Montag, 13. Juli 2015

Erstgespräch KiWuK

15.4.2015
Wir haben 2 Monate ausgesetzt mit der Kinderthematik, weil wir einen schönen Urlaub geplant hatten. Da dieser jetzt aber vorbei ist, geht es wieder los. Heute hatte ich den Termin für das Erstgespräch in der Kinderwunschklinik. Ich sollte eine halbe Stunde vorher da sein, weil die Unterlagen ausgewertet werden mussten, welche ich im Vorfeld ausgefüllt hatte. Die Atmosphäre vor Ort war sehr angenehm. Mir wurde der Ablauf erklärt und dann wartete ich auf das Gespräch mit der Ärztin. Dabei wurde ich zunehmend aufgeregter, denn es ist eine sehr ungewohnte Situation, ich wusste gar nicht was auf mich zukommt.

Die Ärztin befragte mich dann vor allem zur Totgeburt und ob wir die Ursache dafür kennen. Dabei kam auch zur Sprache, ob wir eine Chromosomenuntersuchung bzw. genetische Beratung haben machen lassen. Dies war damals seitens der Ärzte jedoch gar kein Thema, so dass wir das wir diese nicht hatten machen lassen. Sie meinte, eine Ursache für das Versterben in so einem späten Stadium könne u.a. das Turner-Syndrom sein. Da die meisten Mädchen mit dieser Chromosomenanomalie nicht lebend auf die Welt kämen und es äußerlich nicht zu erkennen sei. Um auszuschließen, dass meine Chromosomen und die meines Mannes zu solch einem Syndrom führen, riet sie mir zu einer Genanalyse. Schließlich soll auch vermieden werden, dass bei einer möglichen Schwangerschaft wieder so etwas passiert, falls das der Grund gewesen ist.

Als Erfolgsziel für die Beratung in der Klinik haben wir uns darauf verständigt, dass alles körperliche gecheckt werden soll, um Gewissheit zu haben, ob es organische Ursachen für das Ausbleiben der Schwangerschaft gibt. Hierfür wurde mir eine Menge Blut abgenommen. Analysiert werden damit wie gesagt die Gene, Entzündungswerte etc. Die Auswertung wird dann mit meinem Mann gemeinsam in 4 Wochen erfolgen. Hierfür muss er auch noch u.a. sein Blut abgeben.

Außerdem hatte ich die Ein-Eierstockproblematik angesprochen. Die Ärztin erklärte gemäß Befund sei mir nur ein Teil des rechten Eierstocks entfernt worden. Ich war hingegen immer der Meinung es sei der gesamte gewesen. Letztlich ändert das aber nichts, denn der Eileiter kann seine Funktion nicht mehr erfüllen und die Monate in denen der rechte Eierstock das Ei absondert, kommen nicht für eine Schwangerschaft in Frage. Da das Ei nicht zum linken Eileiter transportiert oder von diesem abgeholt wird. Deshalb ist per se die Chance bei uns schon geringer. Jedenfalls ist es mir wichtig zu wissen, ob der linke Eileiter durchgängig ist, denn das könnte ansonsten wieder zu einer Eileiterschwangerschaft führen oder das Kinder bekommen ganz verhindern. Hierzu gibt es eine Möglichkeit beim Ultraschall, dabei kann es aber sein, dass der Arzt nicht alles genau sehen kann. Sollte das so sein, würde nur eine Bauchspiegelung unter Vollnarkose zu Gewissheit führen. Dann aber mit allen damit verbundenen Risiken. Momentan will ich das glaube ich eher nicht. Na mal sehen, ob noch eine Untersuchung erfolgt, womit schon durch die Variante 1 etwas geklärt werden kann. Zuerst gilt es die Auswertung der Blutwerte abzuwarten.

Am Abend habe ich dann einen Ovutest gemacht, da die App einen grünen Zeitraum prognostizierte. Dieser war auch tatsächlich positiv und so haben wir alles nötige in die Wege geleitet. Nun heißt es wieder abwarten.

Samstag, 11. Juli 2015

Neue Etappe Kinderwunschklinik

3.März 2015
Für den aktuellen und den letzten Zyklus haben wir erstmal eine Pause eingelegt. Wir entschieden uns dafür, unserer weiteren Leidenschaft, dem Urlaub nachzugehen und keine unnötigen Risiken einzugehen. Somit werden wir erst im April wieder ins Geschäft einsteigen.

Damit wir dann keine Zeit mehr verlieren, haben wir uns bereits jetzt um einen Termin in der Kinderwunschklinik bemüht. Ich hatte im Internet nur negative Erfahrungsberichte über die beiden Dresdner Institutionen gelesen. Vor allem werde man nicht so zuvorkommend behandelt, wenn man keine teuren Privatleistungen in Anspruch nehme. Da wir vermutlich solch ein Fall wären, habe ich keine Lust mich darüber zu ärgern.

So entschieden wir es in Chemnitz zu versuchen. Im Internet war einiges Positives zu lesen und auch die Erfahrungen einer Freundin hatte ich noch als gut in Erinnerung.
Der telefonische Kontakt heute zur Terminvereinbarung für ein Erstgespräch war sehr angenehm, auch wenn sich die Terminfindung etwas schwierig gestaltete. Praktisch ist, dass ich dort auch von der Arbeit aus mal eben vorbeischauen kann und somit deutlich flexibler bin, als ich es in Dresden wäre. Der erste Termin wird dadurch zwar ohne meinen Mann stattfinden, dass ist aber nicht so schlimm. Dafür sind bereits einige Unterlagen zusammenzusuchen
Blutgruppennachweis
sämtliche Befunde
Versicherungskarte
Überweisung vom Gynäkologen
und ein umfangreicher Fragebogen auszufüllen.

Mittwoch, 8. Juli 2015

Neues Jahr und hoffentlich neues Glück beim Kinderwunsch

3. Februar 2015
Nach unserem größten Schicksalsschlag im Frühjahr 2014 (über den ich noch gesondert schreiben werde), probieren wir nun seit Mitte 2014 zum dritten Mal wieder herum, um unseren Kinderwunsch zu erfüllen. Als Hilfsmittel hatten wir bisher nur eine App zur besseren Zyklusüberwachung und Bestimmung der fruchtbaren Tage eingesetzt. Da dies bei der zweiten Schwangerschaft gut funktioniert hatte, waren wir auch diesmal guter Dinge. Im Dezember erzählte mir eine Freundin dann von einem Ovulationstest, der bei ihr bewirkt hat, dass es innerhalb eines Monats klappte. Mit dieser Möglichkeit hatte ich mich bis dahin noch gar nicht auseinandergesetzt, wollte es sodann aber auch gleich ausprobieren. Erster Versuch Dezember: 1,5 Testpackungen verbraucht, aber es konnte kein LH-Anstieg festgestellt werden. Also habe ich im Dezember scheinbar keinen ES gehabt.

Da das neue Jahr nur besser als das alte werden kann: im Januar der nächste Versuch. Zum ersten Mal fühlte ich mich auch im Kopf wieder etwas befreiter. Ich hatte nochmal recherchiert, ab wann man konkret die neue Periode rechnet. Da ich meist leichte Schmierblutungen habe, war ich mir nicht ganz sicher, den richtigen Zeitpunkt bestimmt zu haben.

Am 19.1. begann ich mit dem Ovutest (die App zeigte 20.-22. als möglichen ES an) und siehe da, direkt einen Treffer gelandet. Natürlich wusste ich nicht, in welchem Eierstock dieser stattfindet. Denn da ich nur noch einen Eileiter habe, spielt das auch noch eine Rolle. Welche, ist aber nicht ganz klar, da die Funktion des Eileiters aus wissenschaftlicher Sicht nicht eineindeutig geklärt ist. Einige Meinungen behaupten, man könne ganz ohne Eileiter schwanger werden, andere sagen: nur wenn der Eierstock auf der Seite mit intaktem Eileiter produziert. Und wieder andere vertreten die Auffassung, dass ein Eileiter "wandern" und sich das Ei auch vom "fremden" Eierstock abholen kann.

Nach dem positivem LH-Test wuchs unweigerlich die Hoffnung, dass es nun tatsächlich klappen könnte. Am Samstagabend dann die erste Ernüchterung, ich hatte ganz leichte Blutungen festgestellt. Meine Gedanken dazu: selbst wenn es geklappt haben sollte, scheint die Einnistung Probleme zu machen. Ein SS Test zeigte natürlich ein negatives Ergebnis, da es ja auch noch viel zu früh war. So recherchierte ich am Sonntag was es mit der Blutung auf sich haben könnte. Schließlich wurde mir auch etwas mulmig, nicht dass es sich wieder um eine ELS handelt. Da las ich aber, dass es zwischen 8.-10. Tag zu Einnistungsblutungen kommen kann, die viel leichter sind als die Menstruation. Also wieder ein kleiner Hoffnungsschimmer. Nun ist aber schon Dienstag und ich habe immer noch die leichten Blutungen. Am Donnerstag wäre ohnehin der nächste Fälligkeitstag, also der erste Zeitpunkt, an dem ein SS-Test überhaupt zuverlässige Ergebnisse liefern würde. Die Zeichen deuten aber eher auf ein negatives Ergebnis hin.

Ich hatte in einem Blog gelesen, in dem eine zweifache Mutter über ihre Odyssee beim dritten Kinderwunsch berichtete, den Zysten, Entzündungen etc. erschwerten und die schließlich Hilfe in einer Kinderwunschklinik fand.

Da künstliche Befruchtung und Hormonbehandlungen aus meiner Sicht nicht infrage kommen, war ich bisher der Meinung, dass so eine Klinik nichts bringe. Nach diesem Erfahrungsbericht werden wir aber doch mal einen Termin zur Beratung vereinbaren.

6. Februar 2015
Am Dienstag setzte dann stärkere Blutung ein, die sich jedoch am Donnerstag wieder abschwächte. Kein typischer Verlauf meiner Periode und so testete ich zur Sicherheit am Freitag morgen nochmal. Das Ergebnis war eindeutig negativ.

Neues Jahr bedeutete also doch nicht direkt neues Glück.