Am Dienstagnachmittag gegen 14:00 Uhr nahm ich das erste Mal bewusst war, dass es Wehen sein könnten, die mir das schmerzhafte Gefühl, alle 10 Minuten, im Unterleib bescherten. Als sich ca. eine Stunde später der Schleimpfropf löste, war ich ziemlich sicher und machte den Badewannentest.
Ich wollte auf keinen Fall zu zeitig ins Krankenhaus und so hielt ich nochmal Rücksprache mit meiner Hebamme. Sie meinte, wir sollten losfahren, wenn ich das Gefühl hätte es nicht mehr auszuhalten.
Der Blasensprung blieb leider aus und so musste ich mich tatsächlich auf mein Bauchgefühl verlassen. Zur Kreißsaalbesichtigung wurde uns damals gesagt, wenn die Wehen alle acht Minuten kämen, könnten wir bereits losfahren. Um 22:00 Uhr entschied ich, dass dies nun der Fall sei und wir machten uns auf dem Weg. Glücklicherweise war um diese Uhrzeit nicht mehr viel Verkehr auf der Autobahn und wir kamen ohne Stau an. Mittlerweile hatte sich der Wehenabstand auf 5-6 Minuten verkürzt und ich war guter Dinge, dass es nicht mehr lange dauern würde bis wir unseren Schatz in den Armen halten würden.
Zunächst stand eine Untersuchung und das CTG an, worauf die Ernüchterung folgte: Gebärmutterhals bei 1 cm und Muttermund bei 1-2 cm, Wehen noch nicht richtig stark, dafür wenigstens die Herztöne top. Auf meine Nachfrage, ob es aber wohl in den nächsten Stunden zur Geburt käme oder ob es sich noch um Tage handeln könnte, meinte die Ärztin, dass sie schon denkt, dass es eher Stunden wären. Ich glaube nur aufgrund unserer Vorgeschichte wurden wir nicht wieder nach Hause geschickt, sondern durften gegen halb eins ins Familienzimmer auf Station ziehen. Einen Cocktail gegen die Schmerzen lehnte ich ab, denn mein Motto war alles so weit wie möglich interventionsarm durchzustehen.
Im Zimmer angekommen legten wir uns hin um noch etwas zu ruhen. Mein Mann setzte das sogleich in die Tat um und schlief lautstark neben mir, während ich unter stärker werdenden Wehen alle 3 Minuten keuchte um die Schmerzen zu veratmen. Halb drei hielt ich es nicht mehr aus und klingelte nach der Schwester. Nach meinen Schilderungen meinte sie, es wäre nun Zeit für den Kreißsaal. Ich schnappte mir ein Handtuch, weckte meinen Mann und machte mich schon mal auf den Weg. Schließlich musste ich alle paar Meter anhalten und veratmen. Mein Mann würde mich also schnell einholen und wir kämen zusammen im Kreißsaal an, so der Plan. Als ich mittlerweile am Schwesternzimmer angekommen war, war mein Mann jedoch noch nicht zu sehen. Die Schwester meinte, ich solle nicht allein weiter gehen, ich wartete also und wartete. Nach einigen Minuten fragte eine zweite Schwester, ob sie mal nach ihm schauen solle. Ich versicherte ihnen, dass er schon käme, denn ich wusste ja, dass er manchmal etwas länger braucht. Irgendwann konnten sie mein Gekeuche nicht mehr mit ansehen und brachten mich in den Kreißsaal. Dort tauchte aus der anderen Richtung dann auch endlich der Papa in spe auf.
Ich bekam wieder das CTG. Wir schauten immer mal auf die Ausschläge, die nun deutlich größer waren und meine Zuversicht stieg. Allerdings nur für ein paar Minuten. Während im zweiten Kreißsaal eine Frau das ganze Krankenhaus zusammenquiekte, ergab eine erneute Untersuchung bei uns die zweite Ernüchterung: Gebärmutterhals verstrichen, Muttermund 2 cm, die Wehen laut Hebamme nur mäßig, die würden noch viel stärker, prophezeite sie.
Das konnte doch nicht sein, ich bin wirklich nicht schmerempfindlich, aber dass diese Schmerzen noch keine Wirkung zeigten, brachte mich ans Limit. Ich blieb noch etwas am CTG und dann sollte entschieden werden, ob ich eventuell nochmal auf das Zimmer zurück muss. Zur Überbrückung bekam ich eine Dosis Globuli. Angeblich sollten die den ganzen Prozess beschleunigen. Ebenso wie der Einlauf, den ich dankend annahm.
Wieviel Zeit daraufhin verging weiß ich nicht mehr. Ich denke es war nach 6:00 Uhr, als eine andere Hebamme nach mir schaute. Schichtwechsel. Sie fragte mich, ob sie nochmal untersuchen solle und tat es auch. Dann endlich ein Lichtblick: der Muttermund hatte sich auf 7 cm geöffnet. Daraufhin fragte sie mich, ob ich etwas gegen die Schmerzen haben wolle. Ich war total geschafft und vor allem Müde und so wich ich von meinem Vorsatz ab nichts nehmen zu wollen, nachdem ich mich vergewissert hatte, dass es keine Auswirkungen auf das Kind hat. Kurze Zeit später bekam ich also eine Spritze in den Po. Zwar duselte ich zwischen den Wehen immer mal für eine Minute ein, die Schmerzen waren aber so stark wie zuvor auch. Fortan schien die Hebamme ständig präsent zu sein. Sie gab mir Atemanleitungen und entschied irgendwann, die Fruchtblase zu öffnen. Ich war heilfroh über diesen Schritt, da nun alles beschleunigt wurde und ich das Gefühl hatte, es ist jemand da, der sich um mich kümmert. Es gab zwischendurch noch eine weitere Dosis Globuli und diverse Duftöle wurden mir unter die Nase gehalten. Diese empfand ich als sehr angenehm und belebend. Die Wehenabstände hatte ich zu der Zeit nicht mehr im Blick, gefühlt waren sie ständig da.
Ich war erleichtert als es hieß, bei der nächsten Wehe dürfte ich pressen. Den Pressdrang, wie damals bei Henriettes Geburt verspürte ich nämlich nicht. Überhaupt fühlten sich die Wehen diesmal ganz anders an. Fortan presste ich jedenfalls was das Zeug hielt. Nur effektiv schien das nicht zu sein, weil ich nicht "weit genug unten" presste. Als ich den Bogen dann raus hatte waren jedoch die Wehen schwächer und kürzer geworden und es drohte der Wehentropf. Da ich den unbedingt vermeiden wollte, presste ich also auch weiter wenn die Wehe schon abgeklungen war. Der Tropf wurde von einer Hebammenschülerin zur Abschreckung nämlich schon neben mich gestellt. Mittlerweile war auch eine Gynäkologin hinzugekommen. Die Hebamme motivierte mich nach jedem Pressen, dass wieder ein Stück des Weges geschafft war. Sie war echt klasse und wie ich hinterher sah zurecht die leitende Hebamme des Krankenhauses.
Da die Wehen immer schwächer und ich zusehends kraftloser wurde, musste ich mit der nächsten Wehe die Geburt vollenden. Die Ärztin schob deshalb von oben mit, ich presste wie verrückt (mein Mann meinte, ich sei schon ganz blau im Gesicht gewesen vor Anstrengung) und die Hebamme setzte einen Dammschnitt (da es sonst noch viel länger gedauert hätte, bis der Kopf geboren worden wäre) und dann war der Kopf da. 9:17 Uhr - die Erleichterung war riesig. Ich glaube unsere Kleine hat sofort angefangen zu schreien. Kurz darauf kam auch der Rest des Körpers. Sie wurde kurz trocken gerieben (mir dauerte das viel zu lange und ich weiß noch, dass ich der Hebamme sagte ich würde sie auch blutig nehmen) und dann durfte ich sie mir selbst auf den Bauch legen.
Mein Mann hielt den Moment mit ein paar Fotos fest und wir genossen die Zeit zu dritt.
Bevor ich auf die Wochenbettstation verlegt wurde, habe ich mich noch bei meinen Geburtshelfern (einer Schülerin, der Hebamme und der Ärztin) dafür entschuldigt, dass ich so laut gewesen sei. Sie haben mich ganz erstaunt angeschaut und gemeint, dass man auf dem Flur vor dem Kreißsaal gar nicht gehört habe, dass dort eine Geburt stattfindet, so leise sei ich gewesen. Tja, so unterschiedlich sind die Empfindungen. :-)
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Dienstag, 6. September 2016
Montag, 25. Juli 2016
Die letzten Wochen
36.-38. Woche
Ich bin nicht ganz sicher, ob es die ersten Senkwehen waren, die ich in der 36. Woche gespürt habe oder ob es einfach an der reduzierten Magnesiumdosis lag, dass es etwas im Unterleib gezogen hat. Ansonsten habe ich mit leichten Kopfschmerzen zu kämpfen.
Außerdem stand der vorerst letzte Termin bei der Fauenärztin an, weil sie erstmal für drei Wochen in den Urlaub geht. Es gab keine Auffälligkeiten. Ich erkundigte mich noch nach möglichen Vertretungsärzten und dann konnte ich die Praxis schon wieder verlassen. Mal sehen ob wir uns vor der Geburt nochmal sehen.
Bei 36+1 habe ich mit der geburtsvorbereitenden Akupunktur angefangen. Da es meine zweite Geburt ist, gehe ich zwar ohnehin davon aus, dass sie nicht allzu lang dauern wird, wenn die zweite Phase durch die regelmäßige Nadelaktion noch etwas verkürzt wird, habe ich aber natürlich auch nichts dagegen.
Zur dritten Dopplerkontrolle war ich nochmal im Krankenhaus. Diesmal hatte der Chefarzt Dienst bei der Intensivschwangerenberatung. Mit meinem Wunsch, den Doppler nur an Nabelschnur und Plazenta durchzuführen konnte er nicht mitgehen. Er erklärte mir es sei veraltet, dass man bei diesbezüglich normalen Werten von einer ordnungsgemäßen Funktonalität ausgehen könne. Ich ließ mich überzeugen und so dopplerte er vollumfänglich. Die Plazentaverkalkung ist nun zwar zum dritten Grad fortgeschritten, aber das sei in dem Schwangerschaftsstadium ok meinte er. Der Doppler war komplett unauffällig. Somit können wir die letzten Wochen in Ruhe angehen und es muss nicht zum errechneten Termin oder eher eingeleitet werden. Selbst zu einer erneuten Kontrolle muss ich nicht mehr vorbei kommen. Der Doc meinte, wir sehen uns dann erst zur Geburt wieder.
39. Woche
Lange bin ich davon verschont geblieben, aber nun sind sie da, die Wassereinlagerungen. Die Sommerhitze hat wahrscheinlich ihr übriges dazu beigetragen. Nun sehen meine Füße wie die eines Jungelefanten aus und die Sprunggelenke sind nur noch im Ansatz zu erkennen. Auch die Hände hat es etwas erwischt, insgesamt ist das aber alles erträglich.
Die Waage zeigt nun stolze +14 kg an und entsprechend behäbig fühle ich mich. Der Bauumfang hielt sich konstant bei 105 cm.
Mein Mann hat es endlich geschafft seine Kliniktasche (zumindest in Ansätzen) zu packen. Somit sind wir jetzt bereit für den Geburtsstart. Da ich von Wehen allerdings noch so gar nichts merke, werden wir uns wohl noch etwas gedulden müssen.
Ich bin nicht ganz sicher, ob es die ersten Senkwehen waren, die ich in der 36. Woche gespürt habe oder ob es einfach an der reduzierten Magnesiumdosis lag, dass es etwas im Unterleib gezogen hat. Ansonsten habe ich mit leichten Kopfschmerzen zu kämpfen.
Außerdem stand der vorerst letzte Termin bei der Fauenärztin an, weil sie erstmal für drei Wochen in den Urlaub geht. Es gab keine Auffälligkeiten. Ich erkundigte mich noch nach möglichen Vertretungsärzten und dann konnte ich die Praxis schon wieder verlassen. Mal sehen ob wir uns vor der Geburt nochmal sehen.
Bei 36+1 habe ich mit der geburtsvorbereitenden Akupunktur angefangen. Da es meine zweite Geburt ist, gehe ich zwar ohnehin davon aus, dass sie nicht allzu lang dauern wird, wenn die zweite Phase durch die regelmäßige Nadelaktion noch etwas verkürzt wird, habe ich aber natürlich auch nichts dagegen.
Zur dritten Dopplerkontrolle war ich nochmal im Krankenhaus. Diesmal hatte der Chefarzt Dienst bei der Intensivschwangerenberatung. Mit meinem Wunsch, den Doppler nur an Nabelschnur und Plazenta durchzuführen konnte er nicht mitgehen. Er erklärte mir es sei veraltet, dass man bei diesbezüglich normalen Werten von einer ordnungsgemäßen Funktonalität ausgehen könne. Ich ließ mich überzeugen und so dopplerte er vollumfänglich. Die Plazentaverkalkung ist nun zwar zum dritten Grad fortgeschritten, aber das sei in dem Schwangerschaftsstadium ok meinte er. Der Doppler war komplett unauffällig. Somit können wir die letzten Wochen in Ruhe angehen und es muss nicht zum errechneten Termin oder eher eingeleitet werden. Selbst zu einer erneuten Kontrolle muss ich nicht mehr vorbei kommen. Der Doc meinte, wir sehen uns dann erst zur Geburt wieder.
39. Woche
Lange bin ich davon verschont geblieben, aber nun sind sie da, die Wassereinlagerungen. Die Sommerhitze hat wahrscheinlich ihr übriges dazu beigetragen. Nun sehen meine Füße wie die eines Jungelefanten aus und die Sprunggelenke sind nur noch im Ansatz zu erkennen. Auch die Hände hat es etwas erwischt, insgesamt ist das aber alles erträglich.
Die Waage zeigt nun stolze +14 kg an und entsprechend behäbig fühle ich mich. Der Bauumfang hielt sich konstant bei 105 cm.
Mein Mann hat es endlich geschafft seine Kliniktasche (zumindest in Ansätzen) zu packen. Somit sind wir jetzt bereit für den Geburtsstart. Da ich von Wehen allerdings noch so gar nichts merke, werden wir uns wohl noch etwas gedulden müssen.
Mittwoch, 29. Juni 2016
35+0
Kaum zu glauben, heute bricht die 36. Woche an und damit rückt der Entbindungstermin nun doch langsam in greifbare Nähe.
Vor ein paar Tagen war ich zum Kontrolldoppler in der Klinik. Diesmal war eine andere Ärztin da, schon etwas älter und sehr erfahren. Auf meine Aussage hin, dass ich eine Bitte an sie habe, dachte sie zunächst sie solle das Geschlecht nicht verraten. Dass wir dieses aber schon gern wüssten und bis zu diesem Tag ahnungslos seien, hatte ich schnell richtig gestellt. Vielmehr bat ich sie das Kind selbst nicht zu dopplern, sondern nur meine Gefäße und die Nabelschnur. Sie sagte, dass es überhaupt kein Problem sei. Wenn die Werte soweit in Ordnung seien, wäre das auch gar nicht nötig.
Zunächst wurde das Geschlecht bestimmt. Sie konnte es sofort mit großer Sicherheit erkennen. Wir sind nun also im Bilde. Auch wenn wir mittlerweile alle Anschaffungen in neutralen Töne getätigt haben. Vermutlich hätten wir das aber so oder so nicht anders gemacht, weil ich diese Rosa- und Hellblau-Klischees nicht mag.
Beim Dopplern sah alles gut aus. Die Versorgung ist einwandfrei. Sie hat mir die Verkalkung gezeigt und ich konnte sie deutlich erkennen. Zum Glück ist sie aber nicht vorangeschritten und da ich eine recht große Plazenta habe, meinte die Ärztin, dass diese die Unterfunktion einzelner Abschnitte gut ausgleichen kann.
In drei Wochen soll ich noch einmal zur Kontrolle kommen und dann wird evt. bereits festgelegt, ob wir theoretisch noch über den Termin gehen können falls sich das Kindchen etwas mehr Zeit lässt oder ob dann eingeleitet werden muss.
Vorgestern stattete ich auch meiner Frauenärztin noch einen Besuch ab. Sie hat ein neues CTG, total modern, bei dem man die Kurve direkt auf dem Monitor beobachten kann. Es ist auch deutlich leiser als das Alte. Da das Kindchen die ganze Nacht wach war, wollte es am Morgen wohl eher schlafen und war deshalb ziemlich ruhig. Zum Schluss habe ich noch einen Schein für den Krankentransport bekommen, falls wir diesen in den nächsten Wochen benötigen. Da dieser aber das nächstgelegene Krankenhaus anfährt, werden wir ihn wirklich nur in Anspruch nehmen, wenn es nicht anders geht.
Und zum Abschluss heute noch ein paar Fakten:
Vor ein paar Tagen war ich zum Kontrolldoppler in der Klinik. Diesmal war eine andere Ärztin da, schon etwas älter und sehr erfahren. Auf meine Aussage hin, dass ich eine Bitte an sie habe, dachte sie zunächst sie solle das Geschlecht nicht verraten. Dass wir dieses aber schon gern wüssten und bis zu diesem Tag ahnungslos seien, hatte ich schnell richtig gestellt. Vielmehr bat ich sie das Kind selbst nicht zu dopplern, sondern nur meine Gefäße und die Nabelschnur. Sie sagte, dass es überhaupt kein Problem sei. Wenn die Werte soweit in Ordnung seien, wäre das auch gar nicht nötig.
Zunächst wurde das Geschlecht bestimmt. Sie konnte es sofort mit großer Sicherheit erkennen. Wir sind nun also im Bilde. Auch wenn wir mittlerweile alle Anschaffungen in neutralen Töne getätigt haben. Vermutlich hätten wir das aber so oder so nicht anders gemacht, weil ich diese Rosa- und Hellblau-Klischees nicht mag.
Beim Dopplern sah alles gut aus. Die Versorgung ist einwandfrei. Sie hat mir die Verkalkung gezeigt und ich konnte sie deutlich erkennen. Zum Glück ist sie aber nicht vorangeschritten und da ich eine recht große Plazenta habe, meinte die Ärztin, dass diese die Unterfunktion einzelner Abschnitte gut ausgleichen kann.
In drei Wochen soll ich noch einmal zur Kontrolle kommen und dann wird evt. bereits festgelegt, ob wir theoretisch noch über den Termin gehen können falls sich das Kindchen etwas mehr Zeit lässt oder ob dann eingeleitet werden muss.
Vorgestern stattete ich auch meiner Frauenärztin noch einen Besuch ab. Sie hat ein neues CTG, total modern, bei dem man die Kurve direkt auf dem Monitor beobachten kann. Es ist auch deutlich leiser als das Alte. Da das Kindchen die ganze Nacht wach war, wollte es am Morgen wohl eher schlafen und war deshalb ziemlich ruhig. Zum Schluss habe ich noch einen Schein für den Krankentransport bekommen, falls wir diesen in den nächsten Wochen benötigen. Da dieser aber das nächstgelegene Krankenhaus anfährt, werden wir ihn wirklich nur in Anspruch nehmen, wenn es nicht anders geht.
Und zum Abschluss heute noch ein paar Fakten:
- Bauchumfang:
105 cm - Gewichtszunahme:
10 kg (die Waage beim Arzt behauptet allerdings es seien 11,5 kg) - Wehwehchen:
nachts-manchmal Rückenschmerzen, tagsüber-Kurzatmigkeit, leicht geschwollene Finger - Anschaffungen:
Bis auf das Kinderbett und die Matratze sind alle notwendigen Dinge schon im Haus, wenn auch noch nicht vollständig einsatzbereit. - Kliniktasche:
Zumindest mit meinen Sachen endlich gepackt. - Gemütszustand:
Gut; ich habe momentan aber wenig Antrieb und lasse den Haushalt und andere Dinge, die ich mir vorgenommen habe, etwas schleifen.
Dienstag, 21. Juni 2016
Erstausstattung - Teil 4 - Textilien
Mit der Erstausstattung ist es so eine Sache. Es gibt unzählige vermeintlich sinnvolle Dinge von X-Anbietern in Y-Preisklassen.
Vorwort: Mit zunehendem Alter werde ich immer mehr zur Ökotante und jetzt, da es um den Schutz eines kleinen Wesens geht, bin ich sehr bedacht, nur gesundheitsverträgliche Ware zu kaufen. Die Auswertungen der Stiftung Öko-Test sind daher meine liebste Recherchegrundlage. Weil vieles aber noch nicht getestet ist, durchforsche ich akribisch alle anderen Quellen die sich bieten. Das nimmt natürlich eine Menge Zeit in Anspruch, aber dank des Beschäftigungsverbots habe ich diese zum Glück.
Zunächst stellte sich mir die Frage, was von dem Überangebot benötigen wir tatsächlich? Hierzu habe ich in diversen Foren und Blogs gestöbert und letztlich meine >>eigene Checkliste<< erstellt.
Vorwort: Mit zunehendem Alter werde ich immer mehr zur Ökotante und jetzt, da es um den Schutz eines kleinen Wesens geht, bin ich sehr bedacht, nur gesundheitsverträgliche Ware zu kaufen. Die Auswertungen der Stiftung Öko-Test sind daher meine liebste Recherchegrundlage. Weil vieles aber noch nicht getestet ist, durchforsche ich akribisch alle anderen Quellen die sich bieten. Das nimmt natürlich eine Menge Zeit in Anspruch, aber dank des Beschäftigungsverbots habe ich diese zum Glück.
Zunächst stellte sich mir die Frage, was von dem Überangebot benötigen wir tatsächlich? Hierzu habe ich in diversen Foren und Blogs gestöbert und letztlich meine >>eigene Checkliste<< erstellt.
- Bekleidung
- Langarmbodies sind mein Mittel der Wahl, auch die Hebamme hat bestätigt, dass trotz Sommerbaby diese am besten geeignet sind. Vor allem der Schutz der Haut spielt dabei eine entscheidende Rolle. Hinsichtlich der Anzahl war ich lange unentschlossen. Oft lese ich, dass je vier Lang- und Kurzarmbodies empfohlen werden. Da Kurzarm für uns aber entfällt und meine Hebamme meinte, drei Stück reichen für den Anfang völlig aus, habe ich mich für fünf Stück in der Größe 50/56 entschieden, schließlich sollen Diese zu Beginn auch als Schlafanzug dienen.
- Ich habe deshalb auch erstmal nur einen Schlafanzug bestellt.
- Zudem wurde mir ein Pucksack empfohlen, der als Kleidungsstück und Schlafsack genutzt werden kann.
- Für die Kopfbedeckung sollte in den ersten Monaten immer gesorgt sein. Deshalb kaufe ich zwei dünne Häubchen in Größe 50/56, die aufgrund des Materials auch für warme Sommertage gut geeignet sein sollten.
- Zum Wärmen der Beine und Füße, dienen zwei Paar Woll-Socken mit langem Schaft auch in Größe 50/56.
- Da mich der Nestbautrieb nun auch erreicht hat, habe ich zusätzlich drei Strampler in der Größe 50/56 bestellt. Ursprünglich wollte ich zunächst auf die Anschaffung verzichten, da sie bei Bedarf schnell nachgekauft hätten werden können.
- Natürlich sind die Bio-Klamotten weniger farbenfroh und in den Augen einiger dadurch vielleicht auch weniger niedlich. Dafür aber deutlich weniger bzw. gar nicht durch Chemikalien belastet, die zu Allergien, Hautreizungen oder Krebs führen können.
- sonstige Textilien
- Mullwindeln (15 Stück)
- Badetuch
- Kuscheldecke
- Schlafplatz
- Zusätzlich zu dem oben genannten Pucksack habe ich zwei Schlafsäcke besorgt. Die Hebamme und Erfahrungen im Bekanntenkreis haben mich bestärkt, ein System zu wählen, bei dem die Arme des Kindes nah am Körper "fixiert" werden können. Die Babys sollen dadurch ruhiger und somit länger schlafen.
- Drei Spannbettlaken die sowohl für das Bett als auch für die zweite Schlafgelegenheit, das Laufgitter (für welches wir uns als sichere Ablagemöglichkeit für das Wohnzimmer doch noch entschieden haben, obwohl es auf der ursprünglichen Listen nicht drauf war) geeignet sein sollten.
- Wickelplatz
- Den Aufsatz haben wir anfertigen lassen, so dass er wunderbar auf unseren Waschtisch im Badezimmer passt.
- eine Wickelauflage
- 12 Waschlappen statt Feuchttücher
- Zunächst starten wir mit drei Packungen Einwegwindeln, da sich mein Mann noch nicht für ein Stoffsystem begeistern kann.
Dienstag, 7. Juni 2016
Sorgen der 31. und 32. Woche
Zurzeit bin ich ziemlich schreibfaul. Um das Geschehen der letzten Wochen dennoch zu Papier zu bringen, muss ich mir sogar schon den Mutterpass zu Hilfe nehmen, ansonsten lassen sich die Daten nur noch schwer in Erinnerung bringen.
In der 31. Woche hatten wir den verschobenen Termin für den dritten großen Ultraschall. Da dieser mit der Arbeitsplanung meines Mannes gut korrespondierte, konnte er diesmal wieder dabei sein. Zunächst war ich wie gewohnt eine halbe Stunde am CTG angeschlossen bevor es nach kurzer Wartezeit zur Ärztin ging. Die kindliche Entwicklung sah wunderbar und zeitgerecht aus. Mit 1593g hatten wir nun bereits ein (Schätz)gewicht erreicht, bei dem eine natürliche Geburt auch in diesem frühen Stadium machbar wäre. Auch erfreulich war, dass der Krümel sich nunmehr in die Schädellage begeben hatte. Nach Auskunft der Ärztin sei nochmaliges Drehen in die Beckenendlage (wie in der 25. Woche geschehen) nun eher unwahrscheinlich.
Das alles schien aber mal wieder zu schön um wahr zu sein und so kam zum Schluss noch eine unangenehme Nachricht: Plazentaverkalkung zweiten Grades. Frau Doktor meinte es sei ihr noch etwas früh dafür und so wollte sie uns lieber zur Doppleruntersuchung überweisen. Nun sind wir bekanntermaßen keine Freunde des Dopplers und hatten es bisher stets vermieden diesen machen zu lassen. Aber da das der einzige Weg ist um sicherzustellen, dass das Kind weiterhin optimal versorgt wird, mussten wir wohl in den sauren Apfel beißen.
Nach dieser Nachricht waren wir erstmal ziemlich niedergeschlagen. In meinem Kopf entstanden bereits diverse Szenarien was passieren würde, wenn es dadurch zu einer Frühgeburt kommen müsste und ob die Ärzte hoffentlich den optimalen Zeitpunkt für den "Ausstieg" aus der Schwangerschaft finden würden. Nach etwas g**gelei, der auch ich mich diesmal nicht verschließen konnte, hatten wir uns aber wieder beruhigt, denn so ungewöhnlich schien die Verkalkung in diesem Stadium der Schwangerschaft doch gar nicht zu sein.
Wir entschieden uns einen Termin zur Intensivschwangerenberatung in dem Krankenhaus zu vereinbaren, in dem ich auch entbinden wollte. Und bekamen diesen auch bereits eine Woche später. Ich rechnete damit, dass das Ganze nach einer halben Stunde erledigt wäre, aber weit gefehlt. Zunächst war wieder CTG angesagt. Nach 45 Minuten hatte ich diese erste Etappe geschafft und wir füllten gemeinsam mit einer Hebamme den Anamnesebogen aus, der auch gleichzeitig für die Geburt dienen wird. Danach hieß es nochmal kurz warten, bevor uns die Ärztin in den Untersuchungsraum bat. Sie schallte das Kind und dopplerte dann meine Gefäße und die Nabelschnur bevor sie begann auch die Blutgefäße im Kopf des Kindes zu dopplern. Gerade das wollten wir immer nicht. Irgendwie waren mein Mann und ich aber so überumpelt von der Situation, dass wir nicht gesagt haben, dass wir das nicht möchten. Im Nachhinein ärgern wir uns nun schwarz darüber und malen uns die schlimmsten Szenarien aus, die diese Untersuchung auf die Entwicklung haben könnte. Richtig ärgerlich war zudem, dass es sich um eine Assistenzärztin handelte, die sich schwer damit tat eines der Gefäße richtig einzufangen und deshalb mehrfach herumprobierte, bis die zwischenzeitlich hinzugekommene Fachärztin meinte, sie gehe selber mal an das Gerät, weil diese Stelle immer etwas schwierig sei.
Das positive Ergebnis, dass die Plazenta weiterhin wunderbar funktioniert und das Kindchen prima versorgt wird, konnte uns dadurch auch nicht mehr so richtig glücklich stimmen. Für Ende Juni habe ich noch einen weiteren Termin bekommen, in dem dann wieder geschaut werden soll wie sich die Versorgungslage darstellt. Momentan habe ich darauf so gar keine Lust, zumindest müssen wir mit unseren Ansagen dann konsequenter sein. Es bringt schließlich alles nichts, wenn man sich hinterher deswegen die Nerven aufreibt.
In der 31. Woche hatten wir den verschobenen Termin für den dritten großen Ultraschall. Da dieser mit der Arbeitsplanung meines Mannes gut korrespondierte, konnte er diesmal wieder dabei sein. Zunächst war ich wie gewohnt eine halbe Stunde am CTG angeschlossen bevor es nach kurzer Wartezeit zur Ärztin ging. Die kindliche Entwicklung sah wunderbar und zeitgerecht aus. Mit 1593g hatten wir nun bereits ein (Schätz)gewicht erreicht, bei dem eine natürliche Geburt auch in diesem frühen Stadium machbar wäre. Auch erfreulich war, dass der Krümel sich nunmehr in die Schädellage begeben hatte. Nach Auskunft der Ärztin sei nochmaliges Drehen in die Beckenendlage (wie in der 25. Woche geschehen) nun eher unwahrscheinlich.
Das alles schien aber mal wieder zu schön um wahr zu sein und so kam zum Schluss noch eine unangenehme Nachricht: Plazentaverkalkung zweiten Grades. Frau Doktor meinte es sei ihr noch etwas früh dafür und so wollte sie uns lieber zur Doppleruntersuchung überweisen. Nun sind wir bekanntermaßen keine Freunde des Dopplers und hatten es bisher stets vermieden diesen machen zu lassen. Aber da das der einzige Weg ist um sicherzustellen, dass das Kind weiterhin optimal versorgt wird, mussten wir wohl in den sauren Apfel beißen.
Nach dieser Nachricht waren wir erstmal ziemlich niedergeschlagen. In meinem Kopf entstanden bereits diverse Szenarien was passieren würde, wenn es dadurch zu einer Frühgeburt kommen müsste und ob die Ärzte hoffentlich den optimalen Zeitpunkt für den "Ausstieg" aus der Schwangerschaft finden würden. Nach etwas g**gelei, der auch ich mich diesmal nicht verschließen konnte, hatten wir uns aber wieder beruhigt, denn so ungewöhnlich schien die Verkalkung in diesem Stadium der Schwangerschaft doch gar nicht zu sein.
Wir entschieden uns einen Termin zur Intensivschwangerenberatung in dem Krankenhaus zu vereinbaren, in dem ich auch entbinden wollte. Und bekamen diesen auch bereits eine Woche später. Ich rechnete damit, dass das Ganze nach einer halben Stunde erledigt wäre, aber weit gefehlt. Zunächst war wieder CTG angesagt. Nach 45 Minuten hatte ich diese erste Etappe geschafft und wir füllten gemeinsam mit einer Hebamme den Anamnesebogen aus, der auch gleichzeitig für die Geburt dienen wird. Danach hieß es nochmal kurz warten, bevor uns die Ärztin in den Untersuchungsraum bat. Sie schallte das Kind und dopplerte dann meine Gefäße und die Nabelschnur bevor sie begann auch die Blutgefäße im Kopf des Kindes zu dopplern. Gerade das wollten wir immer nicht. Irgendwie waren mein Mann und ich aber so überumpelt von der Situation, dass wir nicht gesagt haben, dass wir das nicht möchten. Im Nachhinein ärgern wir uns nun schwarz darüber und malen uns die schlimmsten Szenarien aus, die diese Untersuchung auf die Entwicklung haben könnte. Richtig ärgerlich war zudem, dass es sich um eine Assistenzärztin handelte, die sich schwer damit tat eines der Gefäße richtig einzufangen und deshalb mehrfach herumprobierte, bis die zwischenzeitlich hinzugekommene Fachärztin meinte, sie gehe selber mal an das Gerät, weil diese Stelle immer etwas schwierig sei.
Das positive Ergebnis, dass die Plazenta weiterhin wunderbar funktioniert und das Kindchen prima versorgt wird, konnte uns dadurch auch nicht mehr so richtig glücklich stimmen. Für Ende Juni habe ich noch einen weiteren Termin bekommen, in dem dann wieder geschaut werden soll wie sich die Versorgungslage darstellt. Momentan habe ich darauf so gar keine Lust, zumindest müssen wir mit unseren Ansagen dann konsequenter sein. Es bringt schließlich alles nichts, wenn man sich hinterher deswegen die Nerven aufreibt.
Montag, 16. Mai 2016
29. Woche - Die ersten Herztöne
Vier Wochen sind schon wieder vorbei und somit war ich am 12. Mai wieder beim Frauenarzt. Nach Gewichts-, Blutdruck und Urinbestimmung nahm ich auf der Couch beim CTG platz. Wie auch schon bei der letzten Schwangerschaft musste ich einen der CTG-Köpfe halten, damit die Herztöne dauerhaft eingefangen werden konnten. Das ist ein bisschen nervig, weil einerseits die Hand mit der Zeit taub wird und man sich nicht großartig bewegen kann. Wahrscheinlich liegt das an dem etwas antiquierten Gerät.
Dem Kindchen scheinen die eigenen Herztöne nicht sonderlich zu gefallen, es hat sich mehrfach gedreht und gewendet und sich der Aufzeichnung so kurzfristig entzogen. Aber auch das kenne ich bereits vom letzten Mal.
Gegen Ende der Aufzeichnungsphase bekam ich plötzlich totale Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Ohrensausen, weshalb ich mich in die Liegeposition begeben musste. Kurz darauf schaute die Schwester nach mir, gab mir daraufhin etwas Wasser und maß den Blutdruck. Mit 100/60 war dieser erwartungsgemäß etwas schwach.
Glücklicherweise konnte ich liegen bleiben und musste nicht mehr lange warten, bis ich zur Ärztin durfte. Sie meinte das CTG war super, aber den großen Ultraschall wollte sie aufgrund meiner Kreislaufschwäche lieber auf den nächsten Termin verschieben. Deshalb nahm sie mir nur schnell Blut für die Toxo- und CMV-Bestimmung ab. Danach ging es kurz auf die Liege wo mittels Ultraschall Herz und Gehirn begutachtet wurden. Außerdem gibt es nun eine etwas sicherere Prognose bezüglich des Geschlechts. :-)
In anderthalb Wochen habe ich den nächsten Termin und dann wird das Kindchen wieder rundum vermessen.
Den Rest des Tages verbrachte ich dann dösend auf der Couch, denn auch permanentes Trinken brachte mich nicht richtig wieder auf die Beine.
Dem Kindchen scheinen die eigenen Herztöne nicht sonderlich zu gefallen, es hat sich mehrfach gedreht und gewendet und sich der Aufzeichnung so kurzfristig entzogen. Aber auch das kenne ich bereits vom letzten Mal.
Gegen Ende der Aufzeichnungsphase bekam ich plötzlich totale Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Ohrensausen, weshalb ich mich in die Liegeposition begeben musste. Kurz darauf schaute die Schwester nach mir, gab mir daraufhin etwas Wasser und maß den Blutdruck. Mit 100/60 war dieser erwartungsgemäß etwas schwach.
Glücklicherweise konnte ich liegen bleiben und musste nicht mehr lange warten, bis ich zur Ärztin durfte. Sie meinte das CTG war super, aber den großen Ultraschall wollte sie aufgrund meiner Kreislaufschwäche lieber auf den nächsten Termin verschieben. Deshalb nahm sie mir nur schnell Blut für die Toxo- und CMV-Bestimmung ab. Danach ging es kurz auf die Liege wo mittels Ultraschall Herz und Gehirn begutachtet wurden. Außerdem gibt es nun eine etwas sicherere Prognose bezüglich des Geschlechts. :-)
In anderthalb Wochen habe ich den nächsten Termin und dann wird das Kindchen wieder rundum vermessen.
Den Rest des Tages verbrachte ich dann dösend auf der Couch, denn auch permanentes Trinken brachte mich nicht richtig wieder auf die Beine.
Mittwoch, 11. Mai 2016
Elterngeldberatung
Es ist schon ein paar Tage her, als wir uns zum Elterngeld haben beraten lassen. Im Vorfeld hatten wir uns einige Fragen überlegt, die sich vor allem aus der Recherche in zwei Broschüren des BMFSFJ ergaben.
Die Beratung war ok, aber nicht überragend. Unsere Fragen konnten großteils beantwortet werden. Nur wenn es um Randthemen wie die Berücksichtigung bei der Rente, Arbeitslosenversicherung etc. ging, musste die Dame passen. Wir bekamen auch das Angebot, dass sie uns mal eine erste Hochrechnung erstellt, wenn wir genau wissen wann wer in Elternzeit geht. Darauf werden wir aber wahrscheinlich verzichten, denn es ist hin wie her, die Höhe des Elterngeldes ist beschränkt auf 14 Monate, wir wollen aber insgesamt 20 Monate für das Würmchen da sein.
Momentan ist der Plan, dass ich 12 Monate daheim bleibe und hierfür den Elterngeldanspruch nutze. Mein Mann wird acht Monate Elternzeit bei seinem Arbeitgeber beantragen, wovon wir einem Monat (Juli 2017) gemeinsam verbringen werden. Meinen Resturlaub von diesem Jahr werde ich dann im August 2017 nehmen und so haben wir nochmal vier Wochen in denen wir gemeinsam verreisen können.
Wir werden uns wahrscheinlich während der gesamten Bezugsdauer des Elterngeldes für die Auszahlung in vollen Monatsbeiträgen entscheiden und dann selbst mit dem Geld haushalten, anstatt es von der Elterngeldstelle für uns verwahren zu lassen.
Die Beratung war ok, aber nicht überragend. Unsere Fragen konnten großteils beantwortet werden. Nur wenn es um Randthemen wie die Berücksichtigung bei der Rente, Arbeitslosenversicherung etc. ging, musste die Dame passen. Wir bekamen auch das Angebot, dass sie uns mal eine erste Hochrechnung erstellt, wenn wir genau wissen wann wer in Elternzeit geht. Darauf werden wir aber wahrscheinlich verzichten, denn es ist hin wie her, die Höhe des Elterngeldes ist beschränkt auf 14 Monate, wir wollen aber insgesamt 20 Monate für das Würmchen da sein.
Momentan ist der Plan, dass ich 12 Monate daheim bleibe und hierfür den Elterngeldanspruch nutze. Mein Mann wird acht Monate Elternzeit bei seinem Arbeitgeber beantragen, wovon wir einem Monat (Juli 2017) gemeinsam verbringen werden. Meinen Resturlaub von diesem Jahr werde ich dann im August 2017 nehmen und so haben wir nochmal vier Wochen in denen wir gemeinsam verreisen können.
Wir werden uns wahrscheinlich während der gesamten Bezugsdauer des Elterngeldes für die Auszahlung in vollen Monatsbeiträgen entscheiden und dann selbst mit dem Geld haushalten, anstatt es von der Elterngeldstelle für uns verwahren zu lassen.
Montag, 9. Mai 2016
Erstausstattung - Teil 3 - Möbel
Zunächst werden wir nur eine Schlafgelegenheit für unser Kind anschaffen. Da das Kleine die erste Zeit (zwischen sechs und zwölf Monaten) bei uns im Schlafzimmer schlafen soll, ist ein komplett eingerichtetes Kinderzimmer noch nicht vonnöten.
Trotzdem haben wir diverse Kataloge gewälzt, Dekorproben bestellt und Stiftung Ökotest zu diversen Anbietern zurate gezogen. Gerade mein ursprünglicher Favorit hat sich aber scheinbar das Ökomäntelchen nur übergehangen, denn bei verschiedenen Tests schneidet er im Bereich Schadstoffbelastung schlecht ab. Der Preis, der für diese Möbel aufgerufen wird ist daher aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt, denn wer weiß ob nicht auch in nicht getesteten Möbelstücken entsprechende Stoffe enthalten sind.
Wir haben uns deshalb für einen anderen Hersteller entschieden. Zu diesem haben wir zumindest keine negativen Tests gefunden und die Möbelserie ist so umfangreich, dass wir viel flexibler beim Einrichten sein können. Mit der Nachkaufgarantie von fünf Jahren sind wir zudem auf der sicheren Seite.
Mitte Mai wollen wir mit den ersten Bestellungen beginnen und dann werden wir neben dem Bett auch die Matratze ordern, damit alles noch etwas auslüften kann, bevor der kleine Bewohner einzieht.
Trotzdem haben wir diverse Kataloge gewälzt, Dekorproben bestellt und Stiftung Ökotest zu diversen Anbietern zurate gezogen. Gerade mein ursprünglicher Favorit hat sich aber scheinbar das Ökomäntelchen nur übergehangen, denn bei verschiedenen Tests schneidet er im Bereich Schadstoffbelastung schlecht ab. Der Preis, der für diese Möbel aufgerufen wird ist daher aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt, denn wer weiß ob nicht auch in nicht getesteten Möbelstücken entsprechende Stoffe enthalten sind.
Wir haben uns deshalb für einen anderen Hersteller entschieden. Zu diesem haben wir zumindest keine negativen Tests gefunden und die Möbelserie ist so umfangreich, dass wir viel flexibler beim Einrichten sein können. Mit der Nachkaufgarantie von fünf Jahren sind wir zudem auf der sicheren Seite.
Mitte Mai wollen wir mit den ersten Bestellungen beginnen und dann werden wir neben dem Bett auch die Matratze ordern, damit alles noch etwas auslüften kann, bevor der kleine Bewohner einzieht.
Mittwoch, 4. Mai 2016
Namensfindung
Da wir das Geschlecht unseres Kindes noch immer nicht wissen, müssen wir uns langsam etwas intensiver mit der Findung des Namens für ein Mädchen und einen Jungen befassen.
In unserem Umfeld hat jeder so seine eigene Geschlechtertheorie. Die Hebamme meinte, wenn sie sich mein Gesicht so anschaut würde sie auf einen Jungen tippen. Meine Mutter und eine gute Freundin sind der Meinung mein Bauch würde auf ein Mädchen hindeuten. Auch meine Frauenärztin tippt auf ein Mädchen allerdings nicht aufgrund der Bauchform, sondern wegen des Umstandes, dass das Geschlecht durch das Würmchen bisher immer versteckt gehalten wurde. Für meinen Mann und mich sind all´ diese Theorien etwas absonderlich. Wir gehen momentan davon aus, dass wir erst zur Geburt erfahren werden welcher Name zum Einsatz kommt.
Wobei die Namensentscheidung auch noch nicht getroffen ist. Für einen Jungen ist es etwas einfacher. Seit Jahren haben wir einen Favoriten. Dieser ist nur etwas in den Hintergrund gerückt, weil dummerweise der Name der Straße in der wir wohnen diesen Vornamen enthält. Also hat mein Mann noch eine Alternative (seinen neuen Favoriten) auserkoren. Ich finde sie auch gut, aber sie ist eben nur mein Platz zwei.
Bei den Mädchennamen stehen aktuell drei Varianten zur Wahl. Wobei der Favorit meines Mannes nur meine Nummer drei ist und meine Nummern eins und zwei für ihn auch gut, aber eben nur gut sind. Selbst ich bin derzeit zwischen meinen Nummern eins und zwei nicht ganz schlüssig und so bleibt es kompliziert. So wie es sich aktuell anfühlt werden wir wohl noch bis zur Geburt brauchen, um uns zu entscheiden.
In unserem Umfeld hat jeder so seine eigene Geschlechtertheorie. Die Hebamme meinte, wenn sie sich mein Gesicht so anschaut würde sie auf einen Jungen tippen. Meine Mutter und eine gute Freundin sind der Meinung mein Bauch würde auf ein Mädchen hindeuten. Auch meine Frauenärztin tippt auf ein Mädchen allerdings nicht aufgrund der Bauchform, sondern wegen des Umstandes, dass das Geschlecht durch das Würmchen bisher immer versteckt gehalten wurde. Für meinen Mann und mich sind all´ diese Theorien etwas absonderlich. Wir gehen momentan davon aus, dass wir erst zur Geburt erfahren werden welcher Name zum Einsatz kommt.
Wobei die Namensentscheidung auch noch nicht getroffen ist. Für einen Jungen ist es etwas einfacher. Seit Jahren haben wir einen Favoriten. Dieser ist nur etwas in den Hintergrund gerückt, weil dummerweise der Name der Straße in der wir wohnen diesen Vornamen enthält. Also hat mein Mann noch eine Alternative (seinen neuen Favoriten) auserkoren. Ich finde sie auch gut, aber sie ist eben nur mein Platz zwei.
Bei den Mädchennamen stehen aktuell drei Varianten zur Wahl. Wobei der Favorit meines Mannes nur meine Nummer drei ist und meine Nummern eins und zwei für ihn auch gut, aber eben nur gut sind. Selbst ich bin derzeit zwischen meinen Nummern eins und zwei nicht ganz schlüssig und so bleibt es kompliziert. So wie es sich aktuell anfühlt werden wir wohl noch bis zur Geburt brauchen, um uns zu entscheiden.
Montag, 2. Mai 2016
22. bis 27. Woche
In den letzten Wochen habe ich wenig geschrieben, weil es so richtig Spannendes gar nicht zu berichten gab. Seit die Halbzeit geschafft ist, scheinen die Wochen nur so zu verfliegen. Ein Grund dafür sind diverse Sortier- und Aufräumaktionen, die ich mir schon lange vorgenommen, während der Arbeit aber nie Muße dazu hatte. Außerdem habe ich vor vier Wochen mit einem Vorbereitungskurs für das Cambridge Certificate in Advanced English angefangen. Auch dafür blieb bisher nie Zeit. Neben dem wöchentlichen Kurs muss ich daheim einiges tun, denn Sprachen lernen war nie meine Stärke und schließlich will ich den Test bestehen. Dieser ist zwar erst im Dezember, so viel Zeit wie jetzt werde ich aber wohl im zweiten Semester nicht haben.
Nun zu den Baby-Themen. Das Ergebnis des Bluttests von meinem Allgemeinarzt stand noch aus. Telefonisch informierte er mich, dass ich zu wenig rote Blutkörperchen hätte und am besten einmal täglich ein Eisenpräparat zu mir nehmen soll. Dieses hatte ich von meiner Frauenärztin bereits vorsorglich verschrieben bekommen und musste somit nur noch mit der Einnahme starten. Ansonsten waren die Laborergebnisse völlig in Ordnung.
Auch unser zweites Treffen mit der Hebamme fand statt. Zu meinem zeitweisen Herzrasen meinte sie, es könne auch mit dem Herzschlag des Kindes zusammenhängen, da man diesen während des zweiten Trimesters teilweise deutlich spürt. Des Weiteren sprachen wir kurz über die Auswahl der Geburtsklinik. Aufgrund des deutlich besseren Stillmanagements empfahl sie uns das KH 2 dem KH 3 vorzuziehen. Anschließend stellte sie uns noch ein Tragetuch und ein Tragesystem vor, so dass wir uns einen ersten Eindruck verschaffen konnten. Wir wollen nämlich unbedingt viel tragen. Momentan bevorzugen wir das Tragesystem. Das hat zwar den Nachteil, dass wir es erst nutzen können, wenn das Würmchen ein paar Wochen alt ist, aber wir werden in der ersten Zeit einfach den Kinderwagen vermehrt zum Einsatz bringen.
Körperlich ging es mir die letzten Wochen ziemlich gut.
Nun zu den Baby-Themen. Das Ergebnis des Bluttests von meinem Allgemeinarzt stand noch aus. Telefonisch informierte er mich, dass ich zu wenig rote Blutkörperchen hätte und am besten einmal täglich ein Eisenpräparat zu mir nehmen soll. Dieses hatte ich von meiner Frauenärztin bereits vorsorglich verschrieben bekommen und musste somit nur noch mit der Einnahme starten. Ansonsten waren die Laborergebnisse völlig in Ordnung.
Auch unser zweites Treffen mit der Hebamme fand statt. Zu meinem zeitweisen Herzrasen meinte sie, es könne auch mit dem Herzschlag des Kindes zusammenhängen, da man diesen während des zweiten Trimesters teilweise deutlich spürt. Des Weiteren sprachen wir kurz über die Auswahl der Geburtsklinik. Aufgrund des deutlich besseren Stillmanagements empfahl sie uns das KH 2 dem KH 3 vorzuziehen. Anschließend stellte sie uns noch ein Tragetuch und ein Tragesystem vor, so dass wir uns einen ersten Eindruck verschaffen konnten. Wir wollen nämlich unbedingt viel tragen. Momentan bevorzugen wir das Tragesystem. Das hat zwar den Nachteil, dass wir es erst nutzen können, wenn das Würmchen ein paar Wochen alt ist, aber wir werden in der ersten Zeit einfach den Kinderwagen vermehrt zum Einsatz bringen.
Körperlich ging es mir die letzten Wochen ziemlich gut.
- Ab und zu habe/hatte ich leichte Rückenschmerzen, die hatte ich an genau der selben Stelle aber auch schon vor der Schwangerschaft.
- Das Ziehen im Unterleib hat sich fast vollständig verflüchtigt, wahrscheinlich trägt die erhöhte Magnesiumdosis dazu bei.
- An Durchschlafen ist nachts aufgrund des obligatorischen Badbesuchs zwar nicht zu denken, aber mit den neuen Liegepositionen habe ich mich gut arrangiert. Die zweite Nachthälfte verbringe ich dann zumeist im Gästezimmer, weil ich immer etwas Zeit benötige, um wieder in den Schlaf zu finden. Ein Buch oder englische Podcasts helfen aber ganz gut und glücklicherweise muss ich morgens zu keiner bestimmten Zeit aufstehen. So ist alles recht entspannt.
- In Sachen Essen verspüre ich einen enormen Heißhunger auf alles Schokoladige, ersatzweise auch anderen Süßkram. Während ich früher nur ganz selten zu Schokolade gegriffen habe, ist mir aktuell jede Form in rauen Mengen recht. Im Sinne der Gesundheit versuche ich mich zwar einzuschränken, aber wenn die Sachen im Haus sind fällt das durchaus schwer.
- Bis heute habe ich fünf Kilogramm seit Beginn der Schwangerschaft zugenommen und bin mit der Gewichtsentwicklung ganz zufrieden.
Mittwoch, 20. April 2016
Klinikcheck
Wo entbinden? Diese Frage stellt sich uns bereits eine ganze Weile und wir müssen langsam eine Entscheidung treffen. Das Krankenhaus indem ich das letzte Mal war, war super und hat auch einen guten Ruf. Aber eigentlich soll diesmal alles anders werden und deshalb auch eine andere Klinik her.
In der Nachbargroßstadt gibt es drei Alternativen, welche eine Kinderklinik beinhalten und noch diverse andere ohne eine solche Station. Nummer eins, der Platzhirsch ist aber keine Option bei einer normalen Geburt, da das Patientenaufkommen dort riesig ist und nur die komplizierten Fälle angemessene Beachtung finden.
Die anderen beiden Krankenhäuser haben wir uns in den letzten Wochen ebenso angeschaut, wie ein weiteres mit sehr gutem Ruf, aber leider ohne Kinderklinik. Hier der Checkliste zur Entscheidungsfindung.
KH 1 (Geburt ab der 34. Woche)
pro:
+ ca. 1.500 Geburten p. a. und damit viel Erfahrung, sehr guter Ruf
+ permanent zwei Hebammen anwesend
+ Kinderklinik direkt im Haus
+ Möglichkeit zur Buchung Familien-, Einzelzimmer, aber nur sofern verfügbar
+ Storchenparkplätze direkt vorm Haus
contra:
- Dusche nicht auf dem Zimmer, sondern auf dem Gang
- Dreibettzimmer bei Kaiserschnitt, Zweibettzimmer bei Spontangeburt
- Toilette nur in einem von drei Kreißsälen integriert und dort auch nur mit Vorhang abgetrennt
- Ausstattung der Kreißsäle bereits etwas antiquiert
- Anfahrt (mind. 30 Minuten) und Parkplatzsuche bei längerer Parkdauer schwierig
- Wohlfühlatmosphäre wollte sich bei der Besichtigung nicht einstellen
Fazit: Wir fühlten uns dort nicht wohl, ausschlaggebend war vor allem die Toilettensituation der Kreißsäle und die teilweise altertümlich anmutende Ausstattung. Warum dort so viel Frauen entbinden (auch uns bekannte) können wir nicht nachvollziehen.
KH 2 (Geburt ab der 34. Woche)
pro:
+ drei Kreißsäle mit moderner Ausstattung inkl. abgetrennter Toilette und Dusche
+ jedes Zimmer mit integrierter Nasszelle
+ Buchung Familienzimmer, sofern verfügbar, Einzelzimmer wird aber scheinbar so gut wie immer möglich gemacht
+ Kinderärzte kommen aus KH 3 und haben damit viel Erfahrung
+ problemlose Anfahrt (ca. 20 Minuten) und Parkmöglichkeiten unkompliziert auf dem Gelände
+ super herzliche Atmosphäre, fast schon familiär (ca. 700 Geburten p.a.)
+ auf natürliche Geburt ohne Hilfsmittel (Schmerzmittel etc.) wird viel Wert gelegt
+ Hüftultraschall bei U2, ggf. auch vor Entlassung bei ambulanter Geburt
+ ambulante Geburt möglich, auch kurzfristige Aufenthaltsverlängerung kein Problem
+ kostenlose Nabelschnurblutspende
contra:
- Kinderarzt nur bis 20:00 Uhr im Haus, danach Rufbereitschaft
- keine Kinderklinik vorhanden, Verlegung in KH 3 u.a. bei stärkeren Atemproblemen mit Baby-Rettungswagen notwendig, aber direkte Mitverlegung der Mutter angestrebt
- Hebammenschlüssel mit einer bis zwei pro Schicht etwas schlechter als in KH 1 dafür aber auch weniger Geburten
Fazit: Wir fanden die Klinik super. Alles machte einen guten Eindruck, das Personal war sehr bemüht und freundlich. Unsere Sorgen bezüglich der fehlenden Kinderklinik konnten durch geduldige Antworten nahezu zerstreut werden.
KH 3 (Geburt ab der 29. Woche)
pro:
+ ca. 1500 p. a. Geburten und damit viel Erfahrung
+ Kinderklinik auf der selben Etage
+ drei Kreißsäle mit moderner Ausstattung inkl. abgetrennter Toilette und Dusche
+ Familienzimmer wird jedem Elternpaar ermöglicht
+ Hüftultraschall bei U2
+ ambulante Geburt möglich, kurzfristige Entscheidung nach der Geburt kein Problem
+ kostenlose Nabelschnurblutspende
+ ständige Anwesenheit von zwei bis drei Hebammen und mehrere Hebammenschüler
+ Storchenparkplatz und Anfahrt direkt bis ans Gebäude, Fahrzeit ca. 25 Minuten
contra:
- Atmosphäre hat uns nicht ganz so überzeugt wie in KH 2, auch wenn sie gut war
Fazit: Negatives konnten wir bei dieser Klinik nicht feststellen. Einzig die Tatsache, dass sie uns emotional nicht ganz so abgeholt hat, wie KH 2 lässt uns derzeit noch überlegen wo wir uns anmelden sollen. Die Wochenbettstation hatten wir uns erst gar nicht angeschaut, weil uns der Kreißsaalbereich bereits überzeugt hat. Auch dort wären wir aber sicher gut aufgehoben.
Wie also nun entscheiden Emotionalität vor Rationalität? Für mich als nicht sonderlich emotionalen Menschen eigentlich keine Frage, wenn da nicht die Hormone wären... :) Im Rennen bleiben jedenfalls nur KH 2 und 3.
In der Nachbargroßstadt gibt es drei Alternativen, welche eine Kinderklinik beinhalten und noch diverse andere ohne eine solche Station. Nummer eins, der Platzhirsch ist aber keine Option bei einer normalen Geburt, da das Patientenaufkommen dort riesig ist und nur die komplizierten Fälle angemessene Beachtung finden.
Die anderen beiden Krankenhäuser haben wir uns in den letzten Wochen ebenso angeschaut, wie ein weiteres mit sehr gutem Ruf, aber leider ohne Kinderklinik. Hier der Checkliste zur Entscheidungsfindung.
KH 1 (Geburt ab der 34. Woche)
pro:
+ ca. 1.500 Geburten p. a. und damit viel Erfahrung, sehr guter Ruf
+ permanent zwei Hebammen anwesend
+ Kinderklinik direkt im Haus
+ Möglichkeit zur Buchung Familien-, Einzelzimmer, aber nur sofern verfügbar
+ Storchenparkplätze direkt vorm Haus
contra:
- Dusche nicht auf dem Zimmer, sondern auf dem Gang
- Dreibettzimmer bei Kaiserschnitt, Zweibettzimmer bei Spontangeburt
- Toilette nur in einem von drei Kreißsälen integriert und dort auch nur mit Vorhang abgetrennt
- Ausstattung der Kreißsäle bereits etwas antiquiert
- Anfahrt (mind. 30 Minuten) und Parkplatzsuche bei längerer Parkdauer schwierig
- Wohlfühlatmosphäre wollte sich bei der Besichtigung nicht einstellen
Fazit: Wir fühlten uns dort nicht wohl, ausschlaggebend war vor allem die Toilettensituation der Kreißsäle und die teilweise altertümlich anmutende Ausstattung. Warum dort so viel Frauen entbinden (auch uns bekannte) können wir nicht nachvollziehen.
KH 2 (Geburt ab der 34. Woche)
pro:
+ drei Kreißsäle mit moderner Ausstattung inkl. abgetrennter Toilette und Dusche
+ jedes Zimmer mit integrierter Nasszelle
+ Buchung Familienzimmer, sofern verfügbar, Einzelzimmer wird aber scheinbar so gut wie immer möglich gemacht
+ Kinderärzte kommen aus KH 3 und haben damit viel Erfahrung
+ problemlose Anfahrt (ca. 20 Minuten) und Parkmöglichkeiten unkompliziert auf dem Gelände
+ super herzliche Atmosphäre, fast schon familiär (ca. 700 Geburten p.a.)
+ auf natürliche Geburt ohne Hilfsmittel (Schmerzmittel etc.) wird viel Wert gelegt
+ Hüftultraschall bei U2, ggf. auch vor Entlassung bei ambulanter Geburt
+ ambulante Geburt möglich, auch kurzfristige Aufenthaltsverlängerung kein Problem
+ kostenlose Nabelschnurblutspende
contra:
- Kinderarzt nur bis 20:00 Uhr im Haus, danach Rufbereitschaft
- keine Kinderklinik vorhanden, Verlegung in KH 3 u.a. bei stärkeren Atemproblemen mit Baby-Rettungswagen notwendig, aber direkte Mitverlegung der Mutter angestrebt
- Hebammenschlüssel mit einer bis zwei pro Schicht etwas schlechter als in KH 1 dafür aber auch weniger Geburten
Fazit: Wir fanden die Klinik super. Alles machte einen guten Eindruck, das Personal war sehr bemüht und freundlich. Unsere Sorgen bezüglich der fehlenden Kinderklinik konnten durch geduldige Antworten nahezu zerstreut werden.
KH 3 (Geburt ab der 29. Woche)
pro:
+ ca. 1500 p. a. Geburten und damit viel Erfahrung
+ Kinderklinik auf der selben Etage
+ drei Kreißsäle mit moderner Ausstattung inkl. abgetrennter Toilette und Dusche
+ Familienzimmer wird jedem Elternpaar ermöglicht
+ Hüftultraschall bei U2
+ ambulante Geburt möglich, kurzfristige Entscheidung nach der Geburt kein Problem
+ kostenlose Nabelschnurblutspende
+ ständige Anwesenheit von zwei bis drei Hebammen und mehrere Hebammenschüler
+ Storchenparkplatz und Anfahrt direkt bis ans Gebäude, Fahrzeit ca. 25 Minuten
contra:
- Atmosphäre hat uns nicht ganz so überzeugt wie in KH 2, auch wenn sie gut war
Fazit: Negatives konnten wir bei dieser Klinik nicht feststellen. Einzig die Tatsache, dass sie uns emotional nicht ganz so abgeholt hat, wie KH 2 lässt uns derzeit noch überlegen wo wir uns anmelden sollen. Die Wochenbettstation hatten wir uns erst gar nicht angeschaut, weil uns der Kreißsaalbereich bereits überzeugt hat. Auch dort wären wir aber sicher gut aufgehoben.
Wie also nun entscheiden Emotionalität vor Rationalität? Für mich als nicht sonderlich emotionalen Menschen eigentlich keine Frage, wenn da nicht die Hormone wären... :) Im Rennen bleiben jedenfalls nur KH 2 und 3.
Donnerstag, 14. April 2016
Große Arztrunde
Heute hatte ich einen Kontrolltermin bei der Frauenärztin und der Zuckertest stand an. Das Getränk an sich fand ich nicht besonders widerlich, aber je länger ich warten musste, um so mehr sehnte ich mich nach etwas Herzhaften. Nach einer Stunde durfte ich endlich in den Untersuchungsraum und berichtete von meinen Wehwehchen. In letzter Zeit habe ich nämlich immer mal starkes/hartes Herzklopfen und dabei etwas Atemnot. Komischerweise tritt das meist im Sitzen auf und nicht, wenn ich mich körperlich angestrengt habe. Um das checken zu lassen, stellte mir Frau Doktor eine Überweisung zum EKG beim Allgemeinarzt aus.
Danach ging es auf die Liege zum Ultraschall mit dem neuen (Test-)Gerät. Neben der Messung des Bauchs ergaben sich auch bei der Sichtung des Fruchtwassers und des Gebärmutterhalses gute Ergebnisse, mit denen die Ärztin total zufrieden war. Der Krümel saß gerade und knabberte am Arm. Das Bild gefiel ihr so gut, dass ich davon gleich ein Paar Ausdrucke mitbekam.
Das nächste Mal darf ich mich in vier Wochen wieder vorstellen. Sie bot mir zwar an bereits in zwei Wochen vorbeikommen zu können, aber so lange ich keine Beschwerden habe, sehe ich dafür keine Notwendigkeit.
Mit der Überweisung in der Hand stiefelte ich direkt ein paar Meter weiter zum Allgemeinarzt, um mir einen Termin für das EKG zu holen. Dort war wie immer die Hölle los und das Wartezimmer brechend voll. Die Arzthelferin erkannte mich sofort (sie ist eine ehemalige Mitschülerin aus meinem Abi Biologe-LK) und bot mir an direkt da zu bleiben. Trotz des großen Patientenaufkommens musste ich gar nicht lange warten und das EKG wurde geschrieben. Zehn Minuten später durfte ich auch schon zum Arzt herein. Beziehungen zahlen sich manchmal ganz gut aus...
Das EKG war unauffällig nur der Ruhepuls etwas hoch, aber noch in der Norm. So richtig ließ sich daraus nichts ableiten, so dass der Doc noch eine Blutuntersuchung zur Bestimmung der Schilddrüsenwerte anordnete. Dafür muss ich in den nächsten Tagen nochmal vorbeischauen.
Da sich im selben Haus eine Kinderärztin befindet schneite ich dort direkt mal rein, um zu fragen ob sie uns für die U2 annehmen würden. Aufgrund meines Planes, eine ambulante Geburt zu versuchen, bräuchten wir dann einen Arzt der die Untersuchung durchführt. Die Voraussetzung des Wohnortes konnte ich schonmal erfüllen. Am Tag der Geburt sollte mein Mann direkt anrufen und einen Termin zu vereinbaren. Leider hat die Praxis aber vom 18.7. bis 5.8. geschlossen. Sollte die U2 in diesen Zeitraum fallen, würde ich sie wohl doch lieber im Krankenhaus mitmachen lassen, um nicht noch auf die Suche nach einem anderen Arzt gehen zu müssen. Ein weiteres Manko ist, dass der Hüftultraschall in der Praxis erst bei der U3 durchgeführt wird, im Krankenhaus jedoch schon bei der U2. Da wir uns in einem Risikogebiet für Hüftdysplasie befinden, hat sich wohl herausgestellt dass es besser ist, dies direkt bei der U2 zu untersuchen, um keine Behandlungszeit zu verlieren. Tja, sollte damit die ambulante Geburt doch an Pluspunkten verlieren?
Als letzte Station der Arztrunde führte mich mein kleiner Spaziergang durch die Stadt noch zum Zahnarzt. Ich hatte in den letzten Wochen verschwitzt einen Termin zur Vorsorge zu vereinbaren und erledigte das heute direkt vor Ort. Da meine liebe Zahnärztin und Ex-Nachbarin aktuell selbst in Elternzeit ist, werde ich in zwei Wochen ihre Vertretung testen. Momentan habe ich keine Beschwerden und so gehe ich davon aus, dass alles in Ordnung sein wird.
Danach ging es auf die Liege zum Ultraschall mit dem neuen (Test-)Gerät. Neben der Messung des Bauchs ergaben sich auch bei der Sichtung des Fruchtwassers und des Gebärmutterhalses gute Ergebnisse, mit denen die Ärztin total zufrieden war. Der Krümel saß gerade und knabberte am Arm. Das Bild gefiel ihr so gut, dass ich davon gleich ein Paar Ausdrucke mitbekam.
Das nächste Mal darf ich mich in vier Wochen wieder vorstellen. Sie bot mir zwar an bereits in zwei Wochen vorbeikommen zu können, aber so lange ich keine Beschwerden habe, sehe ich dafür keine Notwendigkeit.
Mit der Überweisung in der Hand stiefelte ich direkt ein paar Meter weiter zum Allgemeinarzt, um mir einen Termin für das EKG zu holen. Dort war wie immer die Hölle los und das Wartezimmer brechend voll. Die Arzthelferin erkannte mich sofort (sie ist eine ehemalige Mitschülerin aus meinem Abi Biologe-LK) und bot mir an direkt da zu bleiben. Trotz des großen Patientenaufkommens musste ich gar nicht lange warten und das EKG wurde geschrieben. Zehn Minuten später durfte ich auch schon zum Arzt herein. Beziehungen zahlen sich manchmal ganz gut aus...
Das EKG war unauffällig nur der Ruhepuls etwas hoch, aber noch in der Norm. So richtig ließ sich daraus nichts ableiten, so dass der Doc noch eine Blutuntersuchung zur Bestimmung der Schilddrüsenwerte anordnete. Dafür muss ich in den nächsten Tagen nochmal vorbeischauen.
Da sich im selben Haus eine Kinderärztin befindet schneite ich dort direkt mal rein, um zu fragen ob sie uns für die U2 annehmen würden. Aufgrund meines Planes, eine ambulante Geburt zu versuchen, bräuchten wir dann einen Arzt der die Untersuchung durchführt. Die Voraussetzung des Wohnortes konnte ich schonmal erfüllen. Am Tag der Geburt sollte mein Mann direkt anrufen und einen Termin zu vereinbaren. Leider hat die Praxis aber vom 18.7. bis 5.8. geschlossen. Sollte die U2 in diesen Zeitraum fallen, würde ich sie wohl doch lieber im Krankenhaus mitmachen lassen, um nicht noch auf die Suche nach einem anderen Arzt gehen zu müssen. Ein weiteres Manko ist, dass der Hüftultraschall in der Praxis erst bei der U3 durchgeführt wird, im Krankenhaus jedoch schon bei der U2. Da wir uns in einem Risikogebiet für Hüftdysplasie befinden, hat sich wohl herausgestellt dass es besser ist, dies direkt bei der U2 zu untersuchen, um keine Behandlungszeit zu verlieren. Tja, sollte damit die ambulante Geburt doch an Pluspunkten verlieren?
Als letzte Station der Arztrunde führte mich mein kleiner Spaziergang durch die Stadt noch zum Zahnarzt. Ich hatte in den letzten Wochen verschwitzt einen Termin zur Vorsorge zu vereinbaren und erledigte das heute direkt vor Ort. Da meine liebe Zahnärztin und Ex-Nachbarin aktuell selbst in Elternzeit ist, werde ich in zwei Wochen ihre Vertretung testen. Momentan habe ich keine Beschwerden und so gehe ich davon aus, dass alles in Ordnung sein wird.
Mittwoch, 23. März 2016
Turbulenzen in der 21. Woche
Die Woche begann mit meiner ersten Teilnahme am Schwangerenschwimmen. Neben dem Yogakurs sollte das meine zweite sportliche Betätigung werden, damit ich fit und mobil durch die zweite Hälfte der Schwangerschaft komme. Es war durchaus etwas anstrengend, ließ sich aber gut an, so dass der Probelauf als gelungen bezeichnet werden konnte.
Im Anschluss traf ich zufällig eine alte Mannschaftskameradin, welche mit ihrem dritten Kind zum Babyschwimmen ebenfalls in der Halle war. Wir schwatzten kurz und sie fragte mich nach den Hintergründen der stillen Geburt von Henriette. Sie war die erste die mich nach zwei Jahren darauf ansprach und ich konnte ganz frei erzählen. Obwohl wir nicht viel Zeit hatten, hat es mich wirklich gefreut sie mal wieder zu sehen.
Auf der Heimfahrt merkte ich dann jedoch, dass ich ziemlich nah am Wasser gebaut war in dieser Woche. Schließlich stand der zweite Geburtstag von Henriette an. Während wir im letzten Jahr zu dieser Zeit im Urlaub weilten und reichlich Ablenkung hatten, war das Thema dieses Mal richtig präsent.
Bereits seit ein paar Tagen hatte ich ein Ziehen im Unterbauch, welches auch durch die gesteigerte Magnesiumeinnahme noch nicht besser wurde. Am Dienstagabend verkrampfte sich mein Bauch so sehr, dass ich leichte Panik bekam. Ich konnte nicht einschätzen, ob das eine Wehe gewesen sein sollte oder nicht. Nach 20 Minuten war es vorbei und kam glücklicherweise weder in der Nacht noch in den darauffolgenden Tagen wieder. Gegen Ende der Woche war dann auch das Ziehen gänzlich verschwunden.
Nachts konnte ich schon seit einiger Zeit nicht mehr Durchschlafen. Zum einen trieb mich der Harndrang aus dem Bett und zum anderen tat mir wegen der Seitenlage mein Becken nach einigen Stunden weh. Zumindest konnte ich die Anteile der Rückenlage gut minimieren und gewöhne mich langsam an die neue Liegeposition.
Am Freitag hatte ich dann den Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin. Mein Mann war diesmal mit dabei und so wurde der Ultraschall für ihn nochmal etwas ausgeweitet. Die Lage des Krümels war auch diesmal nicht so gut. Zumindest konnten aber die Herzkammern einwandfrei begutachtet werden. Es sah gut aus und das Herz schlug ganz rhythmisch.
Lust auf ein Outing hatte das Kindchen jedoch wieder nicht und verschloss uns den freien Blick, indem es die gesamte Zeit die Beine übereinander kreuzte. Frau Doktor erzählte uns noch ganz euphorisch, dass an diesem Nachmittag ein Vertreter für Ultraschallgeräte zu ihr käme. Sie wolle unbedingt ein neues Gerät haben und versucht probeweise eines im April zu bekommen. Mit dem kann sie dann 3D-Ansichten zeigen und uns ein schönes Bild mitgeben. Sie ist wirklich total lieb zu uns und ich verstehe mich richtig gut mit ihr. Ab und zu plauschen wir sogar über private Dinge. Ich bin froh, dass wir seit zwei Jahren so super von ihr betreut werden.
Leider gab es aber auch eine schlechte Nachricht. Ich hatte erhöhte Entzündungswerte, die eine Blaseninfektion anzeigten. Na klasse, da gehe ich einmal zum Schwimmen und dann gleich sowas. Die Ärztin meinte, normalerweise würde sie viel Trinken empfehlen und dann wäre das in den Griff zu bekommen. In der Schwangerschaft ist ihr das aber zu heikel und so bekam ich Antibiotika verschrieben. Diese sollte ich für drei Tage einnehmen und kurz vor Ostern nochmal vorbei schauen, um zu klären, ob die Infektion sich verzogen hätte.
Glücklich waren mein Mann und ich mit der Situation natürlich nicht, wollten wir doch Chemie während der Schwangerschaft tunlichst vermeiden. Mich beruhigte etwas, dass die Packungsbeilage des Medikaments davon sprach, dass keine Schädigungen des Kindes durch das Präparat nachzuweisen seien und so schluckte ich die Dinger eben. Allemal besser als stärkere Komplikationen wenn sie die Entzündung ausweiten sollte.
Am Sonntag dann der nächste Schock. Mein routinemäßiger PH-Werttest zeigte nicht das gewohnte sonnengelb an. Zunächst dachte ich der Handschuh sei vielleicht defekt und probierte einen zweiten und dritten aus. Nachdem auch diese einen merkwürdigen Farbverlauf anzeigten, ließ ich es dabei bewenden und beschloss am Abend nochmal zu testen. Auf der Beschreibung zu den Handschuhen las ich kurz nach und entdeckte einen Hinweis, dass bei Antibiotikabehandlungen das saure Milieu zerstört und sich dadurch der PH-Wert erhöhen kann. Der Test am Abend bestätigte das Ergebnis und zeigte einen Wert von 5,0, also außerhalb des Normbereichs.
Prima. Ich lasse also gar nichts aus. In diesem Moment schwand für kurze Zeit mein gutes Gefühl, dass bei dieser Schwangerschaft alles glatt gehen würde. Zum Glück hielt das nicht lange an. Ich beschloss direkt am Montag wieder zur Ärztin zu eilen, um abzuklären was nun zu tun sei. Bis Donnerstag wollte ich damit auf keinen Fall warten.
Wie sagte letztens eine Freundin zu mir, lieber einmal zu viel als zu wenig zum Arzt gehen. Normalerweise bin ich dafür zwar nicht der Typ, aber diesmal darf einfach nichts schief gehen.
Im Anschluss traf ich zufällig eine alte Mannschaftskameradin, welche mit ihrem dritten Kind zum Babyschwimmen ebenfalls in der Halle war. Wir schwatzten kurz und sie fragte mich nach den Hintergründen der stillen Geburt von Henriette. Sie war die erste die mich nach zwei Jahren darauf ansprach und ich konnte ganz frei erzählen. Obwohl wir nicht viel Zeit hatten, hat es mich wirklich gefreut sie mal wieder zu sehen.
Auf der Heimfahrt merkte ich dann jedoch, dass ich ziemlich nah am Wasser gebaut war in dieser Woche. Schließlich stand der zweite Geburtstag von Henriette an. Während wir im letzten Jahr zu dieser Zeit im Urlaub weilten und reichlich Ablenkung hatten, war das Thema dieses Mal richtig präsent.
Bereits seit ein paar Tagen hatte ich ein Ziehen im Unterbauch, welches auch durch die gesteigerte Magnesiumeinnahme noch nicht besser wurde. Am Dienstagabend verkrampfte sich mein Bauch so sehr, dass ich leichte Panik bekam. Ich konnte nicht einschätzen, ob das eine Wehe gewesen sein sollte oder nicht. Nach 20 Minuten war es vorbei und kam glücklicherweise weder in der Nacht noch in den darauffolgenden Tagen wieder. Gegen Ende der Woche war dann auch das Ziehen gänzlich verschwunden.
Nachts konnte ich schon seit einiger Zeit nicht mehr Durchschlafen. Zum einen trieb mich der Harndrang aus dem Bett und zum anderen tat mir wegen der Seitenlage mein Becken nach einigen Stunden weh. Zumindest konnte ich die Anteile der Rückenlage gut minimieren und gewöhne mich langsam an die neue Liegeposition.
Am Freitag hatte ich dann den Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin. Mein Mann war diesmal mit dabei und so wurde der Ultraschall für ihn nochmal etwas ausgeweitet. Die Lage des Krümels war auch diesmal nicht so gut. Zumindest konnten aber die Herzkammern einwandfrei begutachtet werden. Es sah gut aus und das Herz schlug ganz rhythmisch.
Lust auf ein Outing hatte das Kindchen jedoch wieder nicht und verschloss uns den freien Blick, indem es die gesamte Zeit die Beine übereinander kreuzte. Frau Doktor erzählte uns noch ganz euphorisch, dass an diesem Nachmittag ein Vertreter für Ultraschallgeräte zu ihr käme. Sie wolle unbedingt ein neues Gerät haben und versucht probeweise eines im April zu bekommen. Mit dem kann sie dann 3D-Ansichten zeigen und uns ein schönes Bild mitgeben. Sie ist wirklich total lieb zu uns und ich verstehe mich richtig gut mit ihr. Ab und zu plauschen wir sogar über private Dinge. Ich bin froh, dass wir seit zwei Jahren so super von ihr betreut werden.
Leider gab es aber auch eine schlechte Nachricht. Ich hatte erhöhte Entzündungswerte, die eine Blaseninfektion anzeigten. Na klasse, da gehe ich einmal zum Schwimmen und dann gleich sowas. Die Ärztin meinte, normalerweise würde sie viel Trinken empfehlen und dann wäre das in den Griff zu bekommen. In der Schwangerschaft ist ihr das aber zu heikel und so bekam ich Antibiotika verschrieben. Diese sollte ich für drei Tage einnehmen und kurz vor Ostern nochmal vorbei schauen, um zu klären, ob die Infektion sich verzogen hätte.
Glücklich waren mein Mann und ich mit der Situation natürlich nicht, wollten wir doch Chemie während der Schwangerschaft tunlichst vermeiden. Mich beruhigte etwas, dass die Packungsbeilage des Medikaments davon sprach, dass keine Schädigungen des Kindes durch das Präparat nachzuweisen seien und so schluckte ich die Dinger eben. Allemal besser als stärkere Komplikationen wenn sie die Entzündung ausweiten sollte.
Am Sonntag dann der nächste Schock. Mein routinemäßiger PH-Werttest zeigte nicht das gewohnte sonnengelb an. Zunächst dachte ich der Handschuh sei vielleicht defekt und probierte einen zweiten und dritten aus. Nachdem auch diese einen merkwürdigen Farbverlauf anzeigten, ließ ich es dabei bewenden und beschloss am Abend nochmal zu testen. Auf der Beschreibung zu den Handschuhen las ich kurz nach und entdeckte einen Hinweis, dass bei Antibiotikabehandlungen das saure Milieu zerstört und sich dadurch der PH-Wert erhöhen kann. Der Test am Abend bestätigte das Ergebnis und zeigte einen Wert von 5,0, also außerhalb des Normbereichs.
Prima. Ich lasse also gar nichts aus. In diesem Moment schwand für kurze Zeit mein gutes Gefühl, dass bei dieser Schwangerschaft alles glatt gehen würde. Zum Glück hielt das nicht lange an. Ich beschloss direkt am Montag wieder zur Ärztin zu eilen, um abzuklären was nun zu tun sei. Bis Donnerstag wollte ich damit auf keinen Fall warten.
Wie sagte letztens eine Freundin zu mir, lieber einmal zu viel als zu wenig zum Arzt gehen. Normalerweise bin ich dafür zwar nicht der Typ, aber diesmal darf einfach nichts schief gehen.
Dienstag, 15. März 2016
20. Woche: Organultraschall und/oder Feindiagnostik?
Nachdem wir bei der letzen Schwangerschaft neben dem Erst- und Zweitrimesterscreening auch die Feindiagnostik haben machen lassen und miterleben mussten, dass all diese Untersuchungen nur eine Scheinsicherheit erzeugen, wollen wir diesmal die Anzahl und Dauer der Beschallungen möglichst gering halten.
Wir überlegten hin und her ob wir tatsächlich wieder zur Feindiagnostik gehen sollten oder ob der Organultraschall bei meiner Frauenärztin nicht auch ausreichen würde. Auf den ersten Blick ergab die Feindiagnostik für uns keinen Mehrwert, vor allem da wir keinen Dopplerultraschall machen lassen wollten. Als ich den Termin bei einer Ärztin hatte, sprach ich nochmal alles mit ihr durch. Der Zustand der mütterlichen Gefäße kann nur mit Doppler erfasst werden und ansonsten ist beim Feindiagnostiker nur das Ultraschallgerät ein besseres. Sie stimmte unserer Meinung zu, dass sofern sie keine Auffälligkeiten entdecke, wir uns den zusätzlichen Gang sparen können, weil wir ohnehin keine Konsequenzen aus einer möglichen negativen Diagnose ziehen würden.
Da ich an diesem Tag die letzte Patientin war, nahm sich Frau Dr. ganz viel Zeit mir im Ultraschall alles genau zu erklären. Was sie sah war gut entwickelt und augenscheinlich in Ordnung. Einzig die Herzkammern konnte sie nicht richtig begutachten, weil diese durch die ungünstige Lage des Kindes nur mit Schallschatten zu sehen waren.
Hinsichtlich des Geschlechts blieben wir mal wieder im Dunkeln. Mit zusammengekniffenen Beinen ist da einfach nichts zu machen. :)
Zur Kontrolle des Herzens (mit Hoffnung auf eine andere Kindslage) sollte ich eine Woche später nochmal einen Termin vereinbaren. Damit haben wir auch eine weitere Chance zur Geschlechtsbestimmung.
Natürlich hatte ich wieder eine kleine Liste mit Fragen dabei. Mein "Heißdurst" auf Früchtetee hatte mich zu einer schönen Beerenmischung mit Waldmeister geführt, welche auch sehr lecker war. Zumindest für zwei Tassen, denn als ich meinem Mann davon erzählte meinte er sofort, dass man Waldmeister doch während der Schwangerschaft nicht zu sich nehmen soll. Upps, das hatte ich gar nicht im Blick. Eine kurze Recherche im Netz bestätigte dies. Deshalb fragte ich beim Doc direkt deswegen nach. Sie hatte davon noch nie etwas gehört und meinte, dass in ihrer Fachliteratur dazu nichts stehe. Bis zum nächsten Termin nimmt sie es sich aber als Hausaufgabe mit und fragt bei einem befreundeten Arzt nach, der in Sachen Speiseplan während der Schwangerschaft so gut wie alles weiß.
Dann musste ich noch von starkem Ziehen in der Leistengegend und teilweise einschlafenden Fingern berichten. Beides plagte mich seit einigen Tagen. Gegen das Ziehen sollte ich die Magnesiumdosis von einer auf drei Tabletten täglich erhöhen und das mit den Fingern müssten wir beobachten. Es kann wohl sein, die Gebärmutter drückt durch ihr Wachstum temporär auf einen Nerv und es rührt daher.
Zudem bekam ich noch Eisen verschrieben. Mir wurde etwas Blut abgezapft und falls ein Mangel festgestellt wird, habe ich das Präparat direkt da. Das Ergebnis erfahre ich bei nächsten Mal.
Wir überlegten hin und her ob wir tatsächlich wieder zur Feindiagnostik gehen sollten oder ob der Organultraschall bei meiner Frauenärztin nicht auch ausreichen würde. Auf den ersten Blick ergab die Feindiagnostik für uns keinen Mehrwert, vor allem da wir keinen Dopplerultraschall machen lassen wollten. Als ich den Termin bei einer Ärztin hatte, sprach ich nochmal alles mit ihr durch. Der Zustand der mütterlichen Gefäße kann nur mit Doppler erfasst werden und ansonsten ist beim Feindiagnostiker nur das Ultraschallgerät ein besseres. Sie stimmte unserer Meinung zu, dass sofern sie keine Auffälligkeiten entdecke, wir uns den zusätzlichen Gang sparen können, weil wir ohnehin keine Konsequenzen aus einer möglichen negativen Diagnose ziehen würden.
Da ich an diesem Tag die letzte Patientin war, nahm sich Frau Dr. ganz viel Zeit mir im Ultraschall alles genau zu erklären. Was sie sah war gut entwickelt und augenscheinlich in Ordnung. Einzig die Herzkammern konnte sie nicht richtig begutachten, weil diese durch die ungünstige Lage des Kindes nur mit Schallschatten zu sehen waren.
Hinsichtlich des Geschlechts blieben wir mal wieder im Dunkeln. Mit zusammengekniffenen Beinen ist da einfach nichts zu machen. :)
Zur Kontrolle des Herzens (mit Hoffnung auf eine andere Kindslage) sollte ich eine Woche später nochmal einen Termin vereinbaren. Damit haben wir auch eine weitere Chance zur Geschlechtsbestimmung.
Natürlich hatte ich wieder eine kleine Liste mit Fragen dabei. Mein "Heißdurst" auf Früchtetee hatte mich zu einer schönen Beerenmischung mit Waldmeister geführt, welche auch sehr lecker war. Zumindest für zwei Tassen, denn als ich meinem Mann davon erzählte meinte er sofort, dass man Waldmeister doch während der Schwangerschaft nicht zu sich nehmen soll. Upps, das hatte ich gar nicht im Blick. Eine kurze Recherche im Netz bestätigte dies. Deshalb fragte ich beim Doc direkt deswegen nach. Sie hatte davon noch nie etwas gehört und meinte, dass in ihrer Fachliteratur dazu nichts stehe. Bis zum nächsten Termin nimmt sie es sich aber als Hausaufgabe mit und fragt bei einem befreundeten Arzt nach, der in Sachen Speiseplan während der Schwangerschaft so gut wie alles weiß.
Dann musste ich noch von starkem Ziehen in der Leistengegend und teilweise einschlafenden Fingern berichten. Beides plagte mich seit einigen Tagen. Gegen das Ziehen sollte ich die Magnesiumdosis von einer auf drei Tabletten täglich erhöhen und das mit den Fingern müssten wir beobachten. Es kann wohl sein, die Gebärmutter drückt durch ihr Wachstum temporär auf einen Nerv und es rührt daher.
Zudem bekam ich noch Eisen verschrieben. Mir wurde etwas Blut abgezapft und falls ein Mangel festgestellt wird, habe ich das Präparat direkt da. Das Ergebnis erfahre ich bei nächsten Mal.
Sonntag, 6. März 2016
Es bewegt sich jemand...und sonst so
In der 18. Woche war es soweit. Ich spürte die ersten zaghaften Tritte. Zunächst war ich mir nicht ganz sicher ob ich die Zeichen richtig deutete, aber nach zwei/drei Tagen herrschte Klarheit. Tagsüber, wenn ich etwas zu tun hatte, merkte ich nichts, aber nachmittags beim Ausruhen auf der Couch konnte ich täglich das Lebenszeichen fühlen. Mittlerweile sind wir nach unserer internen Berechnung bereits Ende der 19. Woche und seit gestern werden die Bewegungen deutlicher und sind mehrfach am Tag zu erkennen.
Mein Bauch hat die letzten Tage merklich an Umfang zugenommen. Somit werden meine normalen Hosen nun langsam zu eng, weswegen ich gestern ein paar Teile Umstandsmode angeschafft habe.
Auch die ersten Dinge der Erstausstattung sind bei uns eingezogen. Im Rahmen eines Kurzurlaubs in der letzten Woche besorgten wir ein Handtuch und Socken bei Hessnatur. Die meisten anderen Dinge werden wir online bestellen. Da die Recherchen für die Vielzahl der anstehenden Besorgungen weitestgehend abgeschlossen sind, wird auch der diesbezügliche Post bald fertiggestellt.
Während unseres Urlaubs hatte mich ein fieser Schnupfen erwischt. Da ich sehr anfällig für eine daraus resultierende Nasennebenhöhlenentzündung bin, wollten wir nichts riskieren und fuhren vorsichtshalber 2 Tage eher als geplant nach Hause. Denn dort kann ich mich am besten ausruhen. Leicht angeschlagen bin ich zwar noch immer, aber heute hat es schon wieder für einen kurzen Ausflug zum Autohändler gereicht. Über kurz oder lang müssen wir uns nämlich auch bei der Familienkutsche neu orientieren.
Mein Bauch hat die letzten Tage merklich an Umfang zugenommen. Somit werden meine normalen Hosen nun langsam zu eng, weswegen ich gestern ein paar Teile Umstandsmode angeschafft habe.
Auch die ersten Dinge der Erstausstattung sind bei uns eingezogen. Im Rahmen eines Kurzurlaubs in der letzten Woche besorgten wir ein Handtuch und Socken bei Hessnatur. Die meisten anderen Dinge werden wir online bestellen. Da die Recherchen für die Vielzahl der anstehenden Besorgungen weitestgehend abgeschlossen sind, wird auch der diesbezügliche Post bald fertiggestellt.
Während unseres Urlaubs hatte mich ein fieser Schnupfen erwischt. Da ich sehr anfällig für eine daraus resultierende Nasennebenhöhlenentzündung bin, wollten wir nichts riskieren und fuhren vorsichtshalber 2 Tage eher als geplant nach Hause. Denn dort kann ich mich am besten ausruhen. Leicht angeschlagen bin ich zwar noch immer, aber heute hat es schon wieder für einen kurzen Ausflug zum Autohändler gereicht. Über kurz oder lang müssen wir uns nämlich auch bei der Familienkutsche neu orientieren.
Dienstag, 9. Februar 2016
Was in der 15. Woche alles geschah.
In dieser Woche wollte ich endlich eine Hebamme organisieren und das war mal wieder gar nicht so leicht. Gut, es liegt höchstwahrscheinlich an mir und meinen Ansprüchen. Sie soll möglichst noch jung (maximal in meinem Alter) sein, auf E-Mails antworten (mit dem telefonieren habe ich es nicht so, wenn ich nicht weiß in welcher Situation ich den Gegenüber evt. störe) und sympathisch (lässt sich über Homepage und E-Mail Kontakt natürlich erstmal schwer abschätzen).
Nachdem ich eine Praxis mit freundlichen Bildern und einer scheinbar passenden Hebamme gefunden hatte, fragte ich an und bekam als Antwort, dass mir abhängig vom Wohnort jemand zugeteilt wird. Mhh, das war nicht die Antwort die ich wollte und legte diese Variante erstmal auf Eis.
Zweiter Versuch: auch negativ, weil es der Hebamme bis zu meinem Wohnort zu weit ist (obwohl sie den gesamten Landkreis auf ihrer Homepage angegeben hatte). Sie war aber recht freundlich und bot mir an mich zu unterstützen sollte ich keine Option in meiner Nähe finden.
So langsam wurde ich unruhig, denn ich weiß dass bei uns totaler Hebammenmangel aufgrund des Geburtenbooms herrscht. Also zwei weitere Hebammen per Mail kontaktiert, beide aus unmittelbaren Nachbarorten. Eine meldete sich auch recht schnell. Sie ist bis August selbst noch in Elternzeit und führt Kennenlerngespräche deshalb erst im Juli durch. Meine Betreuung würde sie aber übernehmen. Wir wollen zur Aufnahme der Daten nochmal telefonieren. Puh, Erleichterung.
Zwei Tage später meldete sich auch die andere Hebamme per E-Mail zurück und war wirklich richtig sympathisch. Sie bot mir sofort an sie jederzeit anrufen zu können, wenn ich Beschwerden oder Fragen hätte. Mit ihr treffe ich mich in ein paar Tagen und wenn die Chemie stimmt, wird sie es wohl werden. Somit habe ich zwei Optionen und einen gewissen Entscheidungsspielraum, der mir sehr wichtig ist. Hinter dieses Thema kann ich zunächst also einen Haken machen.
Weiteres Thema der Woche: Wehwehchen.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte ich so starke Schmerzen im Steiß und Schambein, dass ich kaum schlafen konnten. Da am Morgen Yoga auf dem Plan stand erhoffte ich mir davon Besserung. Während der Bewegungen klang der Schmerz auch tatsächlich etwas ab, aber als ich daheim war wurde es wieder richtig schlimm. Ich konnte kaum sitzen, liegen oder stehen. Nur beim Laufen ging es einigermaßen. Nach einiger Zeit tat mir davon aber der obere Rücken weh.
Also genehmigte ich mir ein entspannendes Bad und danach war es tatsächlich viel besser. Die Schmerzen traten nur noch gelegentlich auf und waren am Abend ganz verschwunden. Das waren wirklich anstrengende 24 Stunden. Ich überlegte, ob ich diese Beschwerden bei der letzten Schwangerschaft auch hatte, kann mich aber nicht erinnern. Sollte ich in den Genuss einer weiteren Schwangerschaft kommen, habe ich es jetzt hier für mich dokumentiert.
Obwohl ich mir vorgenommen hatte, das Internet wegen Beschwerden und deren Ursache nicht zu befragen machte ich in diesem Fall eine Ausnahme. Dort las ich, dass vor allem im ersten und dritten Trimester solche Schmerzen auftreten können, aber dann auch recht schnell wieder vorbei sind. Dies liege wohl an hormonellen Umstellungen. Ob es bei mir die Ursache war, weiß ich zwar nicht, da nun aber alles vorbei ist, werde ich dieser Erklärung glauben und nicht weiter recherchieren. Wer weiß, welche Horrorszenarien ich sonst noch so finde.
Außerdem ist noch folgendes passiert.
Im Anschluss an meine Yogastunde findet der Kurs Yoga für Mütter und Babys statt und auf dem Weg zu diesem Kurs lief mir tatsächlich eine sehr gute Freundin über den Weg (die mit den drei Kindern, ich schrieb schon kurz von ihr). Sie war natürlich ganz erstaunt, was ich mitten am Tag dort zu suchen hätte, also war jetzt der Zeitpunkt gekommen mich zu outen. Sie freute sich riesig für uns und wir verabredeten uns mal wieder zu treffen. Ich bin gespannt wann das klappt, denn zeitlich ist sie natürlich nicht ganz so flexibel wie ich.
Jetzt muss ich aber tatsächlich überlegen, wann ich wen in die guten Nachrichten einweihe. Denn wie es der Zufall so will, treffen sich Freunde und/oder Familienmitglieder gerade rein zufällig irgendwo wenn man es am wenigsten erwartet. Als nächstes ist jedenfalls meine liebste Freundin dran. Sie hat am Montag frei und wir treffen uns zu Frühstück.
Die Familie muss erstmal noch etwas warten. Das artet sonst wieder nur in Stress für uns aus.
Nachdem ich eine Praxis mit freundlichen Bildern und einer scheinbar passenden Hebamme gefunden hatte, fragte ich an und bekam als Antwort, dass mir abhängig vom Wohnort jemand zugeteilt wird. Mhh, das war nicht die Antwort die ich wollte und legte diese Variante erstmal auf Eis.
Zweiter Versuch: auch negativ, weil es der Hebamme bis zu meinem Wohnort zu weit ist (obwohl sie den gesamten Landkreis auf ihrer Homepage angegeben hatte). Sie war aber recht freundlich und bot mir an mich zu unterstützen sollte ich keine Option in meiner Nähe finden.
So langsam wurde ich unruhig, denn ich weiß dass bei uns totaler Hebammenmangel aufgrund des Geburtenbooms herrscht. Also zwei weitere Hebammen per Mail kontaktiert, beide aus unmittelbaren Nachbarorten. Eine meldete sich auch recht schnell. Sie ist bis August selbst noch in Elternzeit und führt Kennenlerngespräche deshalb erst im Juli durch. Meine Betreuung würde sie aber übernehmen. Wir wollen zur Aufnahme der Daten nochmal telefonieren. Puh, Erleichterung.
Zwei Tage später meldete sich auch die andere Hebamme per E-Mail zurück und war wirklich richtig sympathisch. Sie bot mir sofort an sie jederzeit anrufen zu können, wenn ich Beschwerden oder Fragen hätte. Mit ihr treffe ich mich in ein paar Tagen und wenn die Chemie stimmt, wird sie es wohl werden. Somit habe ich zwei Optionen und einen gewissen Entscheidungsspielraum, der mir sehr wichtig ist. Hinter dieses Thema kann ich zunächst also einen Haken machen.
Weiteres Thema der Woche: Wehwehchen.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte ich so starke Schmerzen im Steiß und Schambein, dass ich kaum schlafen konnten. Da am Morgen Yoga auf dem Plan stand erhoffte ich mir davon Besserung. Während der Bewegungen klang der Schmerz auch tatsächlich etwas ab, aber als ich daheim war wurde es wieder richtig schlimm. Ich konnte kaum sitzen, liegen oder stehen. Nur beim Laufen ging es einigermaßen. Nach einiger Zeit tat mir davon aber der obere Rücken weh.
Also genehmigte ich mir ein entspannendes Bad und danach war es tatsächlich viel besser. Die Schmerzen traten nur noch gelegentlich auf und waren am Abend ganz verschwunden. Das waren wirklich anstrengende 24 Stunden. Ich überlegte, ob ich diese Beschwerden bei der letzten Schwangerschaft auch hatte, kann mich aber nicht erinnern. Sollte ich in den Genuss einer weiteren Schwangerschaft kommen, habe ich es jetzt hier für mich dokumentiert.
Obwohl ich mir vorgenommen hatte, das Internet wegen Beschwerden und deren Ursache nicht zu befragen machte ich in diesem Fall eine Ausnahme. Dort las ich, dass vor allem im ersten und dritten Trimester solche Schmerzen auftreten können, aber dann auch recht schnell wieder vorbei sind. Dies liege wohl an hormonellen Umstellungen. Ob es bei mir die Ursache war, weiß ich zwar nicht, da nun aber alles vorbei ist, werde ich dieser Erklärung glauben und nicht weiter recherchieren. Wer weiß, welche Horrorszenarien ich sonst noch so finde.
Außerdem ist noch folgendes passiert.
Im Anschluss an meine Yogastunde findet der Kurs Yoga für Mütter und Babys statt und auf dem Weg zu diesem Kurs lief mir tatsächlich eine sehr gute Freundin über den Weg (die mit den drei Kindern, ich schrieb schon kurz von ihr). Sie war natürlich ganz erstaunt, was ich mitten am Tag dort zu suchen hätte, also war jetzt der Zeitpunkt gekommen mich zu outen. Sie freute sich riesig für uns und wir verabredeten uns mal wieder zu treffen. Ich bin gespannt wann das klappt, denn zeitlich ist sie natürlich nicht ganz so flexibel wie ich.
Jetzt muss ich aber tatsächlich überlegen, wann ich wen in die guten Nachrichten einweihe. Denn wie es der Zufall so will, treffen sich Freunde und/oder Familienmitglieder gerade rein zufällig irgendwo wenn man es am wenigsten erwartet. Als nächstes ist jedenfalls meine liebste Freundin dran. Sie hat am Montag frei und wir treffen uns zu Frühstück.
Die Familie muss erstmal noch etwas warten. Das artet sonst wieder nur in Stress für uns aus.
Mittwoch, 27. Januar 2016
Ersttrimester-Screening
Gestern hatten wir unseren Termin zur Pränataldiagnostik. Während wir bei der letzten Schwangerschaft in einer Klinik waren, hatte ich mich diesmal für einen niedergelassenen Arzt mit eigener Praxis entschieden.
Da es sich um ein relativ großes uns unbekanntes Ärztehaus handelte, fanden wir erst nach einiger Sucherei den richtigen Eingang. Die Schwester war sehr freundlich, die Räumlichkeiten machten einen guten Eindruck und wir hatten das ganze Wartezimmer für uns allein.
Zunächst bekam ich einen Aufklärungsbogen und musste ein paar Fragen beantworten. Was mich wunderte war, dass hier scheinbar der Bluttest nicht obligatorisch durchgeführt wird. Vielmehr konnten wir das selbst entscheiden. Beim letzten Mal hatten wir diese Wahlmöglichkeit nicht und so ließ ich die Beantwortung erstmal offen. Der Arzt würde uns sicher noch genauere Infos geben.
Als die Patientin, die vor uns beim Doc war die Praxis verließ, hörten wir erstmal die Kaffeemaschine rattern und fröhliche Stimmen im Hintergrund. Hier ging es also recht relaxt zu.
Die Kaffeetasse noch neben der Computertastatur stehend, bat uns der Arzt dann in den Behandlungsraum und machte direkt einen sympathischen Eindruck. Er hatte sich meiner Unterlagen bereits angeschaut und so sollten wir zunächst Genaueres zur letzten Schwangerschaft erzählen. Er fragte uns, ob bestimmte (ich weiß nicht mehr welche) Blutuntersuchungen nach der Geburt gemacht wurden, um einige Ursachen für die Totgeburt auszuschließen. Davon hatte ich bis zu dem Zeitpunkt noch nie etwas gehört und so richtig verstanden habe ich es auch nicht. Sollten wir uns entscheiden die Feindiagnostik machen zu lassen, muss ich deswegen nochmal genau nachfragen.
Dann ging es für mich auf die Liege und das Kindchen wurde ganz genau begutachtet. Herr Dr. nahm sich viel Zeit und erklärte jedes Detail was auf dem Bildschirm zu sehen war, welche Messungen er vornahm und wozu diese dienen. Den Dopplerultraschall wollten wir nicht machen lassen, wegen der Gefahr der Temperaturerhöhung. Der Arzt meinte zwar, dass die Untersuchung nicht auf das Kind, sondern auf die Gebärmutter und meine Blutgefäße gerichtet sei, versuchte sie uns aber nicht einzureden und verzichtete schließlich darauf.
Etwas nervös machte mich, dass der die Nackenfaltenmessung dreimal wiederholte (mit immer dem gleichen Ergebnis). Seine Erläuterungen verstand ich aber so, dass der gemessene Wert wohl auch reproduzierbar sein müsse und damit machte es wieder Sinn.
Der Ultraschall dauerte eine ganze Weile, ich schätze so 20 Minuten und danach bekamen wir die Auswertung am PC erklärt.
Der Puls des Kindes war - genau wie meiner - ziemlich hoch, aber noch im Normbereich. Alles andere war unauffällig. Da ich vom letzten Mal noch wusste, dass das Risiko für Trisomie 21 bei mir dem einer 16-Jährigen entsprach, ließ ich diese Info so nebenbei fallen und bekam auch diesmal das statistische Alter erklärt. Es entspreche dem einer 19-Jährigen. Auch ich werde also langsam alt. ;-)
Wir sprachen anschließend noch über den Bluttest. Bei einer vorangegangenen FSH-Gabe, meinte der Arzt, sei es oft der Fall, dass die Blutwerte das Ergebnis negativ beeinflussen. Zwar würde die Hormongabe bei der Laboruntersuchung berücksichtigt, aber seine Erfahrung sei, dass die werdenden Eltern dann oft in eine Zwickmühle kommen, ob sie weitergehende Untersuchungen machen lassen. Die Wahrscheinlichkeit für das Erkennen einer Chromosomenstörung ohne Bluttest liege bei ca. 85 % und mit Test, würde diese auf ca. 92 % steigen.
Weil uns wichtig war zu sehen, ob augenscheinlich erstmal alles mit dem Kind in Ordnung ist, entschieden wir uns auf die Laboruntersuchung zu verzichten. Ein invasiver Eingriff würde für uns genauso wenig infrage kommen wie eine Abtreibung, so dass wir ohnehin keine Konsequenzen aus dem genaueren Ergebnis ziehen würden.
Zum Abschuss empfahl uns Herr Dr. noch die Feindiagnostik in der 20./21. Wochen vornehmen zu lassen. Ob wir das tun werden wissen wir noch nicht genau, wenn dann aber auf jeden Fall wieder in dieser Praxis.
Da es sich um ein relativ großes uns unbekanntes Ärztehaus handelte, fanden wir erst nach einiger Sucherei den richtigen Eingang. Die Schwester war sehr freundlich, die Räumlichkeiten machten einen guten Eindruck und wir hatten das ganze Wartezimmer für uns allein.
Zunächst bekam ich einen Aufklärungsbogen und musste ein paar Fragen beantworten. Was mich wunderte war, dass hier scheinbar der Bluttest nicht obligatorisch durchgeführt wird. Vielmehr konnten wir das selbst entscheiden. Beim letzten Mal hatten wir diese Wahlmöglichkeit nicht und so ließ ich die Beantwortung erstmal offen. Der Arzt würde uns sicher noch genauere Infos geben.
Als die Patientin, die vor uns beim Doc war die Praxis verließ, hörten wir erstmal die Kaffeemaschine rattern und fröhliche Stimmen im Hintergrund. Hier ging es also recht relaxt zu.
Die Kaffeetasse noch neben der Computertastatur stehend, bat uns der Arzt dann in den Behandlungsraum und machte direkt einen sympathischen Eindruck. Er hatte sich meiner Unterlagen bereits angeschaut und so sollten wir zunächst Genaueres zur letzten Schwangerschaft erzählen. Er fragte uns, ob bestimmte (ich weiß nicht mehr welche) Blutuntersuchungen nach der Geburt gemacht wurden, um einige Ursachen für die Totgeburt auszuschließen. Davon hatte ich bis zu dem Zeitpunkt noch nie etwas gehört und so richtig verstanden habe ich es auch nicht. Sollten wir uns entscheiden die Feindiagnostik machen zu lassen, muss ich deswegen nochmal genau nachfragen.
Dann ging es für mich auf die Liege und das Kindchen wurde ganz genau begutachtet. Herr Dr. nahm sich viel Zeit und erklärte jedes Detail was auf dem Bildschirm zu sehen war, welche Messungen er vornahm und wozu diese dienen. Den Dopplerultraschall wollten wir nicht machen lassen, wegen der Gefahr der Temperaturerhöhung. Der Arzt meinte zwar, dass die Untersuchung nicht auf das Kind, sondern auf die Gebärmutter und meine Blutgefäße gerichtet sei, versuchte sie uns aber nicht einzureden und verzichtete schließlich darauf.
Etwas nervös machte mich, dass der die Nackenfaltenmessung dreimal wiederholte (mit immer dem gleichen Ergebnis). Seine Erläuterungen verstand ich aber so, dass der gemessene Wert wohl auch reproduzierbar sein müsse und damit machte es wieder Sinn.
Der Ultraschall dauerte eine ganze Weile, ich schätze so 20 Minuten und danach bekamen wir die Auswertung am PC erklärt.
Der Puls des Kindes war - genau wie meiner - ziemlich hoch, aber noch im Normbereich. Alles andere war unauffällig. Da ich vom letzten Mal noch wusste, dass das Risiko für Trisomie 21 bei mir dem einer 16-Jährigen entsprach, ließ ich diese Info so nebenbei fallen und bekam auch diesmal das statistische Alter erklärt. Es entspreche dem einer 19-Jährigen. Auch ich werde also langsam alt. ;-)
Wir sprachen anschließend noch über den Bluttest. Bei einer vorangegangenen FSH-Gabe, meinte der Arzt, sei es oft der Fall, dass die Blutwerte das Ergebnis negativ beeinflussen. Zwar würde die Hormongabe bei der Laboruntersuchung berücksichtigt, aber seine Erfahrung sei, dass die werdenden Eltern dann oft in eine Zwickmühle kommen, ob sie weitergehende Untersuchungen machen lassen. Die Wahrscheinlichkeit für das Erkennen einer Chromosomenstörung ohne Bluttest liege bei ca. 85 % und mit Test, würde diese auf ca. 92 % steigen.
Weil uns wichtig war zu sehen, ob augenscheinlich erstmal alles mit dem Kind in Ordnung ist, entschieden wir uns auf die Laboruntersuchung zu verzichten. Ein invasiver Eingriff würde für uns genauso wenig infrage kommen wie eine Abtreibung, so dass wir ohnehin keine Konsequenzen aus dem genaueren Ergebnis ziehen würden.
Zum Abschuss empfahl uns Herr Dr. noch die Feindiagnostik in der 20./21. Wochen vornehmen zu lassen. Ob wir das tun werden wissen wir noch nicht genau, wenn dann aber auf jeden Fall wieder in dieser Praxis.
Donnerstag, 7. Januar 2016
Schwangerschaftswehwechen
So langsam wird es wieder.
Die letzten Wochen im alten Jahr hatte ich ziemlich mit Übelkeit zu kämpfen. Meist nachmittags stellte sich ein flaues Gefühl im Magen ein, so dass ich ab diesem Zeitpunkt nichts mehr essen mochte. Auch das Trinken wurde schwierig. Ich habe eine totale Abneigung gegen Tees aller Art, Fruchtsaft, Schorlen oder Ähnliches. Wasser kann ich manchmal trinken, aber Medium ist mir deutlich zu spritzig. Zum Glück haben wir eine "sanfte" Alternative gefunden. Dafür mussten wir etwas rumprobieren. Da wir nur noch das Wasser aus Glasflaschen trinken, ist das Angebot überschaubar. Zumindest wissen wir jetzt welche Sorten geschmacklich gar nicht gehen. Früher habe ich es für Einbildung gehalten, wenn mir jemand gesagt hat, ihm schmecke ein bestimmtes Wasser nicht. Heute bin ich dabei selbst total sensibel. Verrückt, welche Unterschiede es so gibt.
Generell ist das Thema Essen etwas problematisch. Alle Dinge die ich in der letzten Schwangerschaft sehr mochte, gehen diesmal überhaupt nicht. Und selbst wenn ich im Supermarkt mal etwas gefunden habe was mich anspricht, kann ich sicher sein, sobald es zu Hause im Kühlschrank steht, kann ich da nicht mehr ran. Dieser spontane Appetitwechsel ist schon etwas nervig, denn genau das eine Ding, was heute gehen würde, haben wir natürlich nie da.
Durch dieses ganze hin und her habe ich etwas Gewicht verloren. Ich wiege derzeit 64,8 kg. Bei meiner Körpergröße immer noch genug. ;)
Und ich bin Müde - ständig. Egal wann ich morgens aufstehe, gegen 11:00 Uhr könnte ich immer ein Mittagsschläfchen halten. Und abends fallen mir spätestens 21:00 Uhr auch schon wieder die Augen zu.
Blutungen hatte ich zum Glück bisher überhaupt keine. Dafür sieht meine Haut im Gesicht schrecklich aus. Pickel, Mitesser, Rötungen in jeder Form und Größe. Für einen Dermatologen wäre ich derzeit sicher ein super Betätigungsfeld. Ich hoffe, dass gibt sich sobald ich das Progestan absetze.
Die letzten Wochen im alten Jahr hatte ich ziemlich mit Übelkeit zu kämpfen. Meist nachmittags stellte sich ein flaues Gefühl im Magen ein, so dass ich ab diesem Zeitpunkt nichts mehr essen mochte. Auch das Trinken wurde schwierig. Ich habe eine totale Abneigung gegen Tees aller Art, Fruchtsaft, Schorlen oder Ähnliches. Wasser kann ich manchmal trinken, aber Medium ist mir deutlich zu spritzig. Zum Glück haben wir eine "sanfte" Alternative gefunden. Dafür mussten wir etwas rumprobieren. Da wir nur noch das Wasser aus Glasflaschen trinken, ist das Angebot überschaubar. Zumindest wissen wir jetzt welche Sorten geschmacklich gar nicht gehen. Früher habe ich es für Einbildung gehalten, wenn mir jemand gesagt hat, ihm schmecke ein bestimmtes Wasser nicht. Heute bin ich dabei selbst total sensibel. Verrückt, welche Unterschiede es so gibt.
Generell ist das Thema Essen etwas problematisch. Alle Dinge die ich in der letzten Schwangerschaft sehr mochte, gehen diesmal überhaupt nicht. Und selbst wenn ich im Supermarkt mal etwas gefunden habe was mich anspricht, kann ich sicher sein, sobald es zu Hause im Kühlschrank steht, kann ich da nicht mehr ran. Dieser spontane Appetitwechsel ist schon etwas nervig, denn genau das eine Ding, was heute gehen würde, haben wir natürlich nie da.
Durch dieses ganze hin und her habe ich etwas Gewicht verloren. Ich wiege derzeit 64,8 kg. Bei meiner Körpergröße immer noch genug. ;)
Und ich bin Müde - ständig. Egal wann ich morgens aufstehe, gegen 11:00 Uhr könnte ich immer ein Mittagsschläfchen halten. Und abends fallen mir spätestens 21:00 Uhr auch schon wieder die Augen zu.
Blutungen hatte ich zum Glück bisher überhaupt keine. Dafür sieht meine Haut im Gesicht schrecklich aus. Pickel, Mitesser, Rötungen in jeder Form und Größe. Für einen Dermatologen wäre ich derzeit sicher ein super Betätigungsfeld. Ich hoffe, dass gibt sich sobald ich das Progestan absetze.
Mittwoch, 6. Januar 2016
10+1
Ich komme soeben vom Arztbesuch zurück. Wir sind jetzt bei 10+1. Ja, es geht munter hin und her, meine Frauenärztin rechnet nämlich mit dem Termin der letzten Periode. Da der Tag der Befruchtung aus meiner Sicht aber ein deutlich treffsicheres Datum ist, bleibe ich bei meiner kleinen inoffiziellen Nebenrechnung bei 10+3. Wir werden also mit verschiedenen Daten hantieren.
Fakten:
So lange keine Kindsbewegungen zu spüren sind, soll ich alle zwei Wochen zur Untersuchung kommen, um mir ein Gefühl von Sicherheit zu verschaffen. Normal wäre alle vier Wochen, aber die Ärztin ist sehr besorgt um mein psychisches Wohl und will auch selbst auf Nummer sicher gehen. Es war zwar von vornherein klar, dass es bei mir keine Schwangerschaft mehr geben würde, die für uns entspannt verläuft, aber es ist dennoch ziemlich anstrengend. Bei jedem Zwacken denke ich, jetzt ist es bestimmt vorbei und jeder Stuhlgang führt zu einem panischen Suchen, ob Blut zu sehen ist.
Eine Verlängerung meiner Krankschreibung um weitere zwei Wochen habe ich wieder bekommen. Eventuell könnten wir auch über ein teilweises Beschäftigungsverbot nachdenken, meinte die Ärztin. Na mal sehen wie wir weiter verfahren, dazu muss ich erstmal recherchieren, welche Auswirkungen das hätte.
Den Mutterpass habe ich noch immer nicht bekommen. Der wird erst angelegt, wenn die Untersuchungsergebnisse der Bluttests da sind. Spätestens das nächste Mal soll es soweit sein. Wenn ich vorher schon zum Erstrimesterscreening gehen sollte, muss ich ihn aber eher abholen.
Die Blutuntersuchungen lassen wir natürlich alle machen. Frau Dr. wies mich darauf hin, dass sie das Labor gewechselt habe und die Tests dadurch ein paar Euro teurer sein könnten. Da auf dem kleinen Zettel, den mir mein Mann für den heutigen Termin zugesteckt hatte, vermerkt war: "Alle Blutuntersuchungen, Selbstzahlung kein Problem", konnte ich sie aber direkt beruhigen. :)
Fakten:
- Herzschlag deutlich sichtbar,
- Größe insgesamt nach Lehrbuch, wie es bei 10+1 sein soll,
- Kopfgröße super in Norm,
- Dottersack sieht gut aus
So lange keine Kindsbewegungen zu spüren sind, soll ich alle zwei Wochen zur Untersuchung kommen, um mir ein Gefühl von Sicherheit zu verschaffen. Normal wäre alle vier Wochen, aber die Ärztin ist sehr besorgt um mein psychisches Wohl und will auch selbst auf Nummer sicher gehen. Es war zwar von vornherein klar, dass es bei mir keine Schwangerschaft mehr geben würde, die für uns entspannt verläuft, aber es ist dennoch ziemlich anstrengend. Bei jedem Zwacken denke ich, jetzt ist es bestimmt vorbei und jeder Stuhlgang führt zu einem panischen Suchen, ob Blut zu sehen ist.
Eine Verlängerung meiner Krankschreibung um weitere zwei Wochen habe ich wieder bekommen. Eventuell könnten wir auch über ein teilweises Beschäftigungsverbot nachdenken, meinte die Ärztin. Na mal sehen wie wir weiter verfahren, dazu muss ich erstmal recherchieren, welche Auswirkungen das hätte.
Den Mutterpass habe ich noch immer nicht bekommen. Der wird erst angelegt, wenn die Untersuchungsergebnisse der Bluttests da sind. Spätestens das nächste Mal soll es soweit sein. Wenn ich vorher schon zum Erstrimesterscreening gehen sollte, muss ich ihn aber eher abholen.
Die Blutuntersuchungen lassen wir natürlich alle machen. Frau Dr. wies mich darauf hin, dass sie das Labor gewechselt habe und die Tests dadurch ein paar Euro teurer sein könnten. Da auf dem kleinen Zettel, den mir mein Mann für den heutigen Termin zugesteckt hatte, vermerkt war: "Alle Blutuntersuchungen, Selbstzahlung kein Problem", konnte ich sie aber direkt beruhigen. :)
Freitag, 1. Januar 2016
Die letzten Wochen - Rückblick
Jetzt ist es fast geschafft; das erste Viertel der Schwangerschaft. Wir sind bereits bei 9+4, Zeit um Revue passieren zu lassen, was sich in den letzten Wochen ereignet hat.
Es ist schon ein paar Tage her, als ich bei 7+3 das letzte Mal in in der Kinderwunschklinik zu Gast war. Frau Dr. S. schallte mit den Worten "oh, es ist aber schon groß". Nachdem sie nachgemessen hatte, schien sich die Größe aber nicht als Besonders herauszustellen. Im Anschluss sprachen wir ausführlich über die diversen Screenings und Zusatzuntersuchungen, die angeboten werden und über deren Sinnhaftigkeit. So richtig viel klarer, ob und was wir diesmal machen lassen sollten war ich aber noch immer nicht. Als Hinweis habe ich mir zumindest mitgenommen, man soll möglichst zu einem Degum III Spezialisten gehen.
Kurz vor Weihnachten hatte ich Urlaub und nutzte die Zeit, um bei meiner Frauenärztin vorzusprechen. Sie war bereits im Bilde, da die Kinderwunschklinik einen Brief mit allem Wissenswerten geschrieben hatte, und war fast euphorisierter als wir. Zum Ultraschall wollte mein Mann gern mit schauen, denn auf den Ausdrucken konnte er immer echt wenig erkennen. So sah er den Krümel das erste mal an 8+1 live. Im Anschluss bekam ich Rezepte für Progestan und Magnesium. Bei der letzten Schwangerschaft hatte ich Magnesium erst recht spät genommen, weil kein Mangel festzustellen war, aber Frau Dr. meinte, zur Sicherheit, falls ich ein muskelkaterähnliches Ziehen im Bauch hätte, sollte ich schon jetzt was nehmen. Meinen Mutterpass bekomme ich beim nächsten Termin. Der alte kann nicht weiter verwendet werden, weil sich wohl einige Inhalte geändert hätten.
Natürlich ist Schwangerschaft keine Krankheit, aber ich fühlte mich unwohl bei dem Gedanken, mich dem ganzen Arbeitsstress, der auch in den nächsten Tagen und Wochen anstehen würde, auszusetzen. Also fragte ich meine Ärztin, ob sie eine Krankschreibung vertreten könne. Sie meinte, es sei kein Problem und so bin ich zunächst bis 8.1.2016 daheim. Für meine Kollegen ist das zwar weniger schön, da gerade jetzt die hektische Zeit des Jahresabschlusses ansteht. Aber ich durfte schon mehr als einmal die Erfahrung machen, dass es mein Arbeitgeber nicht dankt, wenn ich mir den Hintern aufreise und hatte mir deshalb bereits vor der Schwangerschaft vorgenommen, nichts zu tun, was mir Unbehagen in Bezug auf das Kind bereiten würde.
Als ich meinen Chef telefonisch davon unterrichtete, dass ich wahrscheinlich etwas länger ausfalle, war er etwas traurig. Er hatte meine E-Mail, in der ich alle anstehenden Aufgaben aufgelistet hatte schon gelesen und sah nun vermutlich seine Felle davon schwimmen. Insgesamt war er aber recht verständnisvoll und ließ das Nachfragen, was ich denn hätte, nachdem ich etwas herumduckste.
Nun vertreibe ich mir also die Zeit zu Hause.
Es ist schon ein paar Tage her, als ich bei 7+3 das letzte Mal in in der Kinderwunschklinik zu Gast war. Frau Dr. S. schallte mit den Worten "oh, es ist aber schon groß". Nachdem sie nachgemessen hatte, schien sich die Größe aber nicht als Besonders herauszustellen. Im Anschluss sprachen wir ausführlich über die diversen Screenings und Zusatzuntersuchungen, die angeboten werden und über deren Sinnhaftigkeit. So richtig viel klarer, ob und was wir diesmal machen lassen sollten war ich aber noch immer nicht. Als Hinweis habe ich mir zumindest mitgenommen, man soll möglichst zu einem Degum III Spezialisten gehen.
Kurz vor Weihnachten hatte ich Urlaub und nutzte die Zeit, um bei meiner Frauenärztin vorzusprechen. Sie war bereits im Bilde, da die Kinderwunschklinik einen Brief mit allem Wissenswerten geschrieben hatte, und war fast euphorisierter als wir. Zum Ultraschall wollte mein Mann gern mit schauen, denn auf den Ausdrucken konnte er immer echt wenig erkennen. So sah er den Krümel das erste mal an 8+1 live. Im Anschluss bekam ich Rezepte für Progestan und Magnesium. Bei der letzten Schwangerschaft hatte ich Magnesium erst recht spät genommen, weil kein Mangel festzustellen war, aber Frau Dr. meinte, zur Sicherheit, falls ich ein muskelkaterähnliches Ziehen im Bauch hätte, sollte ich schon jetzt was nehmen. Meinen Mutterpass bekomme ich beim nächsten Termin. Der alte kann nicht weiter verwendet werden, weil sich wohl einige Inhalte geändert hätten.
Natürlich ist Schwangerschaft keine Krankheit, aber ich fühlte mich unwohl bei dem Gedanken, mich dem ganzen Arbeitsstress, der auch in den nächsten Tagen und Wochen anstehen würde, auszusetzen. Also fragte ich meine Ärztin, ob sie eine Krankschreibung vertreten könne. Sie meinte, es sei kein Problem und so bin ich zunächst bis 8.1.2016 daheim. Für meine Kollegen ist das zwar weniger schön, da gerade jetzt die hektische Zeit des Jahresabschlusses ansteht. Aber ich durfte schon mehr als einmal die Erfahrung machen, dass es mein Arbeitgeber nicht dankt, wenn ich mir den Hintern aufreise und hatte mir deshalb bereits vor der Schwangerschaft vorgenommen, nichts zu tun, was mir Unbehagen in Bezug auf das Kind bereiten würde.
Als ich meinen Chef telefonisch davon unterrichtete, dass ich wahrscheinlich etwas länger ausfalle, war er etwas traurig. Er hatte meine E-Mail, in der ich alle anstehenden Aufgaben aufgelistet hatte schon gelesen und sah nun vermutlich seine Felle davon schwimmen. Insgesamt war er aber recht verständnisvoll und ließ das Nachfragen, was ich denn hätte, nachdem ich etwas herumduckste.
Nun vertreibe ich mir also die Zeit zu Hause.
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