, der ist gar nicht mehr zu gebrauchen. Da ich mich bereits am Ende der aktuellen Periode befinde, habe ich gleich für den 3.7. einen Termin zur Prüfung bekommen. Dann muss ich die Unwissenheit zum EL nochmal aufhellen lassen.
Ansonsten sollen wir erstmal weiter probieren und falls mit dem EL alles i.O. ist und sich in einem halben Jahr nichts getan hat, könnten wir ggf. über eine Ei-Stimulation nachdenken. Zur Zeit würde die Ärztin aber noch nicht mit Hormonen eingreifen. Das ist mir offen gesagt auch lieber.
Erstmal bin ich auf die nächsten Tage gespannt und muss mich arg zurückhalten, nicht schon zu einem SSW-Test zu greifen.
26.6.2015
Tag 30: und nun werde ich doch schwach. Zwei Tests stehen zur Auswahl, da der von Clearblue auf der Packung darauf verweist, dass man ihn bis zu 4 Tage vor der Periode nutzen kann, fällt die Wahl auf diesen. Und es erscheint, eine dicke blaue Linie. War ja klar, zu früh gefreut. Aber dann warte ich noch ´ne Minute und schaue ganz genau hin. Ist es Einbildung oder sehe ich tatsächlich einen ganz ganz ganz schwachen senkrechten Strich? Nach mehrmaligem Begutachten und Studieren der Gebrauchsanleitung komme ich zu dem Ergebnis, dass da tatsächlich was ist. [Uah, soll das wahr sein?] Ich behalte es erstmal für mich und morgen früh muss der nächste Test ran.
27.6.2015
Tag 31: heute morgen war ich schon ganz zeitig wach und bin dann auch gleich aufgestanden, um einen weiteren Schwangerschaftstest zu machen, diesmal von DM. Der zeigte erst nach längerer Zeit einen ganz leichten zweiten Strich. [Hm, was soll ich mit dem Ergebnis anfangen. Vielleicht doch viel zu früh gefreut?] Nun lese ich im Internet das die Symptome Ziehen im Unterleib und ein Gefühl der Aufgeblähtheit durchaus Schwangerschaftssymptome sein können und die habe ich auf jeden Fall. Das würde meine Theorie wiederum stützen. Meinen Mann habe ich nun auch ins Thema eingeweiht, was es nicht einfacher macht, da ihm gleich wieder viele Gedanken durch den Kopf schwirren. Wir können aber erstmal nur weiter abwarten.
Samstag, 20. Juni 2015
Eileiterschwangerschaft - Teil 2
Mein erster Morgen im Krankenbett zog sich hin und die drei Zimmernachbarn waren entweder schon das x-te Mal auf der Station und entsprechend abgeklärt oder der Meinung mir gut zureden zu müssen. Dafür bin ich leider nicht gemacht, ich habe in solchen Situationen lieber meine Ruhe.
Irgendwann kam dann die Visite und brachte Licht ins Dunkel der vergangenen Nacht. Es konnte wohl gerade noch eine Bluttransfusion verhindert werden, aber ich hatte eine Menge Flüssigkeit verloren. Der Minimalinvasive Eingriff sei komplikationslos verlaufen, nur drei kleine Schnitte (schon die waren für mich Horror), die ich bald gar nicht mehr wahrnehmen würde. Auch erfuhr ich, dass so ein Drainagebeutel völlig normal sei. Er müsse noch eine weile beibehalten werden, bevor er irgendwann gezogen werde.
So weit so gut, nun hieß es im Krankenhaus über die Runden kommen und die Tage absitzen. Immer wenn ich aufstehen sollte oder wollte, war das eine Tortur. Der Beutel und die Flexüle führten dazu, dass ich mich am liebsten gar nicht bewegen wollte, denn ich hatte Angst, dass diese Fremdkörper unangenehme Schmerzen verursachen. Zum Glück war ich nach 2 Tagen dann allein im Zimmer und musste auf niemanden mehr Rücksicht nehmen. Irgendwann, ich glaube so nach zwei bis drei Tagen war ich beide Fremdkörper dann aber los und drängte darauf heim zu kommen.
Mein Kreislauf war zwar noch etwas schwach, was mir das "auf den Füßen bleiben" erschwerte, aber rumliegen konnte ich auch daheim. Es stand also das Abschlussgespräch an. Mein Kreislauf war so lala und dann fing Frau Dr. auch noch an mir alle Details der OP zu erklären. Dazu muss man wissen, dass ich schon bei Erzählungen Fremder über deren Verletzungen Kreislaufprobleme bekomme. Ich konnte gerade noch verhindern, dass mir Fotos von der OP gezeigt werden und dachte nur "durchhalten", gleich muss es geschafft sein. Ich bekam aber bereits Schweißausbrüche und eine Fiepen im Ohr, außerdem wurde mir schwindelig. Die Ärztin verabschiede mich, ich stand auf und torgelte los. "Alles ok bei Ihnen?", hörte ich es noch rufen und antwortete ja, aber nun konnte ich die Fassade nicht mehr aufrecht erhalten und die Ärztin fing mich ab. Zack, wurde eine Schwester gerufen und ich hatte wieder eine Flexüle im Arm und einen Glukosetropf an mir dran. Bravo, dass hat ja gut geklappt, dachte ich. Meine Entlassung war damit passé und ich musste mindestens einen weiteren Tag bleiben.
Auf den zweiten Versuch am nächsten Tag bereitete ich mich besser vor. Meine Schwester versorgte mich mit Traubenzucker und ich trank und trank. Und ich hielt durch. So konnte mich mein Mann am Nachmittag mit Heim nehmen.
Hinsichtlich unserer weiteren Chancen auf Kinder bekamen wir die Informationen, dass der rechte Eileiter entfernt sei, aber sowohl beide Eierstöcke als auch der linke Eileiter sehr gut aussehen. Wir bräuchten mit der Kinderplanung nur so lange warten, bis ich mich wieder gut fühle, dann könnte es weiter gehen. Die Funktion des Eileiters sei medizinisch noch nicht abschließend geklärt. Es könnte wohl auch sein, dass der linke Eileiter sich das Ei vom rechten Eierstock abholt, aber so genau scheint das niemand erforscht zu haben. Da nicht abwechselnd im linken und rechten Eierstock ein Ei heranreift, kann man auch nicht sagen, dass man nur alle zwei Monate schwanger werden kann. Alles Dinge, mit denen ich mich noch nie beschäftigt hatte und die sich im Internet auch nur teilweise aufklären lassen, da es unterschiedliche Meinungen gibt. Mein Mann und ich waren aber weiter guten Mutes.
Aufgrund des hohen Blutverlustes schrieb mich meine Frauenärztin mehrere Wochen krank, doch sobald ich daheim war, ging es mir täglich besser. Nur das Ziehen der Fäden stellte nochmal eine Herausforderung dar. Bei Operationen und ihren Nacharbeiten bin ich einfach sehr wehleidig. Meine Frauenärztin meinte dann noch, dass wir nicht zu lange rumprobieren sollten. Falls es nach absehbarer Zeit nicht klappen würde, sollten wir ruhig frühzeitig vorbei kommen, um abklären zu können woran es liege.
Irgendwann kam dann die Visite und brachte Licht ins Dunkel der vergangenen Nacht. Es konnte wohl gerade noch eine Bluttransfusion verhindert werden, aber ich hatte eine Menge Flüssigkeit verloren. Der Minimalinvasive Eingriff sei komplikationslos verlaufen, nur drei kleine Schnitte (schon die waren für mich Horror), die ich bald gar nicht mehr wahrnehmen würde. Auch erfuhr ich, dass so ein Drainagebeutel völlig normal sei. Er müsse noch eine weile beibehalten werden, bevor er irgendwann gezogen werde.
So weit so gut, nun hieß es im Krankenhaus über die Runden kommen und die Tage absitzen. Immer wenn ich aufstehen sollte oder wollte, war das eine Tortur. Der Beutel und die Flexüle führten dazu, dass ich mich am liebsten gar nicht bewegen wollte, denn ich hatte Angst, dass diese Fremdkörper unangenehme Schmerzen verursachen. Zum Glück war ich nach 2 Tagen dann allein im Zimmer und musste auf niemanden mehr Rücksicht nehmen. Irgendwann, ich glaube so nach zwei bis drei Tagen war ich beide Fremdkörper dann aber los und drängte darauf heim zu kommen.
Mein Kreislauf war zwar noch etwas schwach, was mir das "auf den Füßen bleiben" erschwerte, aber rumliegen konnte ich auch daheim. Es stand also das Abschlussgespräch an. Mein Kreislauf war so lala und dann fing Frau Dr. auch noch an mir alle Details der OP zu erklären. Dazu muss man wissen, dass ich schon bei Erzählungen Fremder über deren Verletzungen Kreislaufprobleme bekomme. Ich konnte gerade noch verhindern, dass mir Fotos von der OP gezeigt werden und dachte nur "durchhalten", gleich muss es geschafft sein. Ich bekam aber bereits Schweißausbrüche und eine Fiepen im Ohr, außerdem wurde mir schwindelig. Die Ärztin verabschiede mich, ich stand auf und torgelte los. "Alles ok bei Ihnen?", hörte ich es noch rufen und antwortete ja, aber nun konnte ich die Fassade nicht mehr aufrecht erhalten und die Ärztin fing mich ab. Zack, wurde eine Schwester gerufen und ich hatte wieder eine Flexüle im Arm und einen Glukosetropf an mir dran. Bravo, dass hat ja gut geklappt, dachte ich. Meine Entlassung war damit passé und ich musste mindestens einen weiteren Tag bleiben.
Auf den zweiten Versuch am nächsten Tag bereitete ich mich besser vor. Meine Schwester versorgte mich mit Traubenzucker und ich trank und trank. Und ich hielt durch. So konnte mich mein Mann am Nachmittag mit Heim nehmen.
Hinsichtlich unserer weiteren Chancen auf Kinder bekamen wir die Informationen, dass der rechte Eileiter entfernt sei, aber sowohl beide Eierstöcke als auch der linke Eileiter sehr gut aussehen. Wir bräuchten mit der Kinderplanung nur so lange warten, bis ich mich wieder gut fühle, dann könnte es weiter gehen. Die Funktion des Eileiters sei medizinisch noch nicht abschließend geklärt. Es könnte wohl auch sein, dass der linke Eileiter sich das Ei vom rechten Eierstock abholt, aber so genau scheint das niemand erforscht zu haben. Da nicht abwechselnd im linken und rechten Eierstock ein Ei heranreift, kann man auch nicht sagen, dass man nur alle zwei Monate schwanger werden kann. Alles Dinge, mit denen ich mich noch nie beschäftigt hatte und die sich im Internet auch nur teilweise aufklären lassen, da es unterschiedliche Meinungen gibt. Mein Mann und ich waren aber weiter guten Mutes.
Aufgrund des hohen Blutverlustes schrieb mich meine Frauenärztin mehrere Wochen krank, doch sobald ich daheim war, ging es mir täglich besser. Nur das Ziehen der Fäden stellte nochmal eine Herausforderung dar. Bei Operationen und ihren Nacharbeiten bin ich einfach sehr wehleidig. Meine Frauenärztin meinte dann noch, dass wir nicht zu lange rumprobieren sollten. Falls es nach absehbarer Zeit nicht klappen würde, sollten wir ruhig frühzeitig vorbei kommen, um abklären zu können woran es liege.
Freitag, 19. Juni 2015
Eileiterschwangerschaft - Teil 1
März 2012: Es war ein ganz normaler Tag mit einer kleinen Frühstücksrunde auf Arbeit, als mir plötzlich schwindlig wurde. Ich verließ den Raum und wollte mich auf der Damen-Toilette etwas erfrischen. Mein Kreislauf war aber schon so weit am Boden, dass ich nur noch sitzen konnte und heftige Schweißausbrüche hatte. Getreu nach meiner Devise, sich nichts anmerken zu lassen, quälte ich mich irgendwann wieder hoch und bekam einen Schock, als ich mein fahles Gesicht im Spiegel sah. Wenn es mir bis heute Abend noch nicht besser geht, dachte ich mir, bleibe ich morgen daheim. Kurzum, es wurde nicht besser. Letztlich musste ich mich geschlagen geben und wurde von zwei meiner Mitarbeiterinnen nach Hause gefahren.
Mittlerweile hatte ich starke Bauchschmerzen und dachte, Mist es ist der Blinddarm. Ich schleppte mich umgehend zum Allgemeinarzt, der meinte, das könne schon sein. Falls es schlimmer wäre müsste ich mich aber ohnehin im Krankenhaus melden, Also schleppte ich mich wieder Heim. Meinem Mann hatte ich die Lage inzwischen per sms geschildert, der hing aber in einem Meeting fest und konnte nicht eher nach Hause kommen. So wälzte ich mich vor Schmerzen einige Stunden auf dem Sofa und konnte vor Schwäche nicht mehr aufstehen. Ich bin wirklich nicht schmerzempfindlich, aber das war die Hölle.
Als mein Mann dann eintraf, war es so schlimm, dass ich einwilligte ins Krankenhaus zu fahren. Einen Krankenwagen wollte ich nicht rufen, denn was sollten die Nachbarn denken und so viel Aufmerksamkeit mag ich nicht... So passten wir einen günstigen Moment ab zu dem meine Beine in der Lage waren mich bis zum Auto zu tragen. Während der Fahrt spürte ich jedes Schlagloch und musste dann noch einige Zeit vor der Notaufnahme warten, da es dort wie immer recht voll war.
Irgendwann bekam ich endlich einen Arzt zu Gesicht. Ich äußerte den Blinddarmverdacht, wurde aber auch nach einer möglichen Schwangerschaft befragt. Hm, ja meinte ich, theoretisch möglich, weil nicht verhütet, aber eigentlich hatte ich letztens noch meine Regelblutung.
Ganz genau kann ich mich an den weiteren Ablauf gar nicht mehr erinnern. Ich wurde jedenfalls auf die gynäkologische Station verlegt und nach einem Ultraschall hieß es, der gesamte Bauraum sei voller Blut, ich müsste unbedingt noch am selben Tag notoperiert werden.
Oh Gott dachte ich; Operation/Narkose/Krankenhaus, ich das erste Mal hier und dann gleich sowas. Schon das Setzen der Flexüle hatte mir zugesetzt und jetzt schneiden die mich auch noch auf. Hiiiilfe, die Panik war groß, ich konnte nur noch heulen vor Angst und die Beruhigungsmittel linderten den Umstand nur wenig.
Gegen 20 Uhr (glaube ich) wurde ich dann in den OP geschoben und wachte irgendwann in der Nacht, durch das grausam laute Schnarchen einer Bettnachbarin wieder auf. Ich erwartete Übelkeit, aber es war keine da. Super dachte ich, das war halb so schlimm. Komisch war nur, dass irgendetwas neben mit lag und ahhhhhh es hing ein Beutel verbunden mit einem Schlauch an mir dran.
Als ein Pfleger bemerkte, dass ich wach war und fragte wie es mir ginge und ob ich ob des Schnarchens lieber auf Station in mein Zimmer wolle, zeigte ich mich aber souverän und ließ mir nichts von der Beutelpanik anmerken.
Im (Dreibett-)Zimmer angekommen versuchte ich mich so wenig wie möglich zu bewegen, denn ich malte mir die schlimmsten Dinge aus, was sonst mit dem Schlauch passiert, der aus meinem Bauch hing. So dämmerte ich nur ein bisschen, bis um 6 Uhr am Morgen der Radau auf der Station anfing.
Weiter geht´s demnächst mit dem Post Eileiterschwangerschaft - Teil 2.
Mittlerweile hatte ich starke Bauchschmerzen und dachte, Mist es ist der Blinddarm. Ich schleppte mich umgehend zum Allgemeinarzt, der meinte, das könne schon sein. Falls es schlimmer wäre müsste ich mich aber ohnehin im Krankenhaus melden, Also schleppte ich mich wieder Heim. Meinem Mann hatte ich die Lage inzwischen per sms geschildert, der hing aber in einem Meeting fest und konnte nicht eher nach Hause kommen. So wälzte ich mich vor Schmerzen einige Stunden auf dem Sofa und konnte vor Schwäche nicht mehr aufstehen. Ich bin wirklich nicht schmerzempfindlich, aber das war die Hölle.
Als mein Mann dann eintraf, war es so schlimm, dass ich einwilligte ins Krankenhaus zu fahren. Einen Krankenwagen wollte ich nicht rufen, denn was sollten die Nachbarn denken und so viel Aufmerksamkeit mag ich nicht... So passten wir einen günstigen Moment ab zu dem meine Beine in der Lage waren mich bis zum Auto zu tragen. Während der Fahrt spürte ich jedes Schlagloch und musste dann noch einige Zeit vor der Notaufnahme warten, da es dort wie immer recht voll war.
Irgendwann bekam ich endlich einen Arzt zu Gesicht. Ich äußerte den Blinddarmverdacht, wurde aber auch nach einer möglichen Schwangerschaft befragt. Hm, ja meinte ich, theoretisch möglich, weil nicht verhütet, aber eigentlich hatte ich letztens noch meine Regelblutung.
Ganz genau kann ich mich an den weiteren Ablauf gar nicht mehr erinnern. Ich wurde jedenfalls auf die gynäkologische Station verlegt und nach einem Ultraschall hieß es, der gesamte Bauraum sei voller Blut, ich müsste unbedingt noch am selben Tag notoperiert werden.
Oh Gott dachte ich; Operation/Narkose/Krankenhaus, ich das erste Mal hier und dann gleich sowas. Schon das Setzen der Flexüle hatte mir zugesetzt und jetzt schneiden die mich auch noch auf. Hiiiilfe, die Panik war groß, ich konnte nur noch heulen vor Angst und die Beruhigungsmittel linderten den Umstand nur wenig.
Gegen 20 Uhr (glaube ich) wurde ich dann in den OP geschoben und wachte irgendwann in der Nacht, durch das grausam laute Schnarchen einer Bettnachbarin wieder auf. Ich erwartete Übelkeit, aber es war keine da. Super dachte ich, das war halb so schlimm. Komisch war nur, dass irgendetwas neben mit lag und ahhhhhh es hing ein Beutel verbunden mit einem Schlauch an mir dran.
Als ein Pfleger bemerkte, dass ich wach war und fragte wie es mir ginge und ob ich ob des Schnarchens lieber auf Station in mein Zimmer wolle, zeigte ich mich aber souverän und ließ mir nichts von der Beutelpanik anmerken.
Im (Dreibett-)Zimmer angekommen versuchte ich mich so wenig wie möglich zu bewegen, denn ich malte mir die schlimmsten Dinge aus, was sonst mit dem Schlauch passiert, der aus meinem Bauch hing. So dämmerte ich nur ein bisschen, bis um 6 Uhr am Morgen der Radau auf der Station anfing.
Weiter geht´s demnächst mit dem Post Eileiterschwangerschaft - Teil 2.
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