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Donnerstag, 16. Juli 2015

Hoffnungsschimmer #2

23.6.2015
Tag 27 der Periode: komisch, währen der letzten Perioden hatte ich schon bis zu sieben Tage vorher bräunliche leichte Blutungen. Mein ES war diesmal pünktlich am 15./16. Tag (den wir natürlich auch entsprechend genutzt haben), so dass ich am 30. Tag normalerweise mit dem Beginn der richtigen Blutung rechnen würde. Nur fehlen diesmal die Vorzeichen. Ich versuche mir immer wieder klar zu machen, dass mir nicht geholfen ist, wenn zu große Hoffnung aufkeimt, also versuche ich die Gedanken wegzudrängen.

24.6.2015
Heute morgen aufgewacht und der erste Gang ins Badezimmer, immer noch nichts in Sachen Blutung im Anmarsch und schon Tag 28. Die Hoffnung wird stärker, obwohl ich es gar nicht will. Gegen Mittag entdecke ich dann eine klitzekleine Spur, aber sie sieht ganz anders aus als sonst. Gut, es hat sich also erledigt, nun geht es los. Den ganzen Tag über tut sich dann aber nichts mehr. Nur falscher Alarm. Dafür bekomme ich leichtes Ziehen, was auf beginnende Regelschmerzen hindeuten könnte. Kann aber auch nur Einbildung sein oder es sind Scheinsymptome.

Nachmittags hatte mein Mann seinen zweiten Termin für das Spermiogramm. Im Anschluss komme ich dazu und wir warten gemeinsam auf die Auswertung. Die Ärztin in der KiWu-Klinik war wie immer gut vorbereitet und hatte sich alle Unterlagen schon angeschaut. Und welche Freude, die Werte sehen deutlich besser aus. Die Anzahl ist mit 14 Mio. noch nicht ganz im Normbereich, aber im Gegensatz zu 4 Mio. kann man damit schon was anfangen. Die Morphologie ist wie gehabt nur bei 1 %, aber alle anderen Werte sind gut. Mit diesen Werten (OAT I) steht einer natürlichen Schwangerschaft erstmal grundsätzlich nichts im Wege.

Nun gilt es wieder auf meine organischen Grundlagen zu schauen. Durch die EL-Schwangerschaft ist das Risiko wieder eine zu bekommen deutlich erhöht, zwar nicht gleich um 50 %, aber eben deutlich. Kritisch wird es wohl ab der 6. oder 7. Woche einer Schwangerschaft. Da wir den Zyklus ohnehin intensiv beobachten und ggf. auf Schwangerschaftstests zurückgreifen (die auch bei einer ELS anschlagen), dürfte uns diesbezüglich nichts mehr durch die Lappen gehen. Um die Eileiter genauer unter die Lupe zu nehmen, sprich die Durchlässigkeit zu prüfen, haben wir uns nun erstmal für die Ultraschallvariante entschieden. Vielleicht gibt die schon Aufschluss. Zumindest was den rechten EL betrifft, scheint wohl eine Durchlässigkeit trotz OP nicht ausgeschlossen. Bisher hatte ich immer gedacht, der ist gar nicht mehr zu gebrauchen. Da ich mich bereits am Ende der aktuellen Periode befinde, habe ich gleich für den 3.7. einen Termin zur Prüfung bekommen. Dann muss ich die Unwissenheit zum EL nochmal aufhellen lassen.

Ansonsten sollen wir erstmal weiter probieren und falls mit dem EL alles i.O. ist und sich in einem halben Jahr nichts getan hat, könnten wir ggf. über eine Ei-Stimulation nachdenken. Zur Zeit würde die Ärztin aber noch nicht mit Hormonen eingreifen. Das ist mir offen gesagt auch lieber.

Erstmal bin ich auf die nächsten Tage gespannt und muss mich arg zurückhalten, nicht schon zu einem SSW-Test zu greifen.

26.6.2015
Tag 30: und nun werde ich doch schwach. Zwei Tests stehen zur Auswahl, da der von Clearblue auf der Packung darauf verweist, dass man ihn bis zu 4 Tage vor der Periode nutzen kann, fällt die Wahl auf diesen. Und es erscheint, eine dicke blaue Linie. War ja klar, zu früh gefreut. Aber dann warte ich noch ´ne Minute und schaue ganz genau hin. Ist es Einbildung oder sehe ich tatsächlich einen ganz ganz ganz schwachen senkrechten Strich? Nach mehrmaligem Begutachten und Studieren der Gebrauchsanleitung komme ich zu dem Ergebnis, dass da tatsächlich was ist. [Uah, soll das wahr sein?] Ich behalte es erstmal für mich und morgen früh muss der nächste Test ran.

27.6.2015
Tag 31: heute morgen war ich schon ganz zeitig wach und bin dann auch gleich aufgestanden, um einen weiteren Schwangerschaftstest zu machen, diesmal von DM. Der zeigte erst nach längerer Zeit einen ganz leichten zweiten Strich. [Hm, was soll ich mit dem Ergebnis anfangen. Vielleicht doch viel zu früh gefreut?] Nun lese ich im Internet das die Symptome Ziehen im Unterleib und ein Gefühl der Aufgeblähtheit durchaus Schwangerschaftssymptome sein können und die habe ich auf jeden Fall. Das würde meine Theorie wiederum stützen. Meinen Mann habe ich nun auch ins Thema eingeweiht, was es nicht einfacher macht, da ihm gleich wieder viele Gedanken durch den Kopf schwirren. Wir können aber erstmal nur weiter abwarten.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Schlechte Neuigkeiten an der Schwimmerfront

14.6.2015
Es ist nun schon ein paar Tage her, als wir am 27.5. zur Auswertung in der Kinderwunschklinik waren. Zunächst wurden unsere Blutwerte analysiert, inkl. Hormone. Bei mir war alles im normalen Bereich und bei meinem Mann auch. Nur das Hormon Prolaktin war bei ihm ganz leicht erhöht, was aber wohl auch bei zwei anderen Männern an diesem Tag der Fall gewesen sei, so dass hier von einer Verunreinigung im Labor ausgegangen werden kann. In den letzten 10 Jahre zumindest hatte die Ärztin keinen Fall und so war es doch recht ungewöhnlich, dass plötzlich so eine Häufung auftrat. Die Ergebnisse der genetischen Untersuchung ergaben, dass alles im Lot sei. Nur leider kam die schlechte Nachricht dann doch noch. Das Spermiogramm meines Mannes wies sehr schlechte Werte auf (OAT III). Es würden wohl mindestens 20 Mio. Spermien benötigt, bei ihm konnten nur 4 Mio. gezählt werden. Und auch die Anzahl verformter Freunde war höher als normal. Die Ärztin meinte, dass sei merkwürdig, da er ja schon zwei Schwangerschaften gezeugt habe. Sollten die Werte damals auch schon so schlecht gewesen sein, wäre das zwei Mal wie ein Sechser im Lotto gewesen. [Na ja, das Thema Sechser im Lotto - negativer Seits - kennen wir bereits und hätten es nun auch mehr als genügend ausgereizt. An Glücksspielen im eigentlichen Sinn brauchen wir uns nach dieser Diagnose also nicht mehr beteiligen.]

Um mögliche Ursachen für diesen Befund abzuklären, muss ein zweites Spermiogramm erstellt werden und mein Mann sollte den Urologen aufsuchen. Nach einigen Recherchen im Internet, war klar, dass in den meisten Fällen keine körperlichen Ursachen vorliegen und vermutlich Stress, Infekte, Impfungen etc. das Bild beeinflussen. So genau weiß das aber niemand. Wir fanden bei der Recherche ein Mittelchen (Orthomol plus), was die kleinen Freunde agiler und stärker machen soll. Das besteht aus Nahrungsergänzungsmitteln und wurde prompt zu einem stattlichen Preis von 100 EUR für drei Monate bestellt. ["Von nichts kommt schließlich auch nichts" oder "was nichts kostet ist auch nichts".]

Erstaunlich schnell bekam mein Mann einen Termin beim Urologen. Die Auswahl wurde anhand von Empfehlungen im Internet getroffen und hat sich im Nachhinein auch bewährt. Vor zwei Tagen war es soweit. Wenn Männer zu dieser Art Arzt müssen, ist die Dramatik schon vorprogrammiert und die Anspannung über das Ergebnis tat ihr Übriges. Letztlich konnte Entwarnung gegeben werden. Es liegen keine körperlichen Ursachen, wie Krampfadern, Krebs oder Ähnliches vor. Zu Orthomol plus hatte er auch eine Meinung, es schadet zwar nichts, nützt aber auch nichts. [Also gut, es gilt manchmal auch, "was viel kostet ist auch nichts".] Den Einzigen Rat, den der Urologe hatte: "weiter Sport machen".

Da ich just an diesem Tag meinen Eisprung über den Ovulationstest bestimmt hatte, setzten wir den Rat auch direkt in die Tat um.

In anderthalb Wochen steht nun das zweite Spermiogramm an, mit direkter anschließender Auswertung. Da mehr als sechs Wochen zwischen diesem und dem ersten liegen, könnten sich schon Veränderungen zeigen, falls es sich nur um einen Ausrutscher handelte.