Donnerstag, 7. Januar 2016

Schwangerschaftswehwechen

So langsam wird es wieder.

Die letzten Wochen im alten Jahr hatte ich ziemlich mit Übelkeit zu kämpfen. Meist nachmittags stellte sich ein flaues Gefühl im Magen ein, so dass ich ab diesem Zeitpunkt nichts mehr essen mochte. Auch das Trinken wurde schwierig. Ich habe eine totale Abneigung gegen Tees aller Art, Fruchtsaft, Schorlen oder Ähnliches. Wasser kann ich manchmal trinken, aber Medium ist mir deutlich zu spritzig. Zum Glück haben wir eine "sanfte" Alternative gefunden. Dafür mussten wir etwas rumprobieren. Da wir nur noch das Wasser aus Glasflaschen trinken, ist das Angebot überschaubar. Zumindest wissen wir jetzt welche Sorten geschmacklich gar nicht gehen. Früher habe ich es für Einbildung gehalten, wenn mir jemand gesagt hat, ihm schmecke ein bestimmtes Wasser nicht. Heute bin ich dabei selbst total sensibel. Verrückt, welche Unterschiede es so gibt.

Generell ist das Thema Essen etwas problematisch. Alle Dinge die ich in der letzten Schwangerschaft sehr mochte, gehen diesmal überhaupt nicht. Und selbst wenn ich im Supermarkt mal etwas gefunden habe was mich anspricht, kann ich sicher sein, sobald es zu Hause im Kühlschrank steht, kann ich da nicht mehr ran. Dieser spontane Appetitwechsel ist schon etwas nervig, denn genau das eine Ding, was heute gehen würde, haben wir natürlich nie da.

Durch dieses ganze hin und her habe ich etwas Gewicht verloren. Ich wiege derzeit 64,8 kg. Bei meiner Körpergröße immer noch genug. ;)

Und ich bin Müde - ständig. Egal wann ich morgens aufstehe, gegen 11:00 Uhr könnte ich immer ein Mittagsschläfchen halten. Und abends fallen mir spätestens 21:00 Uhr auch schon wieder die Augen zu.

Blutungen hatte ich zum Glück bisher überhaupt keine. Dafür sieht meine Haut im Gesicht schrecklich aus. Pickel, Mitesser, Rötungen in jeder Form und Größe. Für einen Dermatologen wäre ich derzeit sicher ein super Betätigungsfeld. Ich hoffe, dass gibt sich sobald ich das Progestan absetze.

Mittwoch, 6. Januar 2016

10+1

Ich komme soeben vom Arztbesuch zurück. Wir sind jetzt bei 10+1. Ja, es geht munter hin und her, meine Frauenärztin rechnet nämlich mit dem Termin der letzten Periode. Da der Tag der Befruchtung aus meiner Sicht aber ein deutlich treffsicheres Datum ist, bleibe ich bei meiner kleinen inoffiziellen Nebenrechnung bei 10+3. Wir werden also mit verschiedenen Daten hantieren.

Fakten:

  • Herzschlag deutlich sichtbar,
  • Größe insgesamt nach Lehrbuch, wie es bei 10+1 sein soll, 
  • Kopfgröße super in Norm,
  • Dottersack sieht gut aus

So lange keine Kindsbewegungen zu spüren sind, soll ich alle zwei Wochen zur Untersuchung kommen, um mir ein Gefühl von Sicherheit zu verschaffen. Normal wäre alle vier Wochen, aber die Ärztin ist sehr besorgt um mein psychisches Wohl und will auch selbst auf Nummer sicher gehen. Es war zwar von vornherein klar, dass es bei mir keine Schwangerschaft mehr geben würde, die für uns entspannt verläuft, aber es ist dennoch ziemlich anstrengend. Bei jedem Zwacken denke ich, jetzt ist es bestimmt vorbei und jeder Stuhlgang führt zu einem panischen Suchen, ob Blut zu sehen ist.

Eine Verlängerung meiner Krankschreibung um weitere zwei Wochen habe ich wieder bekommen. Eventuell könnten wir auch über ein teilweises Beschäftigungsverbot nachdenken, meinte die Ärztin. Na mal sehen wie wir weiter verfahren, dazu muss ich erstmal recherchieren, welche Auswirkungen das hätte.

Den Mutterpass habe ich noch immer nicht bekommen. Der wird erst angelegt, wenn die Untersuchungsergebnisse der Bluttests da sind. Spätestens das nächste Mal soll es soweit sein. Wenn ich vorher schon zum Erstrimesterscreening gehen sollte, muss ich ihn aber eher abholen.

Die Blutuntersuchungen lassen wir natürlich alle machen. Frau Dr. wies mich darauf hin, dass sie das Labor gewechselt habe und die Tests dadurch ein paar Euro teurer sein könnten. Da auf dem kleinen Zettel, den mir mein Mann für den heutigen Termin zugesteckt hatte, vermerkt war: "Alle Blutuntersuchungen, Selbstzahlung kein Problem", konnte ich sie aber direkt beruhigen. :)

Freitag, 1. Januar 2016

Die letzten Wochen - Rückblick

Jetzt ist es fast geschafft; das erste Viertel der Schwangerschaft. Wir sind bereits bei 9+4, Zeit um Revue passieren zu lassen, was sich in den letzten Wochen ereignet hat.

Es ist schon ein paar Tage her, als ich bei 7+3 das letzte Mal in in der Kinderwunschklinik zu Gast war. Frau Dr. S. schallte mit den Worten "oh, es ist aber schon groß". Nachdem sie nachgemessen hatte, schien sich die Größe aber nicht als Besonders herauszustellen. Im Anschluss sprachen wir ausführlich über die diversen Screenings und Zusatzuntersuchungen, die angeboten werden und über deren Sinnhaftigkeit. So richtig viel klarer, ob und was wir diesmal machen lassen sollten war ich aber noch immer nicht. Als Hinweis habe ich mir zumindest mitgenommen, man soll möglichst zu einem Degum III Spezialisten gehen.

Kurz vor Weihnachten hatte ich Urlaub und nutzte die Zeit, um bei meiner Frauenärztin vorzusprechen. Sie war bereits im Bilde, da die Kinderwunschklinik einen Brief mit allem Wissenswerten geschrieben hatte, und war fast euphorisierter als wir. Zum Ultraschall wollte mein Mann gern mit schauen, denn auf den Ausdrucken konnte er immer echt wenig erkennen. So sah er den Krümel das erste mal an 8+1 live. Im Anschluss bekam ich Rezepte für Progestan und Magnesium. Bei der letzten Schwangerschaft hatte ich Magnesium erst recht spät genommen, weil kein Mangel festzustellen war, aber Frau Dr. meinte, zur Sicherheit, falls ich ein muskelkaterähnliches Ziehen im Bauch hätte, sollte ich schon jetzt was nehmen. Meinen Mutterpass bekomme ich beim nächsten Termin. Der alte kann nicht weiter verwendet werden, weil sich wohl einige Inhalte geändert hätten.

Natürlich ist Schwangerschaft keine Krankheit, aber ich fühlte mich unwohl bei dem Gedanken, mich dem ganzen Arbeitsstress, der auch in den nächsten Tagen und Wochen anstehen würde, auszusetzen. Also fragte ich meine Ärztin, ob sie eine Krankschreibung vertreten könne. Sie meinte, es sei kein Problem und so bin ich zunächst bis 8.1.2016 daheim. Für meine Kollegen ist das zwar weniger schön, da gerade jetzt die hektische Zeit des Jahresabschlusses ansteht. Aber ich durfte schon mehr als einmal die Erfahrung machen, dass es mein Arbeitgeber nicht dankt, wenn ich mir den Hintern aufreise und hatte mir deshalb bereits vor der Schwangerschaft vorgenommen, nichts zu tun, was mir Unbehagen in Bezug auf das Kind bereiten würde.

Als ich meinen Chef telefonisch davon unterrichtete, dass ich wahrscheinlich etwas länger ausfalle, war er etwas traurig. Er hatte meine E-Mail, in der ich alle anstehenden Aufgaben aufgelistet hatte schon gelesen und sah nun vermutlich seine Felle davon schwimmen. Insgesamt war er aber recht verständnisvoll und ließ das Nachfragen, was ich denn hätte, nachdem ich etwas herumduckste.

Nun vertreibe ich mir also die Zeit zu Hause.