36.-38. Woche
Ich bin nicht ganz sicher, ob es die ersten Senkwehen waren, die ich in der 36. Woche gespürt habe oder ob es einfach an der reduzierten Magnesiumdosis lag, dass es etwas im Unterleib gezogen hat. Ansonsten habe ich mit leichten Kopfschmerzen zu kämpfen.
Außerdem stand der vorerst letzte Termin bei der Fauenärztin an, weil sie erstmal für drei Wochen in den Urlaub geht. Es gab keine Auffälligkeiten. Ich erkundigte mich noch nach möglichen Vertretungsärzten und dann konnte ich die Praxis schon wieder verlassen. Mal sehen ob wir uns vor der Geburt nochmal sehen.
Bei 36+1 habe ich mit der geburtsvorbereitenden Akupunktur angefangen. Da es meine zweite Geburt ist, gehe ich zwar ohnehin davon aus, dass sie nicht allzu lang dauern wird, wenn die zweite Phase durch die regelmäßige Nadelaktion noch etwas verkürzt wird, habe ich aber natürlich auch nichts dagegen.
Zur dritten Dopplerkontrolle war ich nochmal im Krankenhaus. Diesmal hatte der Chefarzt Dienst bei der Intensivschwangerenberatung. Mit meinem Wunsch, den Doppler nur an Nabelschnur und Plazenta durchzuführen konnte er nicht mitgehen. Er erklärte mir es sei veraltet, dass man bei diesbezüglich normalen Werten von einer ordnungsgemäßen Funktonalität ausgehen könne. Ich ließ mich überzeugen und so dopplerte er vollumfänglich. Die Plazentaverkalkung ist nun zwar zum dritten Grad fortgeschritten, aber das sei in dem Schwangerschaftsstadium ok meinte er. Der Doppler war komplett unauffällig. Somit können wir die letzten Wochen in Ruhe angehen und es muss nicht zum errechneten Termin oder eher eingeleitet werden. Selbst zu einer erneuten Kontrolle muss ich nicht mehr vorbei kommen. Der Doc meinte, wir sehen uns dann erst zur Geburt wieder.
39. Woche
Lange bin ich davon verschont geblieben, aber nun sind sie da, die Wassereinlagerungen. Die Sommerhitze hat wahrscheinlich ihr übriges dazu beigetragen. Nun sehen meine Füße wie die eines Jungelefanten aus und die Sprunggelenke sind nur noch im Ansatz zu erkennen. Auch die Hände hat es etwas erwischt, insgesamt ist das aber alles erträglich.
Die Waage zeigt nun stolze +14 kg an und entsprechend behäbig fühle ich mich. Der Bauumfang hielt sich konstant bei 105 cm.
Mein Mann hat es endlich geschafft seine Kliniktasche (zumindest in Ansätzen) zu packen. Somit sind wir jetzt bereit für den Geburtsstart. Da ich von Wehen allerdings noch so gar nichts merke, werden wir uns wohl noch etwas gedulden müssen.
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Montag, 25. Juli 2016
Mittwoch, 29. Juni 2016
35+0
Kaum zu glauben, heute bricht die 36. Woche an und damit rückt der Entbindungstermin nun doch langsam in greifbare Nähe.
Vor ein paar Tagen war ich zum Kontrolldoppler in der Klinik. Diesmal war eine andere Ärztin da, schon etwas älter und sehr erfahren. Auf meine Aussage hin, dass ich eine Bitte an sie habe, dachte sie zunächst sie solle das Geschlecht nicht verraten. Dass wir dieses aber schon gern wüssten und bis zu diesem Tag ahnungslos seien, hatte ich schnell richtig gestellt. Vielmehr bat ich sie das Kind selbst nicht zu dopplern, sondern nur meine Gefäße und die Nabelschnur. Sie sagte, dass es überhaupt kein Problem sei. Wenn die Werte soweit in Ordnung seien, wäre das auch gar nicht nötig.
Zunächst wurde das Geschlecht bestimmt. Sie konnte es sofort mit großer Sicherheit erkennen. Wir sind nun also im Bilde. Auch wenn wir mittlerweile alle Anschaffungen in neutralen Töne getätigt haben. Vermutlich hätten wir das aber so oder so nicht anders gemacht, weil ich diese Rosa- und Hellblau-Klischees nicht mag.
Beim Dopplern sah alles gut aus. Die Versorgung ist einwandfrei. Sie hat mir die Verkalkung gezeigt und ich konnte sie deutlich erkennen. Zum Glück ist sie aber nicht vorangeschritten und da ich eine recht große Plazenta habe, meinte die Ärztin, dass diese die Unterfunktion einzelner Abschnitte gut ausgleichen kann.
In drei Wochen soll ich noch einmal zur Kontrolle kommen und dann wird evt. bereits festgelegt, ob wir theoretisch noch über den Termin gehen können falls sich das Kindchen etwas mehr Zeit lässt oder ob dann eingeleitet werden muss.
Vorgestern stattete ich auch meiner Frauenärztin noch einen Besuch ab. Sie hat ein neues CTG, total modern, bei dem man die Kurve direkt auf dem Monitor beobachten kann. Es ist auch deutlich leiser als das Alte. Da das Kindchen die ganze Nacht wach war, wollte es am Morgen wohl eher schlafen und war deshalb ziemlich ruhig. Zum Schluss habe ich noch einen Schein für den Krankentransport bekommen, falls wir diesen in den nächsten Wochen benötigen. Da dieser aber das nächstgelegene Krankenhaus anfährt, werden wir ihn wirklich nur in Anspruch nehmen, wenn es nicht anders geht.
Und zum Abschluss heute noch ein paar Fakten:
Vor ein paar Tagen war ich zum Kontrolldoppler in der Klinik. Diesmal war eine andere Ärztin da, schon etwas älter und sehr erfahren. Auf meine Aussage hin, dass ich eine Bitte an sie habe, dachte sie zunächst sie solle das Geschlecht nicht verraten. Dass wir dieses aber schon gern wüssten und bis zu diesem Tag ahnungslos seien, hatte ich schnell richtig gestellt. Vielmehr bat ich sie das Kind selbst nicht zu dopplern, sondern nur meine Gefäße und die Nabelschnur. Sie sagte, dass es überhaupt kein Problem sei. Wenn die Werte soweit in Ordnung seien, wäre das auch gar nicht nötig.
Zunächst wurde das Geschlecht bestimmt. Sie konnte es sofort mit großer Sicherheit erkennen. Wir sind nun also im Bilde. Auch wenn wir mittlerweile alle Anschaffungen in neutralen Töne getätigt haben. Vermutlich hätten wir das aber so oder so nicht anders gemacht, weil ich diese Rosa- und Hellblau-Klischees nicht mag.
Beim Dopplern sah alles gut aus. Die Versorgung ist einwandfrei. Sie hat mir die Verkalkung gezeigt und ich konnte sie deutlich erkennen. Zum Glück ist sie aber nicht vorangeschritten und da ich eine recht große Plazenta habe, meinte die Ärztin, dass diese die Unterfunktion einzelner Abschnitte gut ausgleichen kann.
In drei Wochen soll ich noch einmal zur Kontrolle kommen und dann wird evt. bereits festgelegt, ob wir theoretisch noch über den Termin gehen können falls sich das Kindchen etwas mehr Zeit lässt oder ob dann eingeleitet werden muss.
Vorgestern stattete ich auch meiner Frauenärztin noch einen Besuch ab. Sie hat ein neues CTG, total modern, bei dem man die Kurve direkt auf dem Monitor beobachten kann. Es ist auch deutlich leiser als das Alte. Da das Kindchen die ganze Nacht wach war, wollte es am Morgen wohl eher schlafen und war deshalb ziemlich ruhig. Zum Schluss habe ich noch einen Schein für den Krankentransport bekommen, falls wir diesen in den nächsten Wochen benötigen. Da dieser aber das nächstgelegene Krankenhaus anfährt, werden wir ihn wirklich nur in Anspruch nehmen, wenn es nicht anders geht.
Und zum Abschluss heute noch ein paar Fakten:
- Bauchumfang:
105 cm - Gewichtszunahme:
10 kg (die Waage beim Arzt behauptet allerdings es seien 11,5 kg) - Wehwehchen:
nachts-manchmal Rückenschmerzen, tagsüber-Kurzatmigkeit, leicht geschwollene Finger - Anschaffungen:
Bis auf das Kinderbett und die Matratze sind alle notwendigen Dinge schon im Haus, wenn auch noch nicht vollständig einsatzbereit. - Kliniktasche:
Zumindest mit meinen Sachen endlich gepackt. - Gemütszustand:
Gut; ich habe momentan aber wenig Antrieb und lasse den Haushalt und andere Dinge, die ich mir vorgenommen habe, etwas schleifen.
Dienstag, 7. Juni 2016
Sorgen der 31. und 32. Woche
Zurzeit bin ich ziemlich schreibfaul. Um das Geschehen der letzten Wochen dennoch zu Papier zu bringen, muss ich mir sogar schon den Mutterpass zu Hilfe nehmen, ansonsten lassen sich die Daten nur noch schwer in Erinnerung bringen.
In der 31. Woche hatten wir den verschobenen Termin für den dritten großen Ultraschall. Da dieser mit der Arbeitsplanung meines Mannes gut korrespondierte, konnte er diesmal wieder dabei sein. Zunächst war ich wie gewohnt eine halbe Stunde am CTG angeschlossen bevor es nach kurzer Wartezeit zur Ärztin ging. Die kindliche Entwicklung sah wunderbar und zeitgerecht aus. Mit 1593g hatten wir nun bereits ein (Schätz)gewicht erreicht, bei dem eine natürliche Geburt auch in diesem frühen Stadium machbar wäre. Auch erfreulich war, dass der Krümel sich nunmehr in die Schädellage begeben hatte. Nach Auskunft der Ärztin sei nochmaliges Drehen in die Beckenendlage (wie in der 25. Woche geschehen) nun eher unwahrscheinlich.
Das alles schien aber mal wieder zu schön um wahr zu sein und so kam zum Schluss noch eine unangenehme Nachricht: Plazentaverkalkung zweiten Grades. Frau Doktor meinte es sei ihr noch etwas früh dafür und so wollte sie uns lieber zur Doppleruntersuchung überweisen. Nun sind wir bekanntermaßen keine Freunde des Dopplers und hatten es bisher stets vermieden diesen machen zu lassen. Aber da das der einzige Weg ist um sicherzustellen, dass das Kind weiterhin optimal versorgt wird, mussten wir wohl in den sauren Apfel beißen.
Nach dieser Nachricht waren wir erstmal ziemlich niedergeschlagen. In meinem Kopf entstanden bereits diverse Szenarien was passieren würde, wenn es dadurch zu einer Frühgeburt kommen müsste und ob die Ärzte hoffentlich den optimalen Zeitpunkt für den "Ausstieg" aus der Schwangerschaft finden würden. Nach etwas g**gelei, der auch ich mich diesmal nicht verschließen konnte, hatten wir uns aber wieder beruhigt, denn so ungewöhnlich schien die Verkalkung in diesem Stadium der Schwangerschaft doch gar nicht zu sein.
Wir entschieden uns einen Termin zur Intensivschwangerenberatung in dem Krankenhaus zu vereinbaren, in dem ich auch entbinden wollte. Und bekamen diesen auch bereits eine Woche später. Ich rechnete damit, dass das Ganze nach einer halben Stunde erledigt wäre, aber weit gefehlt. Zunächst war wieder CTG angesagt. Nach 45 Minuten hatte ich diese erste Etappe geschafft und wir füllten gemeinsam mit einer Hebamme den Anamnesebogen aus, der auch gleichzeitig für die Geburt dienen wird. Danach hieß es nochmal kurz warten, bevor uns die Ärztin in den Untersuchungsraum bat. Sie schallte das Kind und dopplerte dann meine Gefäße und die Nabelschnur bevor sie begann auch die Blutgefäße im Kopf des Kindes zu dopplern. Gerade das wollten wir immer nicht. Irgendwie waren mein Mann und ich aber so überumpelt von der Situation, dass wir nicht gesagt haben, dass wir das nicht möchten. Im Nachhinein ärgern wir uns nun schwarz darüber und malen uns die schlimmsten Szenarien aus, die diese Untersuchung auf die Entwicklung haben könnte. Richtig ärgerlich war zudem, dass es sich um eine Assistenzärztin handelte, die sich schwer damit tat eines der Gefäße richtig einzufangen und deshalb mehrfach herumprobierte, bis die zwischenzeitlich hinzugekommene Fachärztin meinte, sie gehe selber mal an das Gerät, weil diese Stelle immer etwas schwierig sei.
Das positive Ergebnis, dass die Plazenta weiterhin wunderbar funktioniert und das Kindchen prima versorgt wird, konnte uns dadurch auch nicht mehr so richtig glücklich stimmen. Für Ende Juni habe ich noch einen weiteren Termin bekommen, in dem dann wieder geschaut werden soll wie sich die Versorgungslage darstellt. Momentan habe ich darauf so gar keine Lust, zumindest müssen wir mit unseren Ansagen dann konsequenter sein. Es bringt schließlich alles nichts, wenn man sich hinterher deswegen die Nerven aufreibt.
In der 31. Woche hatten wir den verschobenen Termin für den dritten großen Ultraschall. Da dieser mit der Arbeitsplanung meines Mannes gut korrespondierte, konnte er diesmal wieder dabei sein. Zunächst war ich wie gewohnt eine halbe Stunde am CTG angeschlossen bevor es nach kurzer Wartezeit zur Ärztin ging. Die kindliche Entwicklung sah wunderbar und zeitgerecht aus. Mit 1593g hatten wir nun bereits ein (Schätz)gewicht erreicht, bei dem eine natürliche Geburt auch in diesem frühen Stadium machbar wäre. Auch erfreulich war, dass der Krümel sich nunmehr in die Schädellage begeben hatte. Nach Auskunft der Ärztin sei nochmaliges Drehen in die Beckenendlage (wie in der 25. Woche geschehen) nun eher unwahrscheinlich.
Das alles schien aber mal wieder zu schön um wahr zu sein und so kam zum Schluss noch eine unangenehme Nachricht: Plazentaverkalkung zweiten Grades. Frau Doktor meinte es sei ihr noch etwas früh dafür und so wollte sie uns lieber zur Doppleruntersuchung überweisen. Nun sind wir bekanntermaßen keine Freunde des Dopplers und hatten es bisher stets vermieden diesen machen zu lassen. Aber da das der einzige Weg ist um sicherzustellen, dass das Kind weiterhin optimal versorgt wird, mussten wir wohl in den sauren Apfel beißen.
Nach dieser Nachricht waren wir erstmal ziemlich niedergeschlagen. In meinem Kopf entstanden bereits diverse Szenarien was passieren würde, wenn es dadurch zu einer Frühgeburt kommen müsste und ob die Ärzte hoffentlich den optimalen Zeitpunkt für den "Ausstieg" aus der Schwangerschaft finden würden. Nach etwas g**gelei, der auch ich mich diesmal nicht verschließen konnte, hatten wir uns aber wieder beruhigt, denn so ungewöhnlich schien die Verkalkung in diesem Stadium der Schwangerschaft doch gar nicht zu sein.
Wir entschieden uns einen Termin zur Intensivschwangerenberatung in dem Krankenhaus zu vereinbaren, in dem ich auch entbinden wollte. Und bekamen diesen auch bereits eine Woche später. Ich rechnete damit, dass das Ganze nach einer halben Stunde erledigt wäre, aber weit gefehlt. Zunächst war wieder CTG angesagt. Nach 45 Minuten hatte ich diese erste Etappe geschafft und wir füllten gemeinsam mit einer Hebamme den Anamnesebogen aus, der auch gleichzeitig für die Geburt dienen wird. Danach hieß es nochmal kurz warten, bevor uns die Ärztin in den Untersuchungsraum bat. Sie schallte das Kind und dopplerte dann meine Gefäße und die Nabelschnur bevor sie begann auch die Blutgefäße im Kopf des Kindes zu dopplern. Gerade das wollten wir immer nicht. Irgendwie waren mein Mann und ich aber so überumpelt von der Situation, dass wir nicht gesagt haben, dass wir das nicht möchten. Im Nachhinein ärgern wir uns nun schwarz darüber und malen uns die schlimmsten Szenarien aus, die diese Untersuchung auf die Entwicklung haben könnte. Richtig ärgerlich war zudem, dass es sich um eine Assistenzärztin handelte, die sich schwer damit tat eines der Gefäße richtig einzufangen und deshalb mehrfach herumprobierte, bis die zwischenzeitlich hinzugekommene Fachärztin meinte, sie gehe selber mal an das Gerät, weil diese Stelle immer etwas schwierig sei.
Das positive Ergebnis, dass die Plazenta weiterhin wunderbar funktioniert und das Kindchen prima versorgt wird, konnte uns dadurch auch nicht mehr so richtig glücklich stimmen. Für Ende Juni habe ich noch einen weiteren Termin bekommen, in dem dann wieder geschaut werden soll wie sich die Versorgungslage darstellt. Momentan habe ich darauf so gar keine Lust, zumindest müssen wir mit unseren Ansagen dann konsequenter sein. Es bringt schließlich alles nichts, wenn man sich hinterher deswegen die Nerven aufreibt.
Montag, 16. Mai 2016
29. Woche - Die ersten Herztöne
Vier Wochen sind schon wieder vorbei und somit war ich am 12. Mai wieder beim Frauenarzt. Nach Gewichts-, Blutdruck und Urinbestimmung nahm ich auf der Couch beim CTG platz. Wie auch schon bei der letzten Schwangerschaft musste ich einen der CTG-Köpfe halten, damit die Herztöne dauerhaft eingefangen werden konnten. Das ist ein bisschen nervig, weil einerseits die Hand mit der Zeit taub wird und man sich nicht großartig bewegen kann. Wahrscheinlich liegt das an dem etwas antiquierten Gerät.
Dem Kindchen scheinen die eigenen Herztöne nicht sonderlich zu gefallen, es hat sich mehrfach gedreht und gewendet und sich der Aufzeichnung so kurzfristig entzogen. Aber auch das kenne ich bereits vom letzten Mal.
Gegen Ende der Aufzeichnungsphase bekam ich plötzlich totale Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Ohrensausen, weshalb ich mich in die Liegeposition begeben musste. Kurz darauf schaute die Schwester nach mir, gab mir daraufhin etwas Wasser und maß den Blutdruck. Mit 100/60 war dieser erwartungsgemäß etwas schwach.
Glücklicherweise konnte ich liegen bleiben und musste nicht mehr lange warten, bis ich zur Ärztin durfte. Sie meinte das CTG war super, aber den großen Ultraschall wollte sie aufgrund meiner Kreislaufschwäche lieber auf den nächsten Termin verschieben. Deshalb nahm sie mir nur schnell Blut für die Toxo- und CMV-Bestimmung ab. Danach ging es kurz auf die Liege wo mittels Ultraschall Herz und Gehirn begutachtet wurden. Außerdem gibt es nun eine etwas sicherere Prognose bezüglich des Geschlechts. :-)
In anderthalb Wochen habe ich den nächsten Termin und dann wird das Kindchen wieder rundum vermessen.
Den Rest des Tages verbrachte ich dann dösend auf der Couch, denn auch permanentes Trinken brachte mich nicht richtig wieder auf die Beine.
Dem Kindchen scheinen die eigenen Herztöne nicht sonderlich zu gefallen, es hat sich mehrfach gedreht und gewendet und sich der Aufzeichnung so kurzfristig entzogen. Aber auch das kenne ich bereits vom letzten Mal.
Gegen Ende der Aufzeichnungsphase bekam ich plötzlich totale Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Ohrensausen, weshalb ich mich in die Liegeposition begeben musste. Kurz darauf schaute die Schwester nach mir, gab mir daraufhin etwas Wasser und maß den Blutdruck. Mit 100/60 war dieser erwartungsgemäß etwas schwach.
Glücklicherweise konnte ich liegen bleiben und musste nicht mehr lange warten, bis ich zur Ärztin durfte. Sie meinte das CTG war super, aber den großen Ultraschall wollte sie aufgrund meiner Kreislaufschwäche lieber auf den nächsten Termin verschieben. Deshalb nahm sie mir nur schnell Blut für die Toxo- und CMV-Bestimmung ab. Danach ging es kurz auf die Liege wo mittels Ultraschall Herz und Gehirn begutachtet wurden. Außerdem gibt es nun eine etwas sicherere Prognose bezüglich des Geschlechts. :-)
In anderthalb Wochen habe ich den nächsten Termin und dann wird das Kindchen wieder rundum vermessen.
Den Rest des Tages verbrachte ich dann dösend auf der Couch, denn auch permanentes Trinken brachte mich nicht richtig wieder auf die Beine.
Montag, 2. Mai 2016
22. bis 27. Woche
In den letzten Wochen habe ich wenig geschrieben, weil es so richtig Spannendes gar nicht zu berichten gab. Seit die Halbzeit geschafft ist, scheinen die Wochen nur so zu verfliegen. Ein Grund dafür sind diverse Sortier- und Aufräumaktionen, die ich mir schon lange vorgenommen, während der Arbeit aber nie Muße dazu hatte. Außerdem habe ich vor vier Wochen mit einem Vorbereitungskurs für das Cambridge Certificate in Advanced English angefangen. Auch dafür blieb bisher nie Zeit. Neben dem wöchentlichen Kurs muss ich daheim einiges tun, denn Sprachen lernen war nie meine Stärke und schließlich will ich den Test bestehen. Dieser ist zwar erst im Dezember, so viel Zeit wie jetzt werde ich aber wohl im zweiten Semester nicht haben.
Nun zu den Baby-Themen. Das Ergebnis des Bluttests von meinem Allgemeinarzt stand noch aus. Telefonisch informierte er mich, dass ich zu wenig rote Blutkörperchen hätte und am besten einmal täglich ein Eisenpräparat zu mir nehmen soll. Dieses hatte ich von meiner Frauenärztin bereits vorsorglich verschrieben bekommen und musste somit nur noch mit der Einnahme starten. Ansonsten waren die Laborergebnisse völlig in Ordnung.
Auch unser zweites Treffen mit der Hebamme fand statt. Zu meinem zeitweisen Herzrasen meinte sie, es könne auch mit dem Herzschlag des Kindes zusammenhängen, da man diesen während des zweiten Trimesters teilweise deutlich spürt. Des Weiteren sprachen wir kurz über die Auswahl der Geburtsklinik. Aufgrund des deutlich besseren Stillmanagements empfahl sie uns das KH 2 dem KH 3 vorzuziehen. Anschließend stellte sie uns noch ein Tragetuch und ein Tragesystem vor, so dass wir uns einen ersten Eindruck verschaffen konnten. Wir wollen nämlich unbedingt viel tragen. Momentan bevorzugen wir das Tragesystem. Das hat zwar den Nachteil, dass wir es erst nutzen können, wenn das Würmchen ein paar Wochen alt ist, aber wir werden in der ersten Zeit einfach den Kinderwagen vermehrt zum Einsatz bringen.
Körperlich ging es mir die letzten Wochen ziemlich gut.
Nun zu den Baby-Themen. Das Ergebnis des Bluttests von meinem Allgemeinarzt stand noch aus. Telefonisch informierte er mich, dass ich zu wenig rote Blutkörperchen hätte und am besten einmal täglich ein Eisenpräparat zu mir nehmen soll. Dieses hatte ich von meiner Frauenärztin bereits vorsorglich verschrieben bekommen und musste somit nur noch mit der Einnahme starten. Ansonsten waren die Laborergebnisse völlig in Ordnung.
Auch unser zweites Treffen mit der Hebamme fand statt. Zu meinem zeitweisen Herzrasen meinte sie, es könne auch mit dem Herzschlag des Kindes zusammenhängen, da man diesen während des zweiten Trimesters teilweise deutlich spürt. Des Weiteren sprachen wir kurz über die Auswahl der Geburtsklinik. Aufgrund des deutlich besseren Stillmanagements empfahl sie uns das KH 2 dem KH 3 vorzuziehen. Anschließend stellte sie uns noch ein Tragetuch und ein Tragesystem vor, so dass wir uns einen ersten Eindruck verschaffen konnten. Wir wollen nämlich unbedingt viel tragen. Momentan bevorzugen wir das Tragesystem. Das hat zwar den Nachteil, dass wir es erst nutzen können, wenn das Würmchen ein paar Wochen alt ist, aber wir werden in der ersten Zeit einfach den Kinderwagen vermehrt zum Einsatz bringen.
Körperlich ging es mir die letzten Wochen ziemlich gut.
- Ab und zu habe/hatte ich leichte Rückenschmerzen, die hatte ich an genau der selben Stelle aber auch schon vor der Schwangerschaft.
- Das Ziehen im Unterleib hat sich fast vollständig verflüchtigt, wahrscheinlich trägt die erhöhte Magnesiumdosis dazu bei.
- An Durchschlafen ist nachts aufgrund des obligatorischen Badbesuchs zwar nicht zu denken, aber mit den neuen Liegepositionen habe ich mich gut arrangiert. Die zweite Nachthälfte verbringe ich dann zumeist im Gästezimmer, weil ich immer etwas Zeit benötige, um wieder in den Schlaf zu finden. Ein Buch oder englische Podcasts helfen aber ganz gut und glücklicherweise muss ich morgens zu keiner bestimmten Zeit aufstehen. So ist alles recht entspannt.
- In Sachen Essen verspüre ich einen enormen Heißhunger auf alles Schokoladige, ersatzweise auch anderen Süßkram. Während ich früher nur ganz selten zu Schokolade gegriffen habe, ist mir aktuell jede Form in rauen Mengen recht. Im Sinne der Gesundheit versuche ich mich zwar einzuschränken, aber wenn die Sachen im Haus sind fällt das durchaus schwer.
- Bis heute habe ich fünf Kilogramm seit Beginn der Schwangerschaft zugenommen und bin mit der Gewichtsentwicklung ganz zufrieden.
Donnerstag, 14. April 2016
Große Arztrunde
Heute hatte ich einen Kontrolltermin bei der Frauenärztin und der Zuckertest stand an. Das Getränk an sich fand ich nicht besonders widerlich, aber je länger ich warten musste, um so mehr sehnte ich mich nach etwas Herzhaften. Nach einer Stunde durfte ich endlich in den Untersuchungsraum und berichtete von meinen Wehwehchen. In letzter Zeit habe ich nämlich immer mal starkes/hartes Herzklopfen und dabei etwas Atemnot. Komischerweise tritt das meist im Sitzen auf und nicht, wenn ich mich körperlich angestrengt habe. Um das checken zu lassen, stellte mir Frau Doktor eine Überweisung zum EKG beim Allgemeinarzt aus.
Danach ging es auf die Liege zum Ultraschall mit dem neuen (Test-)Gerät. Neben der Messung des Bauchs ergaben sich auch bei der Sichtung des Fruchtwassers und des Gebärmutterhalses gute Ergebnisse, mit denen die Ärztin total zufrieden war. Der Krümel saß gerade und knabberte am Arm. Das Bild gefiel ihr so gut, dass ich davon gleich ein Paar Ausdrucke mitbekam.
Das nächste Mal darf ich mich in vier Wochen wieder vorstellen. Sie bot mir zwar an bereits in zwei Wochen vorbeikommen zu können, aber so lange ich keine Beschwerden habe, sehe ich dafür keine Notwendigkeit.
Mit der Überweisung in der Hand stiefelte ich direkt ein paar Meter weiter zum Allgemeinarzt, um mir einen Termin für das EKG zu holen. Dort war wie immer die Hölle los und das Wartezimmer brechend voll. Die Arzthelferin erkannte mich sofort (sie ist eine ehemalige Mitschülerin aus meinem Abi Biologe-LK) und bot mir an direkt da zu bleiben. Trotz des großen Patientenaufkommens musste ich gar nicht lange warten und das EKG wurde geschrieben. Zehn Minuten später durfte ich auch schon zum Arzt herein. Beziehungen zahlen sich manchmal ganz gut aus...
Das EKG war unauffällig nur der Ruhepuls etwas hoch, aber noch in der Norm. So richtig ließ sich daraus nichts ableiten, so dass der Doc noch eine Blutuntersuchung zur Bestimmung der Schilddrüsenwerte anordnete. Dafür muss ich in den nächsten Tagen nochmal vorbeischauen.
Da sich im selben Haus eine Kinderärztin befindet schneite ich dort direkt mal rein, um zu fragen ob sie uns für die U2 annehmen würden. Aufgrund meines Planes, eine ambulante Geburt zu versuchen, bräuchten wir dann einen Arzt der die Untersuchung durchführt. Die Voraussetzung des Wohnortes konnte ich schonmal erfüllen. Am Tag der Geburt sollte mein Mann direkt anrufen und einen Termin zu vereinbaren. Leider hat die Praxis aber vom 18.7. bis 5.8. geschlossen. Sollte die U2 in diesen Zeitraum fallen, würde ich sie wohl doch lieber im Krankenhaus mitmachen lassen, um nicht noch auf die Suche nach einem anderen Arzt gehen zu müssen. Ein weiteres Manko ist, dass der Hüftultraschall in der Praxis erst bei der U3 durchgeführt wird, im Krankenhaus jedoch schon bei der U2. Da wir uns in einem Risikogebiet für Hüftdysplasie befinden, hat sich wohl herausgestellt dass es besser ist, dies direkt bei der U2 zu untersuchen, um keine Behandlungszeit zu verlieren. Tja, sollte damit die ambulante Geburt doch an Pluspunkten verlieren?
Als letzte Station der Arztrunde führte mich mein kleiner Spaziergang durch die Stadt noch zum Zahnarzt. Ich hatte in den letzten Wochen verschwitzt einen Termin zur Vorsorge zu vereinbaren und erledigte das heute direkt vor Ort. Da meine liebe Zahnärztin und Ex-Nachbarin aktuell selbst in Elternzeit ist, werde ich in zwei Wochen ihre Vertretung testen. Momentan habe ich keine Beschwerden und so gehe ich davon aus, dass alles in Ordnung sein wird.
Danach ging es auf die Liege zum Ultraschall mit dem neuen (Test-)Gerät. Neben der Messung des Bauchs ergaben sich auch bei der Sichtung des Fruchtwassers und des Gebärmutterhalses gute Ergebnisse, mit denen die Ärztin total zufrieden war. Der Krümel saß gerade und knabberte am Arm. Das Bild gefiel ihr so gut, dass ich davon gleich ein Paar Ausdrucke mitbekam.
Das nächste Mal darf ich mich in vier Wochen wieder vorstellen. Sie bot mir zwar an bereits in zwei Wochen vorbeikommen zu können, aber so lange ich keine Beschwerden habe, sehe ich dafür keine Notwendigkeit.
Mit der Überweisung in der Hand stiefelte ich direkt ein paar Meter weiter zum Allgemeinarzt, um mir einen Termin für das EKG zu holen. Dort war wie immer die Hölle los und das Wartezimmer brechend voll. Die Arzthelferin erkannte mich sofort (sie ist eine ehemalige Mitschülerin aus meinem Abi Biologe-LK) und bot mir an direkt da zu bleiben. Trotz des großen Patientenaufkommens musste ich gar nicht lange warten und das EKG wurde geschrieben. Zehn Minuten später durfte ich auch schon zum Arzt herein. Beziehungen zahlen sich manchmal ganz gut aus...
Das EKG war unauffällig nur der Ruhepuls etwas hoch, aber noch in der Norm. So richtig ließ sich daraus nichts ableiten, so dass der Doc noch eine Blutuntersuchung zur Bestimmung der Schilddrüsenwerte anordnete. Dafür muss ich in den nächsten Tagen nochmal vorbeischauen.
Da sich im selben Haus eine Kinderärztin befindet schneite ich dort direkt mal rein, um zu fragen ob sie uns für die U2 annehmen würden. Aufgrund meines Planes, eine ambulante Geburt zu versuchen, bräuchten wir dann einen Arzt der die Untersuchung durchführt. Die Voraussetzung des Wohnortes konnte ich schonmal erfüllen. Am Tag der Geburt sollte mein Mann direkt anrufen und einen Termin zu vereinbaren. Leider hat die Praxis aber vom 18.7. bis 5.8. geschlossen. Sollte die U2 in diesen Zeitraum fallen, würde ich sie wohl doch lieber im Krankenhaus mitmachen lassen, um nicht noch auf die Suche nach einem anderen Arzt gehen zu müssen. Ein weiteres Manko ist, dass der Hüftultraschall in der Praxis erst bei der U3 durchgeführt wird, im Krankenhaus jedoch schon bei der U2. Da wir uns in einem Risikogebiet für Hüftdysplasie befinden, hat sich wohl herausgestellt dass es besser ist, dies direkt bei der U2 zu untersuchen, um keine Behandlungszeit zu verlieren. Tja, sollte damit die ambulante Geburt doch an Pluspunkten verlieren?
Als letzte Station der Arztrunde führte mich mein kleiner Spaziergang durch die Stadt noch zum Zahnarzt. Ich hatte in den letzten Wochen verschwitzt einen Termin zur Vorsorge zu vereinbaren und erledigte das heute direkt vor Ort. Da meine liebe Zahnärztin und Ex-Nachbarin aktuell selbst in Elternzeit ist, werde ich in zwei Wochen ihre Vertretung testen. Momentan habe ich keine Beschwerden und so gehe ich davon aus, dass alles in Ordnung sein wird.
Donnerstag, 24. März 2016
Blasenentzündung hartnäckiger als gedacht
Ich komme gerade von meinem zweite Frauenarztbesuch in dieser Woche. Und leider hält sich die Blasenentzündung hartnäckig. Die Werte habe sich zwar gebessert, sind aber noch nicht wieder im Normbereich angekommen.
Die Konsequenz: ich muss ein weiteres Antibiotikum nehmen. Diesmal eine andere Sorte und nur eine Einmaldosis in Pulverform. Das Mittelchen habe ich sogleich angerührt, da es mit Abstand von zwei Stunden zwischen zwei Mahlzeiten genommen werden soll.
Auf der Packungsbeilage stand, dass man während einer Antibiotikabehandlung nicht mehr als zwei Liter am Tag trinken soll, um die Wirksamkeit nicht zu beeinträchtigen. Das hätte ich mal eher wissen sollen. Denn als ich das andere Präparat genommen habe, habe ich deutlich mehr getrunken. Ob es deswegen nicht im gewünschten Umfang angeschlagen hat?
Hoffen wir mal es war die letzte Arznei die ich zu mir nehmen musste. Die Apothekerin gibt mir bereits Geschenke mit, weil ich in den letzten Tage so oft dort war, aber ich hatte nicht vor Stammkunde zu werden.
Die Konsequenz: ich muss ein weiteres Antibiotikum nehmen. Diesmal eine andere Sorte und nur eine Einmaldosis in Pulverform. Das Mittelchen habe ich sogleich angerührt, da es mit Abstand von zwei Stunden zwischen zwei Mahlzeiten genommen werden soll.
Auf der Packungsbeilage stand, dass man während einer Antibiotikabehandlung nicht mehr als zwei Liter am Tag trinken soll, um die Wirksamkeit nicht zu beeinträchtigen. Das hätte ich mal eher wissen sollen. Denn als ich das andere Präparat genommen habe, habe ich deutlich mehr getrunken. Ob es deswegen nicht im gewünschten Umfang angeschlagen hat?
Hoffen wir mal es war die letzte Arznei die ich zu mir nehmen musste. Die Apothekerin gibt mir bereits Geschenke mit, weil ich in den letzten Tage so oft dort war, aber ich hatte nicht vor Stammkunde zu werden.
Mittwoch, 23. März 2016
Turbulenzen in der 21. Woche
Die Woche begann mit meiner ersten Teilnahme am Schwangerenschwimmen. Neben dem Yogakurs sollte das meine zweite sportliche Betätigung werden, damit ich fit und mobil durch die zweite Hälfte der Schwangerschaft komme. Es war durchaus etwas anstrengend, ließ sich aber gut an, so dass der Probelauf als gelungen bezeichnet werden konnte.
Im Anschluss traf ich zufällig eine alte Mannschaftskameradin, welche mit ihrem dritten Kind zum Babyschwimmen ebenfalls in der Halle war. Wir schwatzten kurz und sie fragte mich nach den Hintergründen der stillen Geburt von Henriette. Sie war die erste die mich nach zwei Jahren darauf ansprach und ich konnte ganz frei erzählen. Obwohl wir nicht viel Zeit hatten, hat es mich wirklich gefreut sie mal wieder zu sehen.
Auf der Heimfahrt merkte ich dann jedoch, dass ich ziemlich nah am Wasser gebaut war in dieser Woche. Schließlich stand der zweite Geburtstag von Henriette an. Während wir im letzten Jahr zu dieser Zeit im Urlaub weilten und reichlich Ablenkung hatten, war das Thema dieses Mal richtig präsent.
Bereits seit ein paar Tagen hatte ich ein Ziehen im Unterbauch, welches auch durch die gesteigerte Magnesiumeinnahme noch nicht besser wurde. Am Dienstagabend verkrampfte sich mein Bauch so sehr, dass ich leichte Panik bekam. Ich konnte nicht einschätzen, ob das eine Wehe gewesen sein sollte oder nicht. Nach 20 Minuten war es vorbei und kam glücklicherweise weder in der Nacht noch in den darauffolgenden Tagen wieder. Gegen Ende der Woche war dann auch das Ziehen gänzlich verschwunden.
Nachts konnte ich schon seit einiger Zeit nicht mehr Durchschlafen. Zum einen trieb mich der Harndrang aus dem Bett und zum anderen tat mir wegen der Seitenlage mein Becken nach einigen Stunden weh. Zumindest konnte ich die Anteile der Rückenlage gut minimieren und gewöhne mich langsam an die neue Liegeposition.
Am Freitag hatte ich dann den Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin. Mein Mann war diesmal mit dabei und so wurde der Ultraschall für ihn nochmal etwas ausgeweitet. Die Lage des Krümels war auch diesmal nicht so gut. Zumindest konnten aber die Herzkammern einwandfrei begutachtet werden. Es sah gut aus und das Herz schlug ganz rhythmisch.
Lust auf ein Outing hatte das Kindchen jedoch wieder nicht und verschloss uns den freien Blick, indem es die gesamte Zeit die Beine übereinander kreuzte. Frau Doktor erzählte uns noch ganz euphorisch, dass an diesem Nachmittag ein Vertreter für Ultraschallgeräte zu ihr käme. Sie wolle unbedingt ein neues Gerät haben und versucht probeweise eines im April zu bekommen. Mit dem kann sie dann 3D-Ansichten zeigen und uns ein schönes Bild mitgeben. Sie ist wirklich total lieb zu uns und ich verstehe mich richtig gut mit ihr. Ab und zu plauschen wir sogar über private Dinge. Ich bin froh, dass wir seit zwei Jahren so super von ihr betreut werden.
Leider gab es aber auch eine schlechte Nachricht. Ich hatte erhöhte Entzündungswerte, die eine Blaseninfektion anzeigten. Na klasse, da gehe ich einmal zum Schwimmen und dann gleich sowas. Die Ärztin meinte, normalerweise würde sie viel Trinken empfehlen und dann wäre das in den Griff zu bekommen. In der Schwangerschaft ist ihr das aber zu heikel und so bekam ich Antibiotika verschrieben. Diese sollte ich für drei Tage einnehmen und kurz vor Ostern nochmal vorbei schauen, um zu klären, ob die Infektion sich verzogen hätte.
Glücklich waren mein Mann und ich mit der Situation natürlich nicht, wollten wir doch Chemie während der Schwangerschaft tunlichst vermeiden. Mich beruhigte etwas, dass die Packungsbeilage des Medikaments davon sprach, dass keine Schädigungen des Kindes durch das Präparat nachzuweisen seien und so schluckte ich die Dinger eben. Allemal besser als stärkere Komplikationen wenn sie die Entzündung ausweiten sollte.
Am Sonntag dann der nächste Schock. Mein routinemäßiger PH-Werttest zeigte nicht das gewohnte sonnengelb an. Zunächst dachte ich der Handschuh sei vielleicht defekt und probierte einen zweiten und dritten aus. Nachdem auch diese einen merkwürdigen Farbverlauf anzeigten, ließ ich es dabei bewenden und beschloss am Abend nochmal zu testen. Auf der Beschreibung zu den Handschuhen las ich kurz nach und entdeckte einen Hinweis, dass bei Antibiotikabehandlungen das saure Milieu zerstört und sich dadurch der PH-Wert erhöhen kann. Der Test am Abend bestätigte das Ergebnis und zeigte einen Wert von 5,0, also außerhalb des Normbereichs.
Prima. Ich lasse also gar nichts aus. In diesem Moment schwand für kurze Zeit mein gutes Gefühl, dass bei dieser Schwangerschaft alles glatt gehen würde. Zum Glück hielt das nicht lange an. Ich beschloss direkt am Montag wieder zur Ärztin zu eilen, um abzuklären was nun zu tun sei. Bis Donnerstag wollte ich damit auf keinen Fall warten.
Wie sagte letztens eine Freundin zu mir, lieber einmal zu viel als zu wenig zum Arzt gehen. Normalerweise bin ich dafür zwar nicht der Typ, aber diesmal darf einfach nichts schief gehen.
Im Anschluss traf ich zufällig eine alte Mannschaftskameradin, welche mit ihrem dritten Kind zum Babyschwimmen ebenfalls in der Halle war. Wir schwatzten kurz und sie fragte mich nach den Hintergründen der stillen Geburt von Henriette. Sie war die erste die mich nach zwei Jahren darauf ansprach und ich konnte ganz frei erzählen. Obwohl wir nicht viel Zeit hatten, hat es mich wirklich gefreut sie mal wieder zu sehen.
Auf der Heimfahrt merkte ich dann jedoch, dass ich ziemlich nah am Wasser gebaut war in dieser Woche. Schließlich stand der zweite Geburtstag von Henriette an. Während wir im letzten Jahr zu dieser Zeit im Urlaub weilten und reichlich Ablenkung hatten, war das Thema dieses Mal richtig präsent.
Bereits seit ein paar Tagen hatte ich ein Ziehen im Unterbauch, welches auch durch die gesteigerte Magnesiumeinnahme noch nicht besser wurde. Am Dienstagabend verkrampfte sich mein Bauch so sehr, dass ich leichte Panik bekam. Ich konnte nicht einschätzen, ob das eine Wehe gewesen sein sollte oder nicht. Nach 20 Minuten war es vorbei und kam glücklicherweise weder in der Nacht noch in den darauffolgenden Tagen wieder. Gegen Ende der Woche war dann auch das Ziehen gänzlich verschwunden.
Nachts konnte ich schon seit einiger Zeit nicht mehr Durchschlafen. Zum einen trieb mich der Harndrang aus dem Bett und zum anderen tat mir wegen der Seitenlage mein Becken nach einigen Stunden weh. Zumindest konnte ich die Anteile der Rückenlage gut minimieren und gewöhne mich langsam an die neue Liegeposition.
Am Freitag hatte ich dann den Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin. Mein Mann war diesmal mit dabei und so wurde der Ultraschall für ihn nochmal etwas ausgeweitet. Die Lage des Krümels war auch diesmal nicht so gut. Zumindest konnten aber die Herzkammern einwandfrei begutachtet werden. Es sah gut aus und das Herz schlug ganz rhythmisch.
Lust auf ein Outing hatte das Kindchen jedoch wieder nicht und verschloss uns den freien Blick, indem es die gesamte Zeit die Beine übereinander kreuzte. Frau Doktor erzählte uns noch ganz euphorisch, dass an diesem Nachmittag ein Vertreter für Ultraschallgeräte zu ihr käme. Sie wolle unbedingt ein neues Gerät haben und versucht probeweise eines im April zu bekommen. Mit dem kann sie dann 3D-Ansichten zeigen und uns ein schönes Bild mitgeben. Sie ist wirklich total lieb zu uns und ich verstehe mich richtig gut mit ihr. Ab und zu plauschen wir sogar über private Dinge. Ich bin froh, dass wir seit zwei Jahren so super von ihr betreut werden.
Leider gab es aber auch eine schlechte Nachricht. Ich hatte erhöhte Entzündungswerte, die eine Blaseninfektion anzeigten. Na klasse, da gehe ich einmal zum Schwimmen und dann gleich sowas. Die Ärztin meinte, normalerweise würde sie viel Trinken empfehlen und dann wäre das in den Griff zu bekommen. In der Schwangerschaft ist ihr das aber zu heikel und so bekam ich Antibiotika verschrieben. Diese sollte ich für drei Tage einnehmen und kurz vor Ostern nochmal vorbei schauen, um zu klären, ob die Infektion sich verzogen hätte.
Glücklich waren mein Mann und ich mit der Situation natürlich nicht, wollten wir doch Chemie während der Schwangerschaft tunlichst vermeiden. Mich beruhigte etwas, dass die Packungsbeilage des Medikaments davon sprach, dass keine Schädigungen des Kindes durch das Präparat nachzuweisen seien und so schluckte ich die Dinger eben. Allemal besser als stärkere Komplikationen wenn sie die Entzündung ausweiten sollte.
Am Sonntag dann der nächste Schock. Mein routinemäßiger PH-Werttest zeigte nicht das gewohnte sonnengelb an. Zunächst dachte ich der Handschuh sei vielleicht defekt und probierte einen zweiten und dritten aus. Nachdem auch diese einen merkwürdigen Farbverlauf anzeigten, ließ ich es dabei bewenden und beschloss am Abend nochmal zu testen. Auf der Beschreibung zu den Handschuhen las ich kurz nach und entdeckte einen Hinweis, dass bei Antibiotikabehandlungen das saure Milieu zerstört und sich dadurch der PH-Wert erhöhen kann. Der Test am Abend bestätigte das Ergebnis und zeigte einen Wert von 5,0, also außerhalb des Normbereichs.
Prima. Ich lasse also gar nichts aus. In diesem Moment schwand für kurze Zeit mein gutes Gefühl, dass bei dieser Schwangerschaft alles glatt gehen würde. Zum Glück hielt das nicht lange an. Ich beschloss direkt am Montag wieder zur Ärztin zu eilen, um abzuklären was nun zu tun sei. Bis Donnerstag wollte ich damit auf keinen Fall warten.
Wie sagte letztens eine Freundin zu mir, lieber einmal zu viel als zu wenig zum Arzt gehen. Normalerweise bin ich dafür zwar nicht der Typ, aber diesmal darf einfach nichts schief gehen.
Dienstag, 15. März 2016
20. Woche: Organultraschall und/oder Feindiagnostik?
Nachdem wir bei der letzen Schwangerschaft neben dem Erst- und Zweitrimesterscreening auch die Feindiagnostik haben machen lassen und miterleben mussten, dass all diese Untersuchungen nur eine Scheinsicherheit erzeugen, wollen wir diesmal die Anzahl und Dauer der Beschallungen möglichst gering halten.
Wir überlegten hin und her ob wir tatsächlich wieder zur Feindiagnostik gehen sollten oder ob der Organultraschall bei meiner Frauenärztin nicht auch ausreichen würde. Auf den ersten Blick ergab die Feindiagnostik für uns keinen Mehrwert, vor allem da wir keinen Dopplerultraschall machen lassen wollten. Als ich den Termin bei einer Ärztin hatte, sprach ich nochmal alles mit ihr durch. Der Zustand der mütterlichen Gefäße kann nur mit Doppler erfasst werden und ansonsten ist beim Feindiagnostiker nur das Ultraschallgerät ein besseres. Sie stimmte unserer Meinung zu, dass sofern sie keine Auffälligkeiten entdecke, wir uns den zusätzlichen Gang sparen können, weil wir ohnehin keine Konsequenzen aus einer möglichen negativen Diagnose ziehen würden.
Da ich an diesem Tag die letzte Patientin war, nahm sich Frau Dr. ganz viel Zeit mir im Ultraschall alles genau zu erklären. Was sie sah war gut entwickelt und augenscheinlich in Ordnung. Einzig die Herzkammern konnte sie nicht richtig begutachten, weil diese durch die ungünstige Lage des Kindes nur mit Schallschatten zu sehen waren.
Hinsichtlich des Geschlechts blieben wir mal wieder im Dunkeln. Mit zusammengekniffenen Beinen ist da einfach nichts zu machen. :)
Zur Kontrolle des Herzens (mit Hoffnung auf eine andere Kindslage) sollte ich eine Woche später nochmal einen Termin vereinbaren. Damit haben wir auch eine weitere Chance zur Geschlechtsbestimmung.
Natürlich hatte ich wieder eine kleine Liste mit Fragen dabei. Mein "Heißdurst" auf Früchtetee hatte mich zu einer schönen Beerenmischung mit Waldmeister geführt, welche auch sehr lecker war. Zumindest für zwei Tassen, denn als ich meinem Mann davon erzählte meinte er sofort, dass man Waldmeister doch während der Schwangerschaft nicht zu sich nehmen soll. Upps, das hatte ich gar nicht im Blick. Eine kurze Recherche im Netz bestätigte dies. Deshalb fragte ich beim Doc direkt deswegen nach. Sie hatte davon noch nie etwas gehört und meinte, dass in ihrer Fachliteratur dazu nichts stehe. Bis zum nächsten Termin nimmt sie es sich aber als Hausaufgabe mit und fragt bei einem befreundeten Arzt nach, der in Sachen Speiseplan während der Schwangerschaft so gut wie alles weiß.
Dann musste ich noch von starkem Ziehen in der Leistengegend und teilweise einschlafenden Fingern berichten. Beides plagte mich seit einigen Tagen. Gegen das Ziehen sollte ich die Magnesiumdosis von einer auf drei Tabletten täglich erhöhen und das mit den Fingern müssten wir beobachten. Es kann wohl sein, die Gebärmutter drückt durch ihr Wachstum temporär auf einen Nerv und es rührt daher.
Zudem bekam ich noch Eisen verschrieben. Mir wurde etwas Blut abgezapft und falls ein Mangel festgestellt wird, habe ich das Präparat direkt da. Das Ergebnis erfahre ich bei nächsten Mal.
Wir überlegten hin und her ob wir tatsächlich wieder zur Feindiagnostik gehen sollten oder ob der Organultraschall bei meiner Frauenärztin nicht auch ausreichen würde. Auf den ersten Blick ergab die Feindiagnostik für uns keinen Mehrwert, vor allem da wir keinen Dopplerultraschall machen lassen wollten. Als ich den Termin bei einer Ärztin hatte, sprach ich nochmal alles mit ihr durch. Der Zustand der mütterlichen Gefäße kann nur mit Doppler erfasst werden und ansonsten ist beim Feindiagnostiker nur das Ultraschallgerät ein besseres. Sie stimmte unserer Meinung zu, dass sofern sie keine Auffälligkeiten entdecke, wir uns den zusätzlichen Gang sparen können, weil wir ohnehin keine Konsequenzen aus einer möglichen negativen Diagnose ziehen würden.
Da ich an diesem Tag die letzte Patientin war, nahm sich Frau Dr. ganz viel Zeit mir im Ultraschall alles genau zu erklären. Was sie sah war gut entwickelt und augenscheinlich in Ordnung. Einzig die Herzkammern konnte sie nicht richtig begutachten, weil diese durch die ungünstige Lage des Kindes nur mit Schallschatten zu sehen waren.
Hinsichtlich des Geschlechts blieben wir mal wieder im Dunkeln. Mit zusammengekniffenen Beinen ist da einfach nichts zu machen. :)
Zur Kontrolle des Herzens (mit Hoffnung auf eine andere Kindslage) sollte ich eine Woche später nochmal einen Termin vereinbaren. Damit haben wir auch eine weitere Chance zur Geschlechtsbestimmung.
Natürlich hatte ich wieder eine kleine Liste mit Fragen dabei. Mein "Heißdurst" auf Früchtetee hatte mich zu einer schönen Beerenmischung mit Waldmeister geführt, welche auch sehr lecker war. Zumindest für zwei Tassen, denn als ich meinem Mann davon erzählte meinte er sofort, dass man Waldmeister doch während der Schwangerschaft nicht zu sich nehmen soll. Upps, das hatte ich gar nicht im Blick. Eine kurze Recherche im Netz bestätigte dies. Deshalb fragte ich beim Doc direkt deswegen nach. Sie hatte davon noch nie etwas gehört und meinte, dass in ihrer Fachliteratur dazu nichts stehe. Bis zum nächsten Termin nimmt sie es sich aber als Hausaufgabe mit und fragt bei einem befreundeten Arzt nach, der in Sachen Speiseplan während der Schwangerschaft so gut wie alles weiß.
Dann musste ich noch von starkem Ziehen in der Leistengegend und teilweise einschlafenden Fingern berichten. Beides plagte mich seit einigen Tagen. Gegen das Ziehen sollte ich die Magnesiumdosis von einer auf drei Tabletten täglich erhöhen und das mit den Fingern müssten wir beobachten. Es kann wohl sein, die Gebärmutter drückt durch ihr Wachstum temporär auf einen Nerv und es rührt daher.
Zudem bekam ich noch Eisen verschrieben. Mir wurde etwas Blut abgezapft und falls ein Mangel festgestellt wird, habe ich das Präparat direkt da. Das Ergebnis erfahre ich bei nächsten Mal.
Mittwoch, 27. Januar 2016
Ersttrimester-Screening
Gestern hatten wir unseren Termin zur Pränataldiagnostik. Während wir bei der letzten Schwangerschaft in einer Klinik waren, hatte ich mich diesmal für einen niedergelassenen Arzt mit eigener Praxis entschieden.
Da es sich um ein relativ großes uns unbekanntes Ärztehaus handelte, fanden wir erst nach einiger Sucherei den richtigen Eingang. Die Schwester war sehr freundlich, die Räumlichkeiten machten einen guten Eindruck und wir hatten das ganze Wartezimmer für uns allein.
Zunächst bekam ich einen Aufklärungsbogen und musste ein paar Fragen beantworten. Was mich wunderte war, dass hier scheinbar der Bluttest nicht obligatorisch durchgeführt wird. Vielmehr konnten wir das selbst entscheiden. Beim letzten Mal hatten wir diese Wahlmöglichkeit nicht und so ließ ich die Beantwortung erstmal offen. Der Arzt würde uns sicher noch genauere Infos geben.
Als die Patientin, die vor uns beim Doc war die Praxis verließ, hörten wir erstmal die Kaffeemaschine rattern und fröhliche Stimmen im Hintergrund. Hier ging es also recht relaxt zu.
Die Kaffeetasse noch neben der Computertastatur stehend, bat uns der Arzt dann in den Behandlungsraum und machte direkt einen sympathischen Eindruck. Er hatte sich meiner Unterlagen bereits angeschaut und so sollten wir zunächst Genaueres zur letzten Schwangerschaft erzählen. Er fragte uns, ob bestimmte (ich weiß nicht mehr welche) Blutuntersuchungen nach der Geburt gemacht wurden, um einige Ursachen für die Totgeburt auszuschließen. Davon hatte ich bis zu dem Zeitpunkt noch nie etwas gehört und so richtig verstanden habe ich es auch nicht. Sollten wir uns entscheiden die Feindiagnostik machen zu lassen, muss ich deswegen nochmal genau nachfragen.
Dann ging es für mich auf die Liege und das Kindchen wurde ganz genau begutachtet. Herr Dr. nahm sich viel Zeit und erklärte jedes Detail was auf dem Bildschirm zu sehen war, welche Messungen er vornahm und wozu diese dienen. Den Dopplerultraschall wollten wir nicht machen lassen, wegen der Gefahr der Temperaturerhöhung. Der Arzt meinte zwar, dass die Untersuchung nicht auf das Kind, sondern auf die Gebärmutter und meine Blutgefäße gerichtet sei, versuchte sie uns aber nicht einzureden und verzichtete schließlich darauf.
Etwas nervös machte mich, dass der die Nackenfaltenmessung dreimal wiederholte (mit immer dem gleichen Ergebnis). Seine Erläuterungen verstand ich aber so, dass der gemessene Wert wohl auch reproduzierbar sein müsse und damit machte es wieder Sinn.
Der Ultraschall dauerte eine ganze Weile, ich schätze so 20 Minuten und danach bekamen wir die Auswertung am PC erklärt.
Der Puls des Kindes war - genau wie meiner - ziemlich hoch, aber noch im Normbereich. Alles andere war unauffällig. Da ich vom letzten Mal noch wusste, dass das Risiko für Trisomie 21 bei mir dem einer 16-Jährigen entsprach, ließ ich diese Info so nebenbei fallen und bekam auch diesmal das statistische Alter erklärt. Es entspreche dem einer 19-Jährigen. Auch ich werde also langsam alt. ;-)
Wir sprachen anschließend noch über den Bluttest. Bei einer vorangegangenen FSH-Gabe, meinte der Arzt, sei es oft der Fall, dass die Blutwerte das Ergebnis negativ beeinflussen. Zwar würde die Hormongabe bei der Laboruntersuchung berücksichtigt, aber seine Erfahrung sei, dass die werdenden Eltern dann oft in eine Zwickmühle kommen, ob sie weitergehende Untersuchungen machen lassen. Die Wahrscheinlichkeit für das Erkennen einer Chromosomenstörung ohne Bluttest liege bei ca. 85 % und mit Test, würde diese auf ca. 92 % steigen.
Weil uns wichtig war zu sehen, ob augenscheinlich erstmal alles mit dem Kind in Ordnung ist, entschieden wir uns auf die Laboruntersuchung zu verzichten. Ein invasiver Eingriff würde für uns genauso wenig infrage kommen wie eine Abtreibung, so dass wir ohnehin keine Konsequenzen aus dem genaueren Ergebnis ziehen würden.
Zum Abschuss empfahl uns Herr Dr. noch die Feindiagnostik in der 20./21. Wochen vornehmen zu lassen. Ob wir das tun werden wissen wir noch nicht genau, wenn dann aber auf jeden Fall wieder in dieser Praxis.
Da es sich um ein relativ großes uns unbekanntes Ärztehaus handelte, fanden wir erst nach einiger Sucherei den richtigen Eingang. Die Schwester war sehr freundlich, die Räumlichkeiten machten einen guten Eindruck und wir hatten das ganze Wartezimmer für uns allein.
Zunächst bekam ich einen Aufklärungsbogen und musste ein paar Fragen beantworten. Was mich wunderte war, dass hier scheinbar der Bluttest nicht obligatorisch durchgeführt wird. Vielmehr konnten wir das selbst entscheiden. Beim letzten Mal hatten wir diese Wahlmöglichkeit nicht und so ließ ich die Beantwortung erstmal offen. Der Arzt würde uns sicher noch genauere Infos geben.
Als die Patientin, die vor uns beim Doc war die Praxis verließ, hörten wir erstmal die Kaffeemaschine rattern und fröhliche Stimmen im Hintergrund. Hier ging es also recht relaxt zu.
Die Kaffeetasse noch neben der Computertastatur stehend, bat uns der Arzt dann in den Behandlungsraum und machte direkt einen sympathischen Eindruck. Er hatte sich meiner Unterlagen bereits angeschaut und so sollten wir zunächst Genaueres zur letzten Schwangerschaft erzählen. Er fragte uns, ob bestimmte (ich weiß nicht mehr welche) Blutuntersuchungen nach der Geburt gemacht wurden, um einige Ursachen für die Totgeburt auszuschließen. Davon hatte ich bis zu dem Zeitpunkt noch nie etwas gehört und so richtig verstanden habe ich es auch nicht. Sollten wir uns entscheiden die Feindiagnostik machen zu lassen, muss ich deswegen nochmal genau nachfragen.
Dann ging es für mich auf die Liege und das Kindchen wurde ganz genau begutachtet. Herr Dr. nahm sich viel Zeit und erklärte jedes Detail was auf dem Bildschirm zu sehen war, welche Messungen er vornahm und wozu diese dienen. Den Dopplerultraschall wollten wir nicht machen lassen, wegen der Gefahr der Temperaturerhöhung. Der Arzt meinte zwar, dass die Untersuchung nicht auf das Kind, sondern auf die Gebärmutter und meine Blutgefäße gerichtet sei, versuchte sie uns aber nicht einzureden und verzichtete schließlich darauf.
Etwas nervös machte mich, dass der die Nackenfaltenmessung dreimal wiederholte (mit immer dem gleichen Ergebnis). Seine Erläuterungen verstand ich aber so, dass der gemessene Wert wohl auch reproduzierbar sein müsse und damit machte es wieder Sinn.
Der Ultraschall dauerte eine ganze Weile, ich schätze so 20 Minuten und danach bekamen wir die Auswertung am PC erklärt.
Der Puls des Kindes war - genau wie meiner - ziemlich hoch, aber noch im Normbereich. Alles andere war unauffällig. Da ich vom letzten Mal noch wusste, dass das Risiko für Trisomie 21 bei mir dem einer 16-Jährigen entsprach, ließ ich diese Info so nebenbei fallen und bekam auch diesmal das statistische Alter erklärt. Es entspreche dem einer 19-Jährigen. Auch ich werde also langsam alt. ;-)
Wir sprachen anschließend noch über den Bluttest. Bei einer vorangegangenen FSH-Gabe, meinte der Arzt, sei es oft der Fall, dass die Blutwerte das Ergebnis negativ beeinflussen. Zwar würde die Hormongabe bei der Laboruntersuchung berücksichtigt, aber seine Erfahrung sei, dass die werdenden Eltern dann oft in eine Zwickmühle kommen, ob sie weitergehende Untersuchungen machen lassen. Die Wahrscheinlichkeit für das Erkennen einer Chromosomenstörung ohne Bluttest liege bei ca. 85 % und mit Test, würde diese auf ca. 92 % steigen.
Weil uns wichtig war zu sehen, ob augenscheinlich erstmal alles mit dem Kind in Ordnung ist, entschieden wir uns auf die Laboruntersuchung zu verzichten. Ein invasiver Eingriff würde für uns genauso wenig infrage kommen wie eine Abtreibung, so dass wir ohnehin keine Konsequenzen aus dem genaueren Ergebnis ziehen würden.
Zum Abschuss empfahl uns Herr Dr. noch die Feindiagnostik in der 20./21. Wochen vornehmen zu lassen. Ob wir das tun werden wissen wir noch nicht genau, wenn dann aber auf jeden Fall wieder in dieser Praxis.
Donnerstag, 21. Januar 2016
13. Woche
Wir haben es geschafft. Die kritischen 12 liegen hinter uns. Dass das kein Garant ist weiß kaum jemand besser als ich, aber ich bin guter Dinge. Wobei, die Aussage ist wahrscheinlich geradezu untertrieben.
Ich bin ihm Wahn. Und zwar im Recherchewahn was die Erstausstattung betrifft. Keine Testzeitschrift ist vor mir sicher. Ich habe alles verfügbare Material in mich eingesogen und bin im Bilde was Funktionalität, Sicherheit und vor allem Schadstoffbelastung von Kinderwagen, Matratze, Babyschale, Babyphone und Co. betrifft. Auch die Kataloge diverser Bio-Textilanbieter bereichern nun unsere Wohnzimmerdeko und es lässt sich bereits eins feststellen - es wird teuer werden das alles zu kaufen.
Eine entsprechende Excel-Datei mit Preisvergleichen und Favoritenauswahl ist schon gut bestückt, enthält aber noch längst nicht alles was wir benötigen. Es werden also viele Stunden/Tage der Recherche folgen.
Heute hatte ich wieder Termin beim FA, da meine Krankschreibung nur noch bis morgen läuft. Bei dem Gedanken, ab nächste Woche wieder auf Arbeit zu müssen, habe ich schon seit ein paar Tagen richtig Bauchschmerzen. Mir gehen die Bilder von der letzten Schwangerschaft und mit den Querelen der Personalabteilung und dem Oberboss durch den Kopf und sofort bekomme ich Beklemmungen. Ich hatte mich deshalb im Internet umfassend zum Thema Beschäftigungsverbot informiert. Eine eindeutige Antwort, ob es bei meiner Situation in Frage kommen könnte fand ich allerdings nicht.
Bestellt war ich 9:30 Uhr und das Wartezimmer war wieder voll. Um 10:15 Uhr schlug mir das Herz bis zum Hals so nervös war ich. Die Gedanken die ich der Ärztin mitteilen wollte gingen mir immer und immer wieder durch den Kopf. Ich versuchte ruhig zu atmen, aber mein Adrenalinausstoß war sicher ziemlich hoch. Als ich an der Reihe war, sprach ich es auch gleich an. Ich glaube Frau Dr. sah bzw. merkte mir meine Anspannung an und dass mir das Arbeitsthema wirklich Probleme bereitete. Sie war ganz lieb (wie immer) und meinte, sie könne es gut vertreten mir ein Beschäftigungsverbot zu geben. Ich durfte entscheiden, ob erstmal nur bis zur 20. Woche oder direkt bis zum Mutterschutz. In Anbetracht der Aufregung des heutigen Tages wollte ich mir das in der 19. Woche nicht nochmal antun und entschied mich für die volle Dauer bis. 21.6.2016. Nachdem ich das Attest in den Händen hielt war ich sowas von erleichtert. Ein weinig überschattet wird dies zwar von der Tatsache, dass ich den Chefs die Nachricht jetzt noch beibringen muss, dazu aber in einem anderen Post mehr.
Heute habe ich nun endlich meinen Mutterpass bekommen. Die Blutunterschungen, die wir vor zwei Wochen haben machen lassen, waren alle in Ordnung (die Rechnung dazu trudelte bereits vorgestern per Post ein). Eisen muss ich noch keins nehmen, momentan nur Folio und Magnesium. Beim Ultraschall sah alles gut aus. Die ausgemessene Größe ergab 12+4, das Herz schlug und die Kindsbewegungen waren deutlich zu sehen. Soweit also alles im Lot. In drei Wochen habe ich den nächsten Termin. Vielleicht können wir dann schon das Geschlecht erfahren. Das wäre zumindest hilfreich für die ersten Anschaffungen, die wir Anfang März im Outlet tätigen wollen. :-)
Ich bin ihm Wahn. Und zwar im Recherchewahn was die Erstausstattung betrifft. Keine Testzeitschrift ist vor mir sicher. Ich habe alles verfügbare Material in mich eingesogen und bin im Bilde was Funktionalität, Sicherheit und vor allem Schadstoffbelastung von Kinderwagen, Matratze, Babyschale, Babyphone und Co. betrifft. Auch die Kataloge diverser Bio-Textilanbieter bereichern nun unsere Wohnzimmerdeko und es lässt sich bereits eins feststellen - es wird teuer werden das alles zu kaufen.
Eine entsprechende Excel-Datei mit Preisvergleichen und Favoritenauswahl ist schon gut bestückt, enthält aber noch längst nicht alles was wir benötigen. Es werden also viele Stunden/Tage der Recherche folgen.
Heute hatte ich wieder Termin beim FA, da meine Krankschreibung nur noch bis morgen läuft. Bei dem Gedanken, ab nächste Woche wieder auf Arbeit zu müssen, habe ich schon seit ein paar Tagen richtig Bauchschmerzen. Mir gehen die Bilder von der letzten Schwangerschaft und mit den Querelen der Personalabteilung und dem Oberboss durch den Kopf und sofort bekomme ich Beklemmungen. Ich hatte mich deshalb im Internet umfassend zum Thema Beschäftigungsverbot informiert. Eine eindeutige Antwort, ob es bei meiner Situation in Frage kommen könnte fand ich allerdings nicht.
Bestellt war ich 9:30 Uhr und das Wartezimmer war wieder voll. Um 10:15 Uhr schlug mir das Herz bis zum Hals so nervös war ich. Die Gedanken die ich der Ärztin mitteilen wollte gingen mir immer und immer wieder durch den Kopf. Ich versuchte ruhig zu atmen, aber mein Adrenalinausstoß war sicher ziemlich hoch. Als ich an der Reihe war, sprach ich es auch gleich an. Ich glaube Frau Dr. sah bzw. merkte mir meine Anspannung an und dass mir das Arbeitsthema wirklich Probleme bereitete. Sie war ganz lieb (wie immer) und meinte, sie könne es gut vertreten mir ein Beschäftigungsverbot zu geben. Ich durfte entscheiden, ob erstmal nur bis zur 20. Woche oder direkt bis zum Mutterschutz. In Anbetracht der Aufregung des heutigen Tages wollte ich mir das in der 19. Woche nicht nochmal antun und entschied mich für die volle Dauer bis. 21.6.2016. Nachdem ich das Attest in den Händen hielt war ich sowas von erleichtert. Ein weinig überschattet wird dies zwar von der Tatsache, dass ich den Chefs die Nachricht jetzt noch beibringen muss, dazu aber in einem anderen Post mehr.
Heute habe ich nun endlich meinen Mutterpass bekommen. Die Blutunterschungen, die wir vor zwei Wochen haben machen lassen, waren alle in Ordnung (die Rechnung dazu trudelte bereits vorgestern per Post ein). Eisen muss ich noch keins nehmen, momentan nur Folio und Magnesium. Beim Ultraschall sah alles gut aus. Die ausgemessene Größe ergab 12+4, das Herz schlug und die Kindsbewegungen waren deutlich zu sehen. Soweit also alles im Lot. In drei Wochen habe ich den nächsten Termin. Vielleicht können wir dann schon das Geschlecht erfahren. Das wäre zumindest hilfreich für die ersten Anschaffungen, die wir Anfang März im Outlet tätigen wollen. :-)
Dienstag, 12. Januar 2016
Screening ja/nein/vielleicht
Eine Freundin, die selbst drei Kinder im Rahmen völlig komplikationsloser Schwangerschaften bekommen hat, hatte mich etwas irre gemacht. Sie erzählte mir, dass Ultraschall schädlich für das Kind sei und sie bei ihrem dritten Kind gar nichts mehr machen ließe, außer die Untersuchungen der Hebamme. Da sie meistens richtig gut informiert ist, brachte mich diese Aussage zum Nachdenken. Eine Broschüre der BZgA zur Pränataldiagnostik fand ich dabei recht hilfreich.
Ich stellte mir die Frage: Wofür macht das Ersttrimesterscreening überhaupt Sinn?
Für meinen Mann waren die Kriterien, ob wir diese Untersuchung durchführen lassen sollen,
Ich habe also mal recherchiert, wo es in unserem Bundesland solche Ärzte noch gibt. Das Ergebnis ist recht ernüchternd, nämlich nirgends. Es gibt genau den einen Arzt den sie mir genannt hatte. Die meisten anderen verfügen über die Degum II-Qualifizierung. Dabei interessierte mich, was der Unterschied zwischen diesen beiden Erfahrungsstufen ist. Wen es auch interessiert, eine Auflistung der Kriterien gibt es hier. Nach vielem Lesen und Abwägen bin ich nun zu der Auffassung gelangt, dass ich vermutlich auch bei einem Degum II-Schaller in guten Händen wäre.
Deshalb habe ich mir jetzt auch einen solchen ausgesucht. Eine weitere Freundin hatte mir diesen bereits vor zwei Jahren empfohlen, da er bei ihr etwas erkannt hatte, was ohne diese Untersuchung zu schweren Komplikationen bei der Geburt geführt hätte. Der Arzt bei dem ich das letzte Mal war, ist zwar auch Degum II zertifiziert, aber da will ich nicht mehr hin. Warum? Keine Ahnung, diesmal soll einfach alles anders werden.
Am 26.2.1016 haben wir nun unseren Termin. Und die Untersuchung scheint sogar von meiner Krankenkasse bezahlt zu werden.
- statistisches Verfahren [mit Statistiken stehe ich normalerweise etwas auf Kriegsfuß]
- für Risiko Chromosomenabweichung oder Herzfehler
- Ein auffälliger Befund scheint sich in den meisten Fällen als falsch herauszustellen. [So im Übrigen auch bei zwei meiner drei Freundinnen, von denen ich weiß, dass sie das Screening haben machen lassen.]
- Würden wir das Risiko bei weitergehenden Untersuchungen eingehen?
- Würde eine Abtreibung in Frage kommen?
Für meinen Mann waren die Kriterien, ob wir diese Untersuchung durchführen lassen sollen,
- ob sie die Kind schaden könnte und
- die Möglichkeit nach dem Ergebnis unter Umständen bereits frühzeitig damit auseinandersetzen zu können, falls das Kind nicht gesund zu Welt kommen würde.
Ich habe also mal recherchiert, wo es in unserem Bundesland solche Ärzte noch gibt. Das Ergebnis ist recht ernüchternd, nämlich nirgends. Es gibt genau den einen Arzt den sie mir genannt hatte. Die meisten anderen verfügen über die Degum II-Qualifizierung. Dabei interessierte mich, was der Unterschied zwischen diesen beiden Erfahrungsstufen ist. Wen es auch interessiert, eine Auflistung der Kriterien gibt es hier. Nach vielem Lesen und Abwägen bin ich nun zu der Auffassung gelangt, dass ich vermutlich auch bei einem Degum II-Schaller in guten Händen wäre.
Deshalb habe ich mir jetzt auch einen solchen ausgesucht. Eine weitere Freundin hatte mir diesen bereits vor zwei Jahren empfohlen, da er bei ihr etwas erkannt hatte, was ohne diese Untersuchung zu schweren Komplikationen bei der Geburt geführt hätte. Der Arzt bei dem ich das letzte Mal war, ist zwar auch Degum II zertifiziert, aber da will ich nicht mehr hin. Warum? Keine Ahnung, diesmal soll einfach alles anders werden.
Am 26.2.1016 haben wir nun unseren Termin. Und die Untersuchung scheint sogar von meiner Krankenkasse bezahlt zu werden.
Mittwoch, 6. Januar 2016
10+1
Ich komme soeben vom Arztbesuch zurück. Wir sind jetzt bei 10+1. Ja, es geht munter hin und her, meine Frauenärztin rechnet nämlich mit dem Termin der letzten Periode. Da der Tag der Befruchtung aus meiner Sicht aber ein deutlich treffsicheres Datum ist, bleibe ich bei meiner kleinen inoffiziellen Nebenrechnung bei 10+3. Wir werden also mit verschiedenen Daten hantieren.
Fakten:
So lange keine Kindsbewegungen zu spüren sind, soll ich alle zwei Wochen zur Untersuchung kommen, um mir ein Gefühl von Sicherheit zu verschaffen. Normal wäre alle vier Wochen, aber die Ärztin ist sehr besorgt um mein psychisches Wohl und will auch selbst auf Nummer sicher gehen. Es war zwar von vornherein klar, dass es bei mir keine Schwangerschaft mehr geben würde, die für uns entspannt verläuft, aber es ist dennoch ziemlich anstrengend. Bei jedem Zwacken denke ich, jetzt ist es bestimmt vorbei und jeder Stuhlgang führt zu einem panischen Suchen, ob Blut zu sehen ist.
Eine Verlängerung meiner Krankschreibung um weitere zwei Wochen habe ich wieder bekommen. Eventuell könnten wir auch über ein teilweises Beschäftigungsverbot nachdenken, meinte die Ärztin. Na mal sehen wie wir weiter verfahren, dazu muss ich erstmal recherchieren, welche Auswirkungen das hätte.
Den Mutterpass habe ich noch immer nicht bekommen. Der wird erst angelegt, wenn die Untersuchungsergebnisse der Bluttests da sind. Spätestens das nächste Mal soll es soweit sein. Wenn ich vorher schon zum Erstrimesterscreening gehen sollte, muss ich ihn aber eher abholen.
Die Blutuntersuchungen lassen wir natürlich alle machen. Frau Dr. wies mich darauf hin, dass sie das Labor gewechselt habe und die Tests dadurch ein paar Euro teurer sein könnten. Da auf dem kleinen Zettel, den mir mein Mann für den heutigen Termin zugesteckt hatte, vermerkt war: "Alle Blutuntersuchungen, Selbstzahlung kein Problem", konnte ich sie aber direkt beruhigen. :)
Fakten:
- Herzschlag deutlich sichtbar,
- Größe insgesamt nach Lehrbuch, wie es bei 10+1 sein soll,
- Kopfgröße super in Norm,
- Dottersack sieht gut aus
So lange keine Kindsbewegungen zu spüren sind, soll ich alle zwei Wochen zur Untersuchung kommen, um mir ein Gefühl von Sicherheit zu verschaffen. Normal wäre alle vier Wochen, aber die Ärztin ist sehr besorgt um mein psychisches Wohl und will auch selbst auf Nummer sicher gehen. Es war zwar von vornherein klar, dass es bei mir keine Schwangerschaft mehr geben würde, die für uns entspannt verläuft, aber es ist dennoch ziemlich anstrengend. Bei jedem Zwacken denke ich, jetzt ist es bestimmt vorbei und jeder Stuhlgang führt zu einem panischen Suchen, ob Blut zu sehen ist.
Eine Verlängerung meiner Krankschreibung um weitere zwei Wochen habe ich wieder bekommen. Eventuell könnten wir auch über ein teilweises Beschäftigungsverbot nachdenken, meinte die Ärztin. Na mal sehen wie wir weiter verfahren, dazu muss ich erstmal recherchieren, welche Auswirkungen das hätte.
Den Mutterpass habe ich noch immer nicht bekommen. Der wird erst angelegt, wenn die Untersuchungsergebnisse der Bluttests da sind. Spätestens das nächste Mal soll es soweit sein. Wenn ich vorher schon zum Erstrimesterscreening gehen sollte, muss ich ihn aber eher abholen.
Die Blutuntersuchungen lassen wir natürlich alle machen. Frau Dr. wies mich darauf hin, dass sie das Labor gewechselt habe und die Tests dadurch ein paar Euro teurer sein könnten. Da auf dem kleinen Zettel, den mir mein Mann für den heutigen Termin zugesteckt hatte, vermerkt war: "Alle Blutuntersuchungen, Selbstzahlung kein Problem", konnte ich sie aber direkt beruhigen. :)
Mittwoch, 9. Dezember 2015
Zwei Stühle, zwei Meinungen
Ursprünglich sollte ich 7:20 Uhr die erste Patienten des Tages bei Dr. Pipi sein. Die ist aber leider krank geworden und so wurde mein Termin verschoben. Zum Glück blieb der Tag gleich, 8:45 Uhr war die neue Zeit, bei Frau Dr. S. Die kenne ich auch schon aus einigen Terminen.
Gut, mit der Pünktlichkeit hat sie es scheinbar nicht so, ich sollte auch bei ihr die Erste sein, aber sie schwebte erst kurz vor 9:00 Uhr in der Praxis ein. Irgendwann war ich dann dran und konnte ohne großes Vorgeplänkel auf dem Stühlchen Platz nehmen. Die Fruchthöhle war gut sichtbar und auch der darin liegende Fruchtkörper; eindeutig sahen wir ein Pulsieren. Damit war also der Zeitpunkt gekommen, an dem ich meiner Hoffnung langsam mehr Raum geben konnte. Ich wollte nämlich warten, bis der Herzschlag sichtbar ist.
Nach der Rechnung von Frau Dr. S. bin ich übrigens schon zwei Tage weiter, als bei Dr. Pipi und so wurde heute festgelegt: 6+2.
Meine Bedenken zu einer parallelen Eileiterschwangerschaft habe ich auch direkt nochmal angesprochen. Da im Ultraschall aber alles bestens aussieht (keine Wassereinlagerungen, unauffällige Eierstöcke) und dieses Szenario ohnehin sehr unwahrscheinlich sei, will ich nun auch glauben, dass da nix mehr passiert.
Eigentlich sollte dies mein letzter Termin in der Kinderwunschklinik sein, aber weil es so schön mit uns beiden ist, möchte mich Dr. S. nächste Woche noch ein wirklich letztes Mal sehen.
Progestan soll ich unbedingt weiter nehmen, aber nicht 2x1, sondern besser 2x2, bis zur 12. Woche. Ich habe ein deja vu... Hier treffen wohl zwei unterschiedliche Meinungen zwischen den Ärztinnen der Klinik aufeinander.
Bei der Gelegenheit habe ich Dr. S. wegen GV in der Frühschwangerschaft befragt. Meine alte Frauenärztin hatte deswegen damals richtig rumgezetert. So lange ich mich gut fühle und der Bauch nicht hart sei oder ich Schmerzen habe, kein Problem. In der ersten Wochen sei aber durchaus ein Kondom angeraten. Hätten wir das also auch geklärt.
Zum Abschied gab es noch das erste Ultraschallbild zum Mitnehmen.
Im Anschluss habe ich gleich noch einen Termin bei meiner Frauenärztin ausgemacht. Am 22.12. darf ich kommen und werde damit in die "ganz normale Vorsorge" übergeben.
Gut, mit der Pünktlichkeit hat sie es scheinbar nicht so, ich sollte auch bei ihr die Erste sein, aber sie schwebte erst kurz vor 9:00 Uhr in der Praxis ein. Irgendwann war ich dann dran und konnte ohne großes Vorgeplänkel auf dem Stühlchen Platz nehmen. Die Fruchthöhle war gut sichtbar und auch der darin liegende Fruchtkörper; eindeutig sahen wir ein Pulsieren. Damit war also der Zeitpunkt gekommen, an dem ich meiner Hoffnung langsam mehr Raum geben konnte. Ich wollte nämlich warten, bis der Herzschlag sichtbar ist.
Nach der Rechnung von Frau Dr. S. bin ich übrigens schon zwei Tage weiter, als bei Dr. Pipi und so wurde heute festgelegt: 6+2.
Meine Bedenken zu einer parallelen Eileiterschwangerschaft habe ich auch direkt nochmal angesprochen. Da im Ultraschall aber alles bestens aussieht (keine Wassereinlagerungen, unauffällige Eierstöcke) und dieses Szenario ohnehin sehr unwahrscheinlich sei, will ich nun auch glauben, dass da nix mehr passiert.
Eigentlich sollte dies mein letzter Termin in der Kinderwunschklinik sein, aber weil es so schön mit uns beiden ist, möchte mich Dr. S. nächste Woche noch ein wirklich letztes Mal sehen.
Progestan soll ich unbedingt weiter nehmen, aber nicht 2x1, sondern besser 2x2, bis zur 12. Woche. Ich habe ein deja vu... Hier treffen wohl zwei unterschiedliche Meinungen zwischen den Ärztinnen der Klinik aufeinander.
Bei der Gelegenheit habe ich Dr. S. wegen GV in der Frühschwangerschaft befragt. Meine alte Frauenärztin hatte deswegen damals richtig rumgezetert. So lange ich mich gut fühle und der Bauch nicht hart sei oder ich Schmerzen habe, kein Problem. In der ersten Wochen sei aber durchaus ein Kondom angeraten. Hätten wir das also auch geklärt.
Zum Abschied gab es noch das erste Ultraschallbild zum Mitnehmen.
Im Anschluss habe ich gleich noch einen Termin bei meiner Frauenärztin ausgemacht. Am 22.12. darf ich kommen und werde damit in die "ganz normale Vorsorge" übergeben.
Mittwoch, 2. Dezember 2015
5+0
Den ersten Termin des Tages in der Kinderwunschklinik habe ich, um 7:30 Uhr bei Dr. Pipi. Kurz nach mir betritt ein Paar die Klinik, der Mann lugt in die "Männerkammer" und die Frau ist ganz nervös und checkt ob sie die Versichertenkarten dabei hat. Ich schaue heute ganz anders auf die Mit-Patienten...
Sofort darf ich rauf in die erste Etage, wo sich die Arztzimmer befinden, und kurz danach werde ich auch schon aufgerufen.
Dass ich versuche meine Vorfreude etwas zu dämpfen, fällt direkt auf und Frau Dr. Pipi fragt ob ich kein so gutes Gefühl hätte. Ich verneine das wahrheitsgemäß. Wir wollen das nicht weiter in die Länge ziehen und so darf ich auch gleich auf den Stuhl hüpfen.
Wir sehen eine Fruchthöhle, wie sie für dieses Stadium der Schwangerschaft typisch ist. Die Eierstöcke sehen gut aus, auf der linken Seite habe ich die Gelbkörperzyste. Merkwürdig, da die Eier definitiv auf der rechten Seite gesprungen sind. Pipi kann das nicht erklären und meint, es würde nur mal wieder zeigen, wie wenig die Medizin doch tatsächlich über den Körper weiß.
Soweit so gut. Ich ziehe mich an und bevor Pipi versucht mich zu verabschieden, hole ich meine Fragenliste hervor. Da wäre zum einen die Sache mit einer möglichen Eileiterschwangerschaft. Schließlich hatten wir zwei Eier zum Springen gebracht und was ist, wenn sich eins davon nun doch noch versteckt? In diesem Stadium der Schwangerschaft sei das nicht mit Sicherheit zu erkennen, meint die Ärztin. Der HCG-Wert bei 4+0 von 300 würde aber nicht auf Komplikationen hindeuten. Zudem sei es schon ein großer Zufall, wenn ausgerechnet jetzt zwei Eier befruchtet werden konnten. Zur Unterstützung soll ich weiter Progestan nehmen, 2x1 täglich reiche aber völlig aus, da die Schleimhaut sehr gut aussehe.
Einige Dinge, zu der meine alte Frauenärztin und andere Begegnungen in der letzten Schwangerschaft komische Ansichten hatten, klopfe ich gleich mit ab:
Nächste Woche sehen wir uns wieder, wenn der Herzschlag sichtbar ist, dann zum letzten Mal, weil ich danach in die Hände meiner Frauenärztin übergeben werde. Wahrscheinlich wird sie mich als risikoschwanger einstufen, wodurch ein engmaschiger Untersuchungsrhythmus resultiert. Schauen wir mal.
Sofort darf ich rauf in die erste Etage, wo sich die Arztzimmer befinden, und kurz danach werde ich auch schon aufgerufen.
Dass ich versuche meine Vorfreude etwas zu dämpfen, fällt direkt auf und Frau Dr. Pipi fragt ob ich kein so gutes Gefühl hätte. Ich verneine das wahrheitsgemäß. Wir wollen das nicht weiter in die Länge ziehen und so darf ich auch gleich auf den Stuhl hüpfen.
Wir sehen eine Fruchthöhle, wie sie für dieses Stadium der Schwangerschaft typisch ist. Die Eierstöcke sehen gut aus, auf der linken Seite habe ich die Gelbkörperzyste. Merkwürdig, da die Eier definitiv auf der rechten Seite gesprungen sind. Pipi kann das nicht erklären und meint, es würde nur mal wieder zeigen, wie wenig die Medizin doch tatsächlich über den Körper weiß.
Soweit so gut. Ich ziehe mich an und bevor Pipi versucht mich zu verabschieden, hole ich meine Fragenliste hervor. Da wäre zum einen die Sache mit einer möglichen Eileiterschwangerschaft. Schließlich hatten wir zwei Eier zum Springen gebracht und was ist, wenn sich eins davon nun doch noch versteckt? In diesem Stadium der Schwangerschaft sei das nicht mit Sicherheit zu erkennen, meint die Ärztin. Der HCG-Wert bei 4+0 von 300 würde aber nicht auf Komplikationen hindeuten. Zudem sei es schon ein großer Zufall, wenn ausgerechnet jetzt zwei Eier befruchtet werden konnten. Zur Unterstützung soll ich weiter Progestan nehmen, 2x1 täglich reiche aber völlig aus, da die Schleimhaut sehr gut aussehe.
Einige Dinge, zu der meine alte Frauenärztin und andere Begegnungen in der letzten Schwangerschaft komische Ansichten hatten, klopfe ich gleich mit ab:
- Tee trinken: kein Problem, nur nicht großen Mengen Schwarzen Tee, ansonsten hat Pipi noch nie gehört, dass das ungünstig wäre.
- Sport: Schwimmen und Badminton können bedenkenlos betrieben werden [andere Sportarten haben wir gerade nicht im Repertoire].
- Medikamente: Paracetamol kann man während der ganzen Schwangerschaft nehmen, Ibuprofen nur im 1. und 2. Trimester, ansonsten soll ich mich in der Apotheke beraten lassen [da ich ohnehin nie Medikamente nehme, dürfte das rein theoretischer Natur sein].
Nächste Woche sehen wir uns wieder, wenn der Herzschlag sichtbar ist, dann zum letzten Mal, weil ich danach in die Hände meiner Frauenärztin übergeben werde. Wahrscheinlich wird sie mich als risikoschwanger einstufen, wodurch ein engmaschiger Untersuchungsrhythmus resultiert. Schauen wir mal.
Montag, 23. November 2015
Vorsorgeuntersuchung
Ich hatte ganz vergessen einen Termin zur regulären Vorsorgeuntersuchung bei meiner Frauenärztin für das zweite Halbjahr zu vereinbaren. Aufgrund meiner Arbeitszeiten muss ich für Arzttermine ohnehin fast immer Urlaub nehmen und so habe ich glücklicherweise noch einen für meinen Urlaubstag am 19. November 2015 bekommen.
Frau Dr. S. fragte mich wie es in der Kinderwunschklinik bisher so liefe. Ich erzählte ihr, es sei vor allem anstrengend im 28-Tage-Rhythmus zu leben. Dabei hatte ich im Hinterkopf, dass es gerade diesen Monat echt mies lief. Aufgrund schlechter Stimmung hatten wir es nämlich nicht mal geschafft die vorgegebenen Termine einzuhalten und so war klar, dass wieder ein Monat ohne Ergebnis vorbeiziehen würde. Das Vorgehen scheint für uns keinen Sinn zu machen. Wir sind viel gestresster, als wir es vor dem Eisprung ohnehin schon immer waren und jetzt kommen noch die Hormone dazu, die ich im Zweifel nutzlos spritze, weil wir einfach nicht nach Plan leben können. So würde das wohl vorerst der letzte GVnP-Zyklus für uns gewesen sein.
Da ich an diesem Tag etwas durch den Wind war (lag vermutlich daran, dass ich nicht meinen üblichen Trott hatte, sondern mich die viele freie Zeit aus dem Konzept brachte), hatte ich nicht nur mein Handtuch vergessen sondern auch mein Handy mit dem Zykluskalender. Tja, an welchem Tag begann nun der letzte Zyklus? Zumindest wusste ich, wann ich zum Test in die Kinderwunschklinik musste und so rechnete die Ärztin zurück. Wie peinlich...
Die Untersuchung selbst verlief problemlos. Zum Abschluss wünschte mit Frau Dr., dass sich unser Wunsch endlich erfülle und meinte sie sei sicher, bis Weihnachten würde es klappen.
Na ja, sie konnte schließlich keine Gedanken lesen und wusste somit nicht, dass es sich um einen Murks-Monat handelte in dem die Chancen nahezu Null waren.
Frau Dr. S. fragte mich wie es in der Kinderwunschklinik bisher so liefe. Ich erzählte ihr, es sei vor allem anstrengend im 28-Tage-Rhythmus zu leben. Dabei hatte ich im Hinterkopf, dass es gerade diesen Monat echt mies lief. Aufgrund schlechter Stimmung hatten wir es nämlich nicht mal geschafft die vorgegebenen Termine einzuhalten und so war klar, dass wieder ein Monat ohne Ergebnis vorbeiziehen würde. Das Vorgehen scheint für uns keinen Sinn zu machen. Wir sind viel gestresster, als wir es vor dem Eisprung ohnehin schon immer waren und jetzt kommen noch die Hormone dazu, die ich im Zweifel nutzlos spritze, weil wir einfach nicht nach Plan leben können. So würde das wohl vorerst der letzte GVnP-Zyklus für uns gewesen sein.
Da ich an diesem Tag etwas durch den Wind war (lag vermutlich daran, dass ich nicht meinen üblichen Trott hatte, sondern mich die viele freie Zeit aus dem Konzept brachte), hatte ich nicht nur mein Handtuch vergessen sondern auch mein Handy mit dem Zykluskalender. Tja, an welchem Tag begann nun der letzte Zyklus? Zumindest wusste ich, wann ich zum Test in die Kinderwunschklinik musste und so rechnete die Ärztin zurück. Wie peinlich...
Die Untersuchung selbst verlief problemlos. Zum Abschluss wünschte mit Frau Dr., dass sich unser Wunsch endlich erfülle und meinte sie sei sicher, bis Weihnachten würde es klappen.
Na ja, sie konnte schließlich keine Gedanken lesen und wusste somit nicht, dass es sich um einen Murks-Monat handelte in dem die Chancen nahezu Null waren.
Dienstag, 6. Oktober 2015
Ein spannungsgeladener Tag
Das war es gestern wahrlich. Mein Termin in der Kinderwunschklinik war für 11:00 Uhr vereinbart. Dann sollte er also losgehen, unser erster hormonstimulierter Zyklus. Bereits am Wochenende verspürte ich deswegen ein Kribbeln im Bauch und je näher der Termin rückte, umso stärker wurde es.
Ich war ganz pünktlich vor Ort und die Ärztin rief mich nach nur fünf Minuten Wartezeit auf. Als ich sie sah, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Wie sie vor mir stand: mit weißer Hose, weißem Poloshirt, weißen Biolatschen und kunterbunten Ringel-Socken. Sie sah aus wie eine Mischung aus Pipi Langstrumpf und Pumuckel (wegen der Frisur).
Nachdem ich mein Fragenbüchlein durchgearbeitet hatte, führte Dr. Pipi noch eine Ultraschalluntersuchung durch, um auszuschließen, dass sich Zysten unserem Vorhaben in den Weg stellen. Es war alles paletti und so ging ich anschließend mit meinem Laufzettel zur Schwester, die mir das Rezept ausstellen und den Pen erklären sollte. Dann kam allerdings das große Erwachen. Als ich den Pen in seiner vollen Gestalt sah. Ahhh, da ist ja eine riesige Nadel dran, die ich selbst einstechen muss. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich dachte, ich würde die Nadel nicht sehen und mich quasi im verdeckten Zustand perforieren. Ich verdrängte das Vorhaben erstmal, nahm noch eine Gebrauchsanleitung mit und wackelte zur Apotheke.
Dort die nächste Überraschung: "Haben sie eine Kühltasche dabei?" Ähm nö, gerade heute habe die mal daheim gelassen, ansonsten hat man sowas ja immer zur Hand... Das war aber kein Problem. Ich bekam ein Leihexemplar für fünf Euro Kaution. Und Alkoholtupfer gab mir die nette Dame auch noch mit. Daran hätte ich ansonsten mit keiner Silbe gedacht.
Nach 1,5 Stunden war mein kleiner Ausflug beendet und ich drudelte wieder auf Arbeit ein. Nun noch schnell die Hormone in den Kühlschrank und dann auf den Feierabend warten. Die nackte Packung wollte ich dem Kollegenkreis dann aber doch nicht präsentieren, schließlich weiß niemand von dem Unterfangen. Also wickelte ich sie in mein Brötchen-Papier vom ortsansässigen Bäcker ein und klebte das Päckchen fest mit Tesa zu. Clever, oder?
Ich nutze die Zeit und befrage meinen Freund Google zu Erfahrungsberichten mit Puregon und verspüre Zuversicht. Nun war ich motiviert alles ruhig anzugehen. Schließlich muss ich erstmal auf die richtige Dosis eingestellt werden und das Thema der übereilten ICSI war damit vom Tisch. Zumindest bis zum nächsten Stimmungsumschwung. :)
Abends halb zehn sollte es dann soweit sein. Etwas zittrig holte ich meine Spritzutensilien aus dem Kühlschrank und bastelte alles streng nach Anleitung zusammen. Dabei fiel mir direkt auf, dass ich zwar sieben Tage lang je 50 Einheiten spritzen soll, aber nur sechs Nadeln in der Packung mitgeliefert wurden. Das Problem kann auch später noch geklärt werden, dachte ich mir, schließlich muss ich das überhaupt erstmal hinbekommen. Ich als ich den Pen in der Hand hielt und auf die Stelle meines Körpers schaute, an der sich die beiden Materien treffen sollten, spürte ich direkt, dass ich mich dazu nicht würde überwinden können. Ich hatte keine Angst vor dem Pieks, aber der Gedanke etwas in mich hinein zu stechen war einfach gruselig. Zum Glück konnte ich meinen Mann überzeugen diesen Teil zu übernehmen und das obwohl er sich zunächst auch nicht vorstellen konnte das zu tun. Als die Nadel erstmal drin war, übergab er mir den Pen und ich erledigte das Abdrücken. 1A Teamwork also.
Mein Gemütszustand am heutigen Tag 1 nach Hormongabe (ZT 5) ist:
Ich war ganz pünktlich vor Ort und die Ärztin rief mich nach nur fünf Minuten Wartezeit auf. Als ich sie sah, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Wie sie vor mir stand: mit weißer Hose, weißem Poloshirt, weißen Biolatschen und kunterbunten Ringel-Socken. Sie sah aus wie eine Mischung aus Pipi Langstrumpf und Pumuckel (wegen der Frisur).
Nachdem ich mein Fragenbüchlein durchgearbeitet hatte, führte Dr. Pipi noch eine Ultraschalluntersuchung durch, um auszuschließen, dass sich Zysten unserem Vorhaben in den Weg stellen. Es war alles paletti und so ging ich anschließend mit meinem Laufzettel zur Schwester, die mir das Rezept ausstellen und den Pen erklären sollte. Dann kam allerdings das große Erwachen. Als ich den Pen in seiner vollen Gestalt sah. Ahhh, da ist ja eine riesige Nadel dran, die ich selbst einstechen muss. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich dachte, ich würde die Nadel nicht sehen und mich quasi im verdeckten Zustand perforieren. Ich verdrängte das Vorhaben erstmal, nahm noch eine Gebrauchsanleitung mit und wackelte zur Apotheke.
Dort die nächste Überraschung: "Haben sie eine Kühltasche dabei?" Ähm nö, gerade heute habe die mal daheim gelassen, ansonsten hat man sowas ja immer zur Hand... Das war aber kein Problem. Ich bekam ein Leihexemplar für fünf Euro Kaution. Und Alkoholtupfer gab mir die nette Dame auch noch mit. Daran hätte ich ansonsten mit keiner Silbe gedacht.
Nach 1,5 Stunden war mein kleiner Ausflug beendet und ich drudelte wieder auf Arbeit ein. Nun noch schnell die Hormone in den Kühlschrank und dann auf den Feierabend warten. Die nackte Packung wollte ich dem Kollegenkreis dann aber doch nicht präsentieren, schließlich weiß niemand von dem Unterfangen. Also wickelte ich sie in mein Brötchen-Papier vom ortsansässigen Bäcker ein und klebte das Päckchen fest mit Tesa zu. Clever, oder?
Ich nutze die Zeit und befrage meinen Freund Google zu Erfahrungsberichten mit Puregon und verspüre Zuversicht. Nun war ich motiviert alles ruhig anzugehen. Schließlich muss ich erstmal auf die richtige Dosis eingestellt werden und das Thema der übereilten ICSI war damit vom Tisch. Zumindest bis zum nächsten Stimmungsumschwung. :)
Abends halb zehn sollte es dann soweit sein. Etwas zittrig holte ich meine Spritzutensilien aus dem Kühlschrank und bastelte alles streng nach Anleitung zusammen. Dabei fiel mir direkt auf, dass ich zwar sieben Tage lang je 50 Einheiten spritzen soll, aber nur sechs Nadeln in der Packung mitgeliefert wurden. Das Problem kann auch später noch geklärt werden, dachte ich mir, schließlich muss ich das überhaupt erstmal hinbekommen. Ich als ich den Pen in der Hand hielt und auf die Stelle meines Körpers schaute, an der sich die beiden Materien treffen sollten, spürte ich direkt, dass ich mich dazu nicht würde überwinden können. Ich hatte keine Angst vor dem Pieks, aber der Gedanke etwas in mich hinein zu stechen war einfach gruselig. Zum Glück konnte ich meinen Mann überzeugen diesen Teil zu übernehmen und das obwohl er sich zunächst auch nicht vorstellen konnte das zu tun. Als die Nadel erstmal drin war, übergab er mir den Pen und ich erledigte das Abdrücken. 1A Teamwork also.
Mein Gemütszustand am heutigen Tag 1 nach Hormongabe (ZT 5) ist:
- entspannt (meinen Mann wird es freuen, wenn ich heute Abend heim komme),
- zuversichtlich,
- keine Anzeichen für Nebenwirkungen.
Dienstag, 23. Juni 2015
2. Schwangerschaft - 3. Trimester
Vor diesem Post graut es mich ein wenig, weil dann die ganzen unglücklichen Tage wieder hochkommen werden, aber heute raffe ich mich mal zum Schreiben des ersten Teils auf.
Das dritte Trimester begann mit der 29. Schwangerschaftswoche und dauerte bei mir leider nur bis 30+2, denn an diesem Tag hörte das Herz von Henriette auf zu schlagen.
Bis dahin war immer mächtig Tumult in meinem Bauch. Die kleine war ein richtiger Wirbelwind und ich hatte kaum einen Augenblick, in dem ich keine (starken) Tritte spürte. Dadurch hatte auch mein Mann die Gelegenheit unser Kind zu spüren und zu "sehen", da die Bewegungen auch von außen sichtbar waren. Doch immer, wenn mein Mann seine Hand oder seinen Kopf auf den Bauch legte und mit Henriette sprach, wurde es ganz plötzlich still. Er hatte eine wunderbar beruhigende Wirkung auf unser Kind. Wahrscheinlich war sie immer ganz gespannt und konzentrierte sich auf das, was sie von ihrem Papa dadurch mitbekam.
Da ich einen ziemlich langen Arbeitsweg habe, legte ich während der Fahrt zu der Zeit häufiger eine CD mit klassischer Musik ein. Auch das schien ihr zu gefallen und sie in den Schlaf zu wiegen. So konnte ich mich etwas besser auf die Autofahrt konzentrieren und zwischendurch mal verschnaufen.
Gegen Ende des zweiten Trimesters wurde ich langsam kribbelig und wollte die ersten Kindersachen kaufen. Mein Mann meinte, wir könnten das doch in Ruhe machen, wenn ich nicht mehr arbeiten ginge, aber an einem gemeinsamen Einkaufsnachmittag war die Gelegenheit günstig und wir streiften gemeinsam durch die Neugeborenenabteilung eines Klamottenladens. Eine ganze Kiste voll mit Mädchensachen hatten ich bereits von einer Freundin besorgt, aber ein paar Dinge fehlten in ausreichender Stückzahl und so kauften wir einige Teile ein.
Zu Matratzen, Bett und Autokindersitz hatte ich mich bereits im Internet informiert, aber zusammen mit allen anderen Sachen die wir noch benötigten sollte dies folgen, wenn mehr Ruhe dafür war.
Mittlerweile hatte ich mich auch bei BabyCare angemeldet. Dort bekommt man viele hilfreiche Informationen rund um das Thema Schwangerschaft. Unter anderem kann man seine Essgewohnheiten auf ausgewogene Ernährung analysieren lassen. Worauf ich es aber insbesondere abgesehen hatte, waren Teststreifen für den Vaginalen PH-Wert. Sollte ein ungünstiger Wert festgestellt werden, könnte man wohl Vorsorgen, um eine Frühgeburt zu verhindern. Ich habe die Streifen zwei oder drei Mal angewendet und es war immer alles im Normbereich. Wie bei allen anderen Tests, die wir haben durchführen lassen, auch. Mein Fazit im Nachhinein daraus: Es kann alles gut aussehen und am Ende hat Mutter Natur doch ein anderes Schicksal für uns und unser Kind vorgesehen. Vielleicht sollte man sich einfach relaxt zurücklehnen und die Dinge auf einen zukommen lassen, man kann vermutlich ohnehin nicht ändern was passieren soll und die ganzen medizinischen Möglichkeiten machen einen nur verrückt.
Am 17.3. (30+2) stand die erste Routineuntersuchung im dritten Trimester beim Gynäkologen an. Ich war regelmäßig alle 14 Tage dort und so auch an diesem Tag wieder gleich früh um 7:00 Uhr. Das ließ sich einfach am besten mit der Arbeit in Einklang bringen. [Mein Gott, wie fixiert ich immer auf die Arbeit war. Heute würde ich das nicht mehr so voranstellen...]
Zunächst wurde ich zum zweiten Mal ans CTG angeschlossen. Dadurch, dass die Kleine stets so wild durch den Bauch tobte war es teilweise etwas schwierig die Herztöne einzufangen. Wenn das Gerät sie aufzeichnen konnte, waren sie aber stets total in Ordnung und kräftig. Kräftig hatte ich mittlerweile auch an Gewicht zugelegt. Fast 10 kg konnte ich auf der Habenseite verbuchen. Die Ärztin besprach noch die aktuellen Werte mit mir und meinte so beiläufig, sie sei immer froh, wenn die Wochen 30 bis 32 geschafft seine, weil die nochmal kritisch werden könnten. Davon hatte ich noch nichts gehört und nahm den Satz einfach so hin. Vermutlich betraf er die Thematik Frühgeburten in diesem Zeitraum. Da bei mir/uns alles prima war, der Ultraschall zeigte einen starken Herzschlag, vereinbarte ich den nächsten Termin für den 28.3. und machte mich auf den Weg zur Arbeit.
Der Arbeitstag verlief ganz normal und ruhig. Auf dem Nachhauseweg (so gegen halb sieben am Abend) erschrak ich beim Abbiegen ziemlich stark, weil ich dachte ich hätte einen Fahrradfahrer übersehen. Das war aber zum Glück nur Fehlalarm und es war weit und breit niemand zu sehen. Trotzdem hatte ich in dem Moment einen richtigen Adrenalinstoß und mein Herz schlug ganz aufgeregt. Rückblickend betrachtet glaube ich, dass evt. in diesem Moment etwas mit Henriette passierte. Nicht weil ich erschrocken bin, sondern vielmehr war die Kausalität vermutlich umgekehrt. Aber das ist nur eine Vermutung, denn den Rest des Abends war es ganz ruhig in meinem Bauch. Ich nahm das an dem Tag gar nicht so wahr. Nur als ich abends im Bett lag, wunderte ich mich, dass ich keine Tritte spürte.
Am nächsten Morgen fuhr ich zur Arbeit und spürte immer noch nichts. Ich fand das langsam merkwürdig. Im Laufe des Vormittags versuchte ich Henriette dann mit kleinen Schubsern zu animieren, mir ein Zeichen zu geben. Es tat sich jedoch nichts. In der Mittagspause schlenderte ich durch die Stadt und dachte etwas leichtes gespürt zu haben. Tief in mir drin wusste ich aber, dass das nur eine Einbildung gewesen war. Ich wurde nun doch unruhig und bekam etwas Angst. Bei Recherchen im Internet las ich zwar, das ab der 30. Woche die Bewegungen weniger werden, weil auch der Platz nicht mehr so vorhanden ist, aber der gesunde Menschenverstand sagte mir, dass es bestimmt nicht so plötzlich der Fall sein könne. Um mir keine Vorwürfe machen zu müssen, falls doch etwas mit Henriette sei, beschloss ich eher Feierabend zu machen, um noch bei der Ärztin vorbeizuschauen. Zwar war ich erst gestern dort und wollte nicht als hysterische Schwangere erscheinen, aber sicher ist sicher.
Ich schilderte der Schwester was los war und sie schloss mich direkt ans CTG an. Meinen Mann hatte ich schon vorher informiert, dass etwas nicht stimmte und er traf bald darauf auch bei Frau Dr. S. ein. Ich wusste es direkt, als das CTG keine Herztöne fand... Die Schwester versuchte zwar noch mir gut zuzureden und war der Meinung ganz weit hinten etwas zu hören, mir war aber klar, dass das wenn überhaupt etwas anderes war, nur nicht der Herzschlag unserer Tochter. Es stellte sich direkt ein leichter Schockzustand bei mir ein. Nach einigen erfolglosen CTG-Versuchen wurde ich abgekabelt und kam ins Sprechzimmer. Die Ärztin setzte den Ultraschall an und wurde direkt kreidebleich. Sie suchte und suchte, konnte aber keinen Herzschlag finden. Sie teilte mir das auch gleich ganz berührt mit. Danach holte sie meinen Mann aus dem Wartezimmer und verkündete auch ihm die traurige Nachricht. Ich fühlte mich von diesem Zeitpunkt an wie in Trance. Ich konnte noch gar nicht weinen, alles zog nur so an mir vorbei.
Frau Dr. S. meinte, wir sollen ins Krankenhaus fahren, sie würde uns anmelden. Dort hätten sie bessere Geräte und vielleicht wäre ja doch noch ein leichtes Schlagen zu finden. Mir war aber klar, dass es keine Hoffnung darauf gebe.
Wir fuhren zunächst nach Hause und ich lief wie benommen durch die Wohnung. Ich duschte schnell und wollte ein paar Sachen zusammenpacken, war aber völlig überfordert, was ich denn mitnehmen müsse. Ich wollte aber auch nicht zu viel Zeit verstreichen lassen, vielleicht war Henriette ja doch noch zu retten. Mittlerweile brach bei mir die Trauer richtig durch. Ich konnte nicht glauben was uns (warum gerade uns?) gerade passiert war.
Wir fuhren in das Krankenhaus, in dem ich auch geplant hatte zu entbinden und wo wir uns die Räumlichkeiten bereits zu einem Vorbereitungsabend angeschaut hatten. Wir klingelten am Kreissaal, die Hebamme wusste bereits Bescheid und wer wir waren. Uns wurde der Vorbereitungsraum zum Warten angeboten und dann folgte eine weitere Untersuchung. Natürlich konnte auch das bessere Ultraschallgerät keinen Herzschlag finden und die Gewissheit wurde endgültig, die traurige Nachricht nochmal bestätigt. Mir krampfte es das Herz zusammen. Ich fühlte mich so hilflos, so machtlos. Die Ärztin sagte, wir könnten nochmal nach Hause fahren wenn wir wöllten und die Nacht im eignen Bett verbringen. Das wollte ich aber nicht, ich wusste ohnehin, dass ich nicht würde schlafen können und das Unvermeidliche noch weiter hinauszuzögern hätte ich nicht ertragen. Ich blieb also dort, im Vorbereitsungszimmer und bekam die erste Dosis Wehenmittel. Mein Mann fuhr nochmal schnell heim, um ein paar Dinge zu holen, an die wir nicht gedacht hatten. Ich versuchte mich derweil mit Fernsehen abzulenken, lag aber die ganze Zeit nur heulend im Bett. Es war eine der (seelisch) schmerzvollsten Nächte, die ich erlebte. Irgendwann kam mein Mann dann wieder und wir heulten beide mit kurzen leichten Schlafphasen, bis es wieder Morgen wurde.
Das dritte Trimester begann mit der 29. Schwangerschaftswoche und dauerte bei mir leider nur bis 30+2, denn an diesem Tag hörte das Herz von Henriette auf zu schlagen.
Bis dahin war immer mächtig Tumult in meinem Bauch. Die kleine war ein richtiger Wirbelwind und ich hatte kaum einen Augenblick, in dem ich keine (starken) Tritte spürte. Dadurch hatte auch mein Mann die Gelegenheit unser Kind zu spüren und zu "sehen", da die Bewegungen auch von außen sichtbar waren. Doch immer, wenn mein Mann seine Hand oder seinen Kopf auf den Bauch legte und mit Henriette sprach, wurde es ganz plötzlich still. Er hatte eine wunderbar beruhigende Wirkung auf unser Kind. Wahrscheinlich war sie immer ganz gespannt und konzentrierte sich auf das, was sie von ihrem Papa dadurch mitbekam.
Da ich einen ziemlich langen Arbeitsweg habe, legte ich während der Fahrt zu der Zeit häufiger eine CD mit klassischer Musik ein. Auch das schien ihr zu gefallen und sie in den Schlaf zu wiegen. So konnte ich mich etwas besser auf die Autofahrt konzentrieren und zwischendurch mal verschnaufen.
Gegen Ende des zweiten Trimesters wurde ich langsam kribbelig und wollte die ersten Kindersachen kaufen. Mein Mann meinte, wir könnten das doch in Ruhe machen, wenn ich nicht mehr arbeiten ginge, aber an einem gemeinsamen Einkaufsnachmittag war die Gelegenheit günstig und wir streiften gemeinsam durch die Neugeborenenabteilung eines Klamottenladens. Eine ganze Kiste voll mit Mädchensachen hatten ich bereits von einer Freundin besorgt, aber ein paar Dinge fehlten in ausreichender Stückzahl und so kauften wir einige Teile ein.
Zu Matratzen, Bett und Autokindersitz hatte ich mich bereits im Internet informiert, aber zusammen mit allen anderen Sachen die wir noch benötigten sollte dies folgen, wenn mehr Ruhe dafür war.
Mittlerweile hatte ich mich auch bei BabyCare angemeldet. Dort bekommt man viele hilfreiche Informationen rund um das Thema Schwangerschaft. Unter anderem kann man seine Essgewohnheiten auf ausgewogene Ernährung analysieren lassen. Worauf ich es aber insbesondere abgesehen hatte, waren Teststreifen für den Vaginalen PH-Wert. Sollte ein ungünstiger Wert festgestellt werden, könnte man wohl Vorsorgen, um eine Frühgeburt zu verhindern. Ich habe die Streifen zwei oder drei Mal angewendet und es war immer alles im Normbereich. Wie bei allen anderen Tests, die wir haben durchführen lassen, auch. Mein Fazit im Nachhinein daraus: Es kann alles gut aussehen und am Ende hat Mutter Natur doch ein anderes Schicksal für uns und unser Kind vorgesehen. Vielleicht sollte man sich einfach relaxt zurücklehnen und die Dinge auf einen zukommen lassen, man kann vermutlich ohnehin nicht ändern was passieren soll und die ganzen medizinischen Möglichkeiten machen einen nur verrückt.
Am 17.3. (30+2) stand die erste Routineuntersuchung im dritten Trimester beim Gynäkologen an. Ich war regelmäßig alle 14 Tage dort und so auch an diesem Tag wieder gleich früh um 7:00 Uhr. Das ließ sich einfach am besten mit der Arbeit in Einklang bringen. [Mein Gott, wie fixiert ich immer auf die Arbeit war. Heute würde ich das nicht mehr so voranstellen...]
Zunächst wurde ich zum zweiten Mal ans CTG angeschlossen. Dadurch, dass die Kleine stets so wild durch den Bauch tobte war es teilweise etwas schwierig die Herztöne einzufangen. Wenn das Gerät sie aufzeichnen konnte, waren sie aber stets total in Ordnung und kräftig. Kräftig hatte ich mittlerweile auch an Gewicht zugelegt. Fast 10 kg konnte ich auf der Habenseite verbuchen. Die Ärztin besprach noch die aktuellen Werte mit mir und meinte so beiläufig, sie sei immer froh, wenn die Wochen 30 bis 32 geschafft seine, weil die nochmal kritisch werden könnten. Davon hatte ich noch nichts gehört und nahm den Satz einfach so hin. Vermutlich betraf er die Thematik Frühgeburten in diesem Zeitraum. Da bei mir/uns alles prima war, der Ultraschall zeigte einen starken Herzschlag, vereinbarte ich den nächsten Termin für den 28.3. und machte mich auf den Weg zur Arbeit.
Der Arbeitstag verlief ganz normal und ruhig. Auf dem Nachhauseweg (so gegen halb sieben am Abend) erschrak ich beim Abbiegen ziemlich stark, weil ich dachte ich hätte einen Fahrradfahrer übersehen. Das war aber zum Glück nur Fehlalarm und es war weit und breit niemand zu sehen. Trotzdem hatte ich in dem Moment einen richtigen Adrenalinstoß und mein Herz schlug ganz aufgeregt. Rückblickend betrachtet glaube ich, dass evt. in diesem Moment etwas mit Henriette passierte. Nicht weil ich erschrocken bin, sondern vielmehr war die Kausalität vermutlich umgekehrt. Aber das ist nur eine Vermutung, denn den Rest des Abends war es ganz ruhig in meinem Bauch. Ich nahm das an dem Tag gar nicht so wahr. Nur als ich abends im Bett lag, wunderte ich mich, dass ich keine Tritte spürte.
Am nächsten Morgen fuhr ich zur Arbeit und spürte immer noch nichts. Ich fand das langsam merkwürdig. Im Laufe des Vormittags versuchte ich Henriette dann mit kleinen Schubsern zu animieren, mir ein Zeichen zu geben. Es tat sich jedoch nichts. In der Mittagspause schlenderte ich durch die Stadt und dachte etwas leichtes gespürt zu haben. Tief in mir drin wusste ich aber, dass das nur eine Einbildung gewesen war. Ich wurde nun doch unruhig und bekam etwas Angst. Bei Recherchen im Internet las ich zwar, das ab der 30. Woche die Bewegungen weniger werden, weil auch der Platz nicht mehr so vorhanden ist, aber der gesunde Menschenverstand sagte mir, dass es bestimmt nicht so plötzlich der Fall sein könne. Um mir keine Vorwürfe machen zu müssen, falls doch etwas mit Henriette sei, beschloss ich eher Feierabend zu machen, um noch bei der Ärztin vorbeizuschauen. Zwar war ich erst gestern dort und wollte nicht als hysterische Schwangere erscheinen, aber sicher ist sicher.
Ich schilderte der Schwester was los war und sie schloss mich direkt ans CTG an. Meinen Mann hatte ich schon vorher informiert, dass etwas nicht stimmte und er traf bald darauf auch bei Frau Dr. S. ein. Ich wusste es direkt, als das CTG keine Herztöne fand... Die Schwester versuchte zwar noch mir gut zuzureden und war der Meinung ganz weit hinten etwas zu hören, mir war aber klar, dass das wenn überhaupt etwas anderes war, nur nicht der Herzschlag unserer Tochter. Es stellte sich direkt ein leichter Schockzustand bei mir ein. Nach einigen erfolglosen CTG-Versuchen wurde ich abgekabelt und kam ins Sprechzimmer. Die Ärztin setzte den Ultraschall an und wurde direkt kreidebleich. Sie suchte und suchte, konnte aber keinen Herzschlag finden. Sie teilte mir das auch gleich ganz berührt mit. Danach holte sie meinen Mann aus dem Wartezimmer und verkündete auch ihm die traurige Nachricht. Ich fühlte mich von diesem Zeitpunkt an wie in Trance. Ich konnte noch gar nicht weinen, alles zog nur so an mir vorbei.
Frau Dr. S. meinte, wir sollen ins Krankenhaus fahren, sie würde uns anmelden. Dort hätten sie bessere Geräte und vielleicht wäre ja doch noch ein leichtes Schlagen zu finden. Mir war aber klar, dass es keine Hoffnung darauf gebe.
Wir fuhren zunächst nach Hause und ich lief wie benommen durch die Wohnung. Ich duschte schnell und wollte ein paar Sachen zusammenpacken, war aber völlig überfordert, was ich denn mitnehmen müsse. Ich wollte aber auch nicht zu viel Zeit verstreichen lassen, vielleicht war Henriette ja doch noch zu retten. Mittlerweile brach bei mir die Trauer richtig durch. Ich konnte nicht glauben was uns (warum gerade uns?) gerade passiert war.
Wir fuhren in das Krankenhaus, in dem ich auch geplant hatte zu entbinden und wo wir uns die Räumlichkeiten bereits zu einem Vorbereitungsabend angeschaut hatten. Wir klingelten am Kreissaal, die Hebamme wusste bereits Bescheid und wer wir waren. Uns wurde der Vorbereitungsraum zum Warten angeboten und dann folgte eine weitere Untersuchung. Natürlich konnte auch das bessere Ultraschallgerät keinen Herzschlag finden und die Gewissheit wurde endgültig, die traurige Nachricht nochmal bestätigt. Mir krampfte es das Herz zusammen. Ich fühlte mich so hilflos, so machtlos. Die Ärztin sagte, wir könnten nochmal nach Hause fahren wenn wir wöllten und die Nacht im eignen Bett verbringen. Das wollte ich aber nicht, ich wusste ohnehin, dass ich nicht würde schlafen können und das Unvermeidliche noch weiter hinauszuzögern hätte ich nicht ertragen. Ich blieb also dort, im Vorbereitsungszimmer und bekam die erste Dosis Wehenmittel. Mein Mann fuhr nochmal schnell heim, um ein paar Dinge zu holen, an die wir nicht gedacht hatten. Ich versuchte mich derweil mit Fernsehen abzulenken, lag aber die ganze Zeit nur heulend im Bett. Es war eine der (seelisch) schmerzvollsten Nächte, die ich erlebte. Irgendwann kam mein Mann dann wieder und wir heulten beide mit kurzen leichten Schlafphasen, bis es wieder Morgen wurde.
Montag, 22. Juni 2015
2. Schwangerschaft - 2. Trimester
Das zweite Trimester verlief im Vergleich zum ersten komplikationslos. In den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen stellte Frau Dr. L. fest, dass sich unser Kind vorbildlich entwickelte. Gegen Ende des Jahres 2013 fragte sie mich, ob ich denn schon Tritte spüre. Ich war der Meinung, dass das nicht der Fall gewesen sei. Später stellte sich aber heraus, dass ich diese irrtümlich für Blähungen gehalten hatte, dabei handelte es sich um die Agilität unseres Kindes. Aber woher soll man denn auch bitte wissen, wie sich so zarte Tritte anfühlen? Frau Dr. L. beschrieb es als Gefühl, wie das Flattern von Schmetterlingen. Das konnte ich damals jedoch nicht bestätigen.
In der 19. SSW war endlich der Zeitpunkt gekommen, zu dem wir das Geschlecht unseres Kindes erfahren wollten. Meine Ärztin war ohnehin immer etwas kurz angebunden und der Ultraschall diesmal wieder schneller vorbei, als gedacht. Während des Anziehens nutzte ich eine ruhige Minute, um zu fragen, was es denn nun werde. Sie meinte nur, danach habe sie nicht geschaut. Na bravo, ich war echt enttäuscht. Der zweite Punkt auf meiner Agenda für diesen Tag war das Thema Zweittrimesterscreening. Ich hatte mich im Vorfeld intensiv damit auseinander gesetzt und wusste von einer Freundin, dass man es normalerweise privat bezahlen müsste, es sei denn man bekäme von seinem Gynäkologen einen Überweisung, dann übernehme es die Krankenkasse.
Da mir Frau Dr. L. immer wohl gesonnen war und aus meiner Sicht mit den Komplikationen im ersten Trimester ein hinreichender Anlass für das Screening vorlag, war ich frohen Mutes und fragte nach einer Überweisung. Ich hatte aber einen schlechten Tag erwischt und bekam eine pompte Abfuhr. Alle Versuche mittels Argumenten zu überzeugen fruchteten nicht und so ging ich einigermaßen aufgebracht wieder heim.
Ich erkundigte mich nochmal, wie es bei meiner Freundin gelaufen war und entschied einen zweiten Arzt (Herr Dr. V.) zu konsultieren. Dank guter Beziehungen zu seiner Sprechstundenhilfe bekam ich kurzfristig einen Termin. Der Arzt konnte meine Argumente nachvollziehen und nach einer ausführlichen Untersuchung hatte ich nicht nur den Überweisungsschein in der Hand, sondern kannte auch das Geschlecht.
Wir bekämen also ein Mädchen, ganz ohne Zweifel.
Zu meinem nächsten Besuch bei Frau Dr. L. stellte sich heraus, warum sie nur noch so halbherzig bei der Sache gewesen war. Sie ging Mitte Januar in den Ruhestand und übergab die Praxis an eine jüngere Kollegin. Wir kamen zwar immer gut miteinander aus und schwatzten über Urlaube, Literatur etc., aber ich war trotzdem froh, dass sich die neue Ärztin Frau Dr. S, deutlich intensiver um mich und die Schwangerschaft kümmerte.
Bei ihr fühlte ich mich bestens aufgehoben und bin im Nachhinein froh, dass es so gekommen ist. Ansonsten hätte ich mir bestimmt Vorwürfe gemacht, ob die Totgeburt vielleicht mit besserer Vorsorge hätte verhindert werden können. Ich kann jedem nur raten, den Arzt zu wechseln, wenn sich das Gefühl einschleicht nicht gut betreut zu werden.
Wir ließen im Übrigen sämtliche Zusatztests auf Toxoplasmose u.a. machen. Die bezahlten wir zwar alle privat, das war es uns aber Wert und wir waren stets froh wenn es wieder hieß es sei alles in bester Ordnung. Nur Eisen und Magnesium musste ich nach einiger Zeit der Schwangerschaft zuführen, da ich davon zu wenig hatte. Das ist aber völlig normal.
Das hart erkämpfte zweite Screening stand am 10.1.2014 an. Wir waren wieder in der Universitätsklinik und warteten diesmal Stunden lang, trotz Termins, bis wir endlich an der Reihe waren. Im Untersuchungsraum mussten wir auch noch Musik von Reinhard Mey ertragen, weil der behandelnde Arzt ihn so gern mochte und sogar mitsummte. Er war aber locker drauf, wir auch und am Ende lautete die Diagnose "alles in Ordnung". Die Organe sahen gut aus und waren normal entwickelt. Henriette hatte aber scheinbar genug von den Ultraschallwellen und so versteckte sie ihr Gesicht immer hinter einem Arm, wenn der Arzt ein schönes Bild für uns machen wollte. Auf Bilder waren wir aber sowieso nicht so erpicht, in 3D oder farbig schon gleich gar nicht. Wir freuten uns vielmehr unser Kind bald "live" in den Armen halten zu können.
Ab Ende Februar sah man mir die Schwangerschaft dann auch etwas deutlicher an. Bis dahin hielt sich das alles noch sehr in Grenzen. Nun passten mir aber einige Hosen nicht mehr und ich musste Anfang März immer mal eine Umstandshose tragen, da mir alles andere zu unbequem wurde.
Teilweise hatte ich leichte Kreislaufbeschwerden und Hitzewallungen. Da es auf Arbeit zu der Zeit recht ruhig war, konnte ich meine Füße unterm Schreibtisch auch mal hochlegen und das Fenster, dank Einzelbüro, trotz winterlicher Temperaturen öffnen. So war es alles in allem entspannt. Ich zählte trotzdem die Tage bis ich endlich daheim bleiben und mich um die ganzen Besorgungen für die Erstausstattung kümmern könnte. Am 25.3. sollte mein letzter Arbeitstag sein. Den 26. und 27. noch mit einem Seminar um die Runden bringen und ab 28. Urlaub mit anschließender Mutterschutzfrist. So war der Plan. Wie immer bei mir alles durchgetimt und aufeinander abgestimmt.
In der 19. SSW war endlich der Zeitpunkt gekommen, zu dem wir das Geschlecht unseres Kindes erfahren wollten. Meine Ärztin war ohnehin immer etwas kurz angebunden und der Ultraschall diesmal wieder schneller vorbei, als gedacht. Während des Anziehens nutzte ich eine ruhige Minute, um zu fragen, was es denn nun werde. Sie meinte nur, danach habe sie nicht geschaut. Na bravo, ich war echt enttäuscht. Der zweite Punkt auf meiner Agenda für diesen Tag war das Thema Zweittrimesterscreening. Ich hatte mich im Vorfeld intensiv damit auseinander gesetzt und wusste von einer Freundin, dass man es normalerweise privat bezahlen müsste, es sei denn man bekäme von seinem Gynäkologen einen Überweisung, dann übernehme es die Krankenkasse.
Da mir Frau Dr. L. immer wohl gesonnen war und aus meiner Sicht mit den Komplikationen im ersten Trimester ein hinreichender Anlass für das Screening vorlag, war ich frohen Mutes und fragte nach einer Überweisung. Ich hatte aber einen schlechten Tag erwischt und bekam eine pompte Abfuhr. Alle Versuche mittels Argumenten zu überzeugen fruchteten nicht und so ging ich einigermaßen aufgebracht wieder heim.
Ich erkundigte mich nochmal, wie es bei meiner Freundin gelaufen war und entschied einen zweiten Arzt (Herr Dr. V.) zu konsultieren. Dank guter Beziehungen zu seiner Sprechstundenhilfe bekam ich kurzfristig einen Termin. Der Arzt konnte meine Argumente nachvollziehen und nach einer ausführlichen Untersuchung hatte ich nicht nur den Überweisungsschein in der Hand, sondern kannte auch das Geschlecht.
Wir bekämen also ein Mädchen, ganz ohne Zweifel.
Zu meinem nächsten Besuch bei Frau Dr. L. stellte sich heraus, warum sie nur noch so halbherzig bei der Sache gewesen war. Sie ging Mitte Januar in den Ruhestand und übergab die Praxis an eine jüngere Kollegin. Wir kamen zwar immer gut miteinander aus und schwatzten über Urlaube, Literatur etc., aber ich war trotzdem froh, dass sich die neue Ärztin Frau Dr. S, deutlich intensiver um mich und die Schwangerschaft kümmerte.
Bei ihr fühlte ich mich bestens aufgehoben und bin im Nachhinein froh, dass es so gekommen ist. Ansonsten hätte ich mir bestimmt Vorwürfe gemacht, ob die Totgeburt vielleicht mit besserer Vorsorge hätte verhindert werden können. Ich kann jedem nur raten, den Arzt zu wechseln, wenn sich das Gefühl einschleicht nicht gut betreut zu werden.
Wir ließen im Übrigen sämtliche Zusatztests auf Toxoplasmose u.a. machen. Die bezahlten wir zwar alle privat, das war es uns aber Wert und wir waren stets froh wenn es wieder hieß es sei alles in bester Ordnung. Nur Eisen und Magnesium musste ich nach einiger Zeit der Schwangerschaft zuführen, da ich davon zu wenig hatte. Das ist aber völlig normal.
Das hart erkämpfte zweite Screening stand am 10.1.2014 an. Wir waren wieder in der Universitätsklinik und warteten diesmal Stunden lang, trotz Termins, bis wir endlich an der Reihe waren. Im Untersuchungsraum mussten wir auch noch Musik von Reinhard Mey ertragen, weil der behandelnde Arzt ihn so gern mochte und sogar mitsummte. Er war aber locker drauf, wir auch und am Ende lautete die Diagnose "alles in Ordnung". Die Organe sahen gut aus und waren normal entwickelt. Henriette hatte aber scheinbar genug von den Ultraschallwellen und so versteckte sie ihr Gesicht immer hinter einem Arm, wenn der Arzt ein schönes Bild für uns machen wollte. Auf Bilder waren wir aber sowieso nicht so erpicht, in 3D oder farbig schon gleich gar nicht. Wir freuten uns vielmehr unser Kind bald "live" in den Armen halten zu können.
Ab Ende Februar sah man mir die Schwangerschaft dann auch etwas deutlicher an. Bis dahin hielt sich das alles noch sehr in Grenzen. Nun passten mir aber einige Hosen nicht mehr und ich musste Anfang März immer mal eine Umstandshose tragen, da mir alles andere zu unbequem wurde.
Teilweise hatte ich leichte Kreislaufbeschwerden und Hitzewallungen. Da es auf Arbeit zu der Zeit recht ruhig war, konnte ich meine Füße unterm Schreibtisch auch mal hochlegen und das Fenster, dank Einzelbüro, trotz winterlicher Temperaturen öffnen. So war es alles in allem entspannt. Ich zählte trotzdem die Tage bis ich endlich daheim bleiben und mich um die ganzen Besorgungen für die Erstausstattung kümmern könnte. Am 25.3. sollte mein letzter Arbeitstag sein. Den 26. und 27. noch mit einem Seminar um die Runden bringen und ab 28. Urlaub mit anschließender Mutterschutzfrist. So war der Plan. Wie immer bei mir alles durchgetimt und aufeinander abgestimmt.
Sonntag, 21. Juni 2015
2. Schwangerschaft - Vorgeschichte und 1. Trimester
Nach der Eileiterschwangerschaft hatte ich in Abstimmung mit meinem Mann das Thema Kind erstmal auf Eis gelegt. Grund war eine berufliche Perspektive, die sich mir für 15 Monate ergab. Die Bedingung war jedoch, dass ich bis zum 31.12.2013 dafür uneingeschränkt zur Verfügung stünde.
Zu der Zeit hatte ich noch keine Problematik darin gesehen für ein Jahr auszusetzen. Beim ersten Versuch hatte es bereits nach kurzer Zeit geklappt und so würden wir es einfach so timen, dass ich pünktlich ab 2014 in meine Auszeit einsteigen könnte. Rückblickend betrachtet erschreckt mich diese naive Vorgehensweise sehr und ich ärgere mich, dass ich den Beruf vor die Familie gestellt habe. Ich kann nur jedem davon abraten so zu entscheiden. Karrierechancen können sich zu jeder Zeit ergeben, dafür sollte man das Persönliche einfach nicht hinten an stellen. Rückgängig machen kann ich das leider nicht mehr, aber trotzdem könnte ich mich phasenweise dafür ohrfeigen.
Wir starteten also Anfang 2013, ich weiß nicht mehr wann genau, mit unserem Plan. Zunächst stellte sich kein Erfolg ein und nach einer Weile wurde es ein wenig belastend, sich nach der Zyklus-App zu richten. Als ich schon fast die Nerven verlor, hielt ich dann doch am 23.9. einen positiven Test in der Hand. Die Freude und die Erleichterung waren riesig. Vier Tage später hatte ich ohnehin einen Termin beim Frauenarzt und so passte das wunderbar.
Am 25.9. stellte ich direkt nach dem Aufstehen aber Blutungen fest und bekam sofort Panik. Also setzte ich meinen Mann ins Bild und machte mich gleich 7:00 Uhr auf zur Ärztin, die nur fünf Minuten entfernt ihre Praxis hatte. Die hielt mir erstmal eine Predigt, wann ich denn hätte kommen wollen, wenn ich es schon seit zwei Tagen wüsste. Als ich auf meinen "Ohnehin-Termin" hinwies, war sie aber besänftigt. Doch prompt erfolgte die zweite Standpauke, als ich ihre Frage nach GV in den letzten Tagen mit "ja, vor drei bis vier Tagen" beantwortete. Das könne wohl eine Ursache für Blutungen sein. Das soll nun jemand wissen; zumindest ich hatte davon keinen Schimmer.
Beim Ultraschall sah sie eine Fruchthöhle und leichte Ablösungen an der Schleimhaut, durch welche die Blutungen verursacht wurden. Ich bekam Utrogest und strikte Bettruhe verschrieben, sollte fortan in wöchentlichem Rhythmus wieder vorbei schauen und um Gottes Willen keinen GV in den nächsten Wochen haben.
Die ersten paar Tage daheim genoss ich noch die viele Freizeit. Da ich jedoch nur die nötigsten Wege erledigen durfte und ansonsten die Couch hütete, bekam ich nicht nur Rückenschmerzen, sondern auch große Langeweile. Körperlich plagte mich aber vor allem Appetitlosigkeit. Ich konnte nur noch ausgewählte Dinge essen und so gut wie nichts Riechen ohne, dass mir sofort übel wurde, auch wenn ich mich nie übergeben musste. Ich nahm somit bis zur 12. Woche zwei Kilo ab und war so schlank, wie (vermutlich) das letzte Mal mit 15 Jahren. Meine Haut im Gesicht war dafür besser als je zuvor, wahrscheinlich ein positiver Nebeneffekt des Utrogest.
Ansonsten entwickelte sich alles prima. Ich konnte nach der 12. Woche endlich wieder arbeiten gehen. Und hatte mich schon richtig danach gesehnt andere Gesichter zu sehen und mein Hirn anzustrengen. Ich bettelte förmlich darum. Die Ärztin meinte, medizinisch spreche nichts dagegen, aber die meisten würden sie eher wegen einer Berufsunfähigkeitsbescheinigung so anflehen wie ich, wieder auf Arbeit gehen zu wollen.
Aufgrund der strikten Bettruhe verschoben wir einen geplanten Städte-Wochenendtrip, den wir nach der 12. Woche nachholen konnten.
Am 22.11. stand das Ersttrimester-Screening an. Meine Ärztin hatte mir empfohlen es in der Uniklinik durchführen zu lassen (hinter wusste ich auch warum: ihr Sohn ist dort OA auf der Gyn). Ich war nervös und hatte deshalb etwas zu hohen Blutdruck. Grundsätzlich habe ich immer zu niedrigen und beim Arzt aufgrund der Aufregung damit normalen. Deshalb machte ich mir keine Gedanken deswegen. Das Screening zeigte einen ganz normalen Befund. Es war alles bestens. Irgendein Wert, ich weiß gar nicht mehr welcher, hatte den einer 16 Jährigen (ich war damals 31), also alles tutti paletti. Ich hatte nur ein erhöhtes theoretisches Risiko für zu hohen Blutdruck im späteren Schwangerschaftsverlauf.
Zu der Zeit hatte ich noch keine Problematik darin gesehen für ein Jahr auszusetzen. Beim ersten Versuch hatte es bereits nach kurzer Zeit geklappt und so würden wir es einfach so timen, dass ich pünktlich ab 2014 in meine Auszeit einsteigen könnte. Rückblickend betrachtet erschreckt mich diese naive Vorgehensweise sehr und ich ärgere mich, dass ich den Beruf vor die Familie gestellt habe. Ich kann nur jedem davon abraten so zu entscheiden. Karrierechancen können sich zu jeder Zeit ergeben, dafür sollte man das Persönliche einfach nicht hinten an stellen. Rückgängig machen kann ich das leider nicht mehr, aber trotzdem könnte ich mich phasenweise dafür ohrfeigen.
Wir starteten also Anfang 2013, ich weiß nicht mehr wann genau, mit unserem Plan. Zunächst stellte sich kein Erfolg ein und nach einer Weile wurde es ein wenig belastend, sich nach der Zyklus-App zu richten. Als ich schon fast die Nerven verlor, hielt ich dann doch am 23.9. einen positiven Test in der Hand. Die Freude und die Erleichterung waren riesig. Vier Tage später hatte ich ohnehin einen Termin beim Frauenarzt und so passte das wunderbar.
Am 25.9. stellte ich direkt nach dem Aufstehen aber Blutungen fest und bekam sofort Panik. Also setzte ich meinen Mann ins Bild und machte mich gleich 7:00 Uhr auf zur Ärztin, die nur fünf Minuten entfernt ihre Praxis hatte. Die hielt mir erstmal eine Predigt, wann ich denn hätte kommen wollen, wenn ich es schon seit zwei Tagen wüsste. Als ich auf meinen "Ohnehin-Termin" hinwies, war sie aber besänftigt. Doch prompt erfolgte die zweite Standpauke, als ich ihre Frage nach GV in den letzten Tagen mit "ja, vor drei bis vier Tagen" beantwortete. Das könne wohl eine Ursache für Blutungen sein. Das soll nun jemand wissen; zumindest ich hatte davon keinen Schimmer.
Beim Ultraschall sah sie eine Fruchthöhle und leichte Ablösungen an der Schleimhaut, durch welche die Blutungen verursacht wurden. Ich bekam Utrogest und strikte Bettruhe verschrieben, sollte fortan in wöchentlichem Rhythmus wieder vorbei schauen und um Gottes Willen keinen GV in den nächsten Wochen haben.
Die ersten paar Tage daheim genoss ich noch die viele Freizeit. Da ich jedoch nur die nötigsten Wege erledigen durfte und ansonsten die Couch hütete, bekam ich nicht nur Rückenschmerzen, sondern auch große Langeweile. Körperlich plagte mich aber vor allem Appetitlosigkeit. Ich konnte nur noch ausgewählte Dinge essen und so gut wie nichts Riechen ohne, dass mir sofort übel wurde, auch wenn ich mich nie übergeben musste. Ich nahm somit bis zur 12. Woche zwei Kilo ab und war so schlank, wie (vermutlich) das letzte Mal mit 15 Jahren. Meine Haut im Gesicht war dafür besser als je zuvor, wahrscheinlich ein positiver Nebeneffekt des Utrogest.
Ansonsten entwickelte sich alles prima. Ich konnte nach der 12. Woche endlich wieder arbeiten gehen. Und hatte mich schon richtig danach gesehnt andere Gesichter zu sehen und mein Hirn anzustrengen. Ich bettelte förmlich darum. Die Ärztin meinte, medizinisch spreche nichts dagegen, aber die meisten würden sie eher wegen einer Berufsunfähigkeitsbescheinigung so anflehen wie ich, wieder auf Arbeit gehen zu wollen.
Aufgrund der strikten Bettruhe verschoben wir einen geplanten Städte-Wochenendtrip, den wir nach der 12. Woche nachholen konnten.
Am 22.11. stand das Ersttrimester-Screening an. Meine Ärztin hatte mir empfohlen es in der Uniklinik durchführen zu lassen (hinter wusste ich auch warum: ihr Sohn ist dort OA auf der Gyn). Ich war nervös und hatte deshalb etwas zu hohen Blutdruck. Grundsätzlich habe ich immer zu niedrigen und beim Arzt aufgrund der Aufregung damit normalen. Deshalb machte ich mir keine Gedanken deswegen. Das Screening zeigte einen ganz normalen Befund. Es war alles bestens. Irgendein Wert, ich weiß gar nicht mehr welcher, hatte den einer 16 Jährigen (ich war damals 31), also alles tutti paletti. Ich hatte nur ein erhöhtes theoretisches Risiko für zu hohen Blutdruck im späteren Schwangerschaftsverlauf.
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