Auf einem meiner Lieblingsblogs "Wonderland", postete Isa heute einen Aufruf zum Thema glücklich ohne Kind.
Prompt schossen mir viele Gedanken dazu durch den Kopf. Beginnend mit der philosophischen Frage: Was ist überhaupt Glück?
Ohne weit ausholen zu wollen ist es doch ohne Zweifel etwas sehr Individuelles und Persönliches. Deshalb sollte sich auch niemand anmaßen zu bewerten, ob jemand mit seiner Situation überhaupt glücklich sein kann/darf.
Für mich lässt sich festhalten:
Ich bin kinderlos und ich bin definitiv glücklich.
Glücklich darüber auf der Welt zu sein, sie zu erleben und zu gestalten.
Glücklich in einer liebevollen Partnerschaft zu leben.
Glücklich in meinen eigenen vier Wänden wohnen und bestimmen zu dürfen.
Und glücklich die ganze Welt bereisen zu können (auch wenn die beschränkenden Faktoren -Geld/Anzahl der Urlaubstage- nicht zu verleugnen sind).
Bei meinen Reisen habe ich unter anderem das Land mit den vermutlich glücklichsten Bewohnern der Erde besucht und mir heimlich etwas von der positiven Einstellung in ein Glas abgefüllt und konserviert. :-))))
Erst wenn man durch die Lande tingelt sieht man, mit welchen existenziellen Sorgen sich viele andere Menschen herumschlagen müssen, sieht man (ich) wie glücklich man (ich) mich schätzen kann, dass ich dort stehe wo ich bin.
Wäre ich glücklicher mit einem Kind? Ich denke ich kann nur glücklich sein, nicht glücklicher. Es wäre sicher ein anderes Glücksgefühl. Trotzdem fühle ich mich nicht als Glücklicher zweiter Klasse. Denn es gibt bestimmt auch viele Eltern, die zwar Eltern sind, aber eben nicht glücklich.
Es hängt einfach davon ab, was man aus seinem Leben macht und wie ausgeprägt die eigene Resilienzfähigkeit ist. Es gibt so viele spannende Facetten und unterschiedliche Quellen des Glücks. Ich lebe nur einmal (vermutlich) und will sie möglichst alle erleben. Und wenn es nun mal so sein soll, dann auch ohne Kind.
Freitag, 31. Juli 2015
Mittwoch, 22. Juli 2015
Projektplan
Ich liebe planvolles Vorgehen; noch mehr natürlich wenn der Plan dann auch funktioniert, aber das liegt diesmal nicht allein in meinen Händen...
Mit dem Auswertungstermin in der KiWu-Klinik am 15.7. hat sich ein eben solcher ergeben und ich bin deshalb froh gestimmt was den weiteren Verlauf angeht. In erster Linie ging es um das Ergebnis der Durchlässigkeitsprüfung. Hier kann ich vermelden, dass der linke Eileiter super funktioniert und das Kontrastmittel flüssig durchlief. Auch der rechte Eileiter konnte die Flüssigkeit transportieren, allerdings etwas mühsamer. Dies war für mich und auch die Ärztin eher überraschend. Nachdem ich vor einigen Wochen erfahren hatte, dass zumindest noch ein Teil des EL vorhanden ist, konnte ich jedoch nicht mit seiner Leitfähigkeit rechnen. Die Ärztin hatte dafür auch keine Erklärung, es gibt halt solche Fälle. Was auf der einen Seite erfreulich erscheint, ist auf der anderen unter Umständen aber auch problematisch, da das Risiko einer weiteren EL-Schwangerschaft damit nochmal erhöht ist. Sollte dies passieren, so riet mit die Ärztin unbedingt darauf zu drängen den EL komplett entfernen zu lassen. Die meisten Kliniken tun sich damit wohl äußerst schwer, aber man dürfe da nicht locker lassen. Ansonsten wird es wohl mit jedem Versuch, bei dem das Ei auf der rechten Seite springt risikobehafteter.
Als der diagnostische Teil abgeschlossen war, gingen wir dann dazu über zu überlegen, wie wir weiter verfahren könnten. Gemeinsam haben wir folgende Vorgehensweise herausgearbeitet.
Da sich organisch keine negative Diagnose in Sachen Kinderwunsch ergeben hat, nutzen wir den Sommer, um es weiter auf natürlichem Weg zu probieren. Wenn ich im Herbst meinen 34. Geburtstag gefeiert habe und dann noch immer kein Erfolg zu vermelden ist, vereinbaren wir einen Termin in der Klinik.
Zunächst werden wir dann mit Eistimulation starten und falls sich damit auch nichts tut mit der Sameneinspülung weiter machen. So wie ich das verstanden habe, wird wohl beides zum Großteil von der Krankenkasse gezahlt. Mit den finanziellen Details und dem Antragsverfahren werden wir uns aber erst beschäftigen, wenn es soweit kommen sollte. Wir nagen zwar nicht am Hungertuch, aber unsere Ersparnisse haben wir bisher für andere Dinge (Rücklage Haus, Urlaub, Ersatzbeschaffungen jeglicher Art...) verplant.
Das klingt für mich nach einem gangbaren Weg. Mein Mann sieht das glücklicherweise genau so und wir befinden uns nun in
Phase 1.
Jetzt fühle ich mich auch weniger schwer belastet, denn wir haben nicht nur einen Plan B, sondern auch einen Plan C. Erst wenn beides nicht funktioniert, müssen wir uns mit dem Thema ICSI oder IVF beschäftigen. Vor beidem scheue ich mich im Moment noch sehr und hoffe nicht in die Situation zu kommen darüber entscheiden zu müssen. Vieles was ich bisher an Erfahrungsberichten dazu gehört und gelesen habe, möchte ich ungern mitmachen. Aber warten wir einfach mal ab was sich ergibt. Ich will schließlich nicht mehr alle Eventualitäten im Voraus durchdenken und mich dadurch unnötig kirre machen.
Mit dem Auswertungstermin in der KiWu-Klinik am 15.7. hat sich ein eben solcher ergeben und ich bin deshalb froh gestimmt was den weiteren Verlauf angeht. In erster Linie ging es um das Ergebnis der Durchlässigkeitsprüfung. Hier kann ich vermelden, dass der linke Eileiter super funktioniert und das Kontrastmittel flüssig durchlief. Auch der rechte Eileiter konnte die Flüssigkeit transportieren, allerdings etwas mühsamer. Dies war für mich und auch die Ärztin eher überraschend. Nachdem ich vor einigen Wochen erfahren hatte, dass zumindest noch ein Teil des EL vorhanden ist, konnte ich jedoch nicht mit seiner Leitfähigkeit rechnen. Die Ärztin hatte dafür auch keine Erklärung, es gibt halt solche Fälle. Was auf der einen Seite erfreulich erscheint, ist auf der anderen unter Umständen aber auch problematisch, da das Risiko einer weiteren EL-Schwangerschaft damit nochmal erhöht ist. Sollte dies passieren, so riet mit die Ärztin unbedingt darauf zu drängen den EL komplett entfernen zu lassen. Die meisten Kliniken tun sich damit wohl äußerst schwer, aber man dürfe da nicht locker lassen. Ansonsten wird es wohl mit jedem Versuch, bei dem das Ei auf der rechten Seite springt risikobehafteter.
Als der diagnostische Teil abgeschlossen war, gingen wir dann dazu über zu überlegen, wie wir weiter verfahren könnten. Gemeinsam haben wir folgende Vorgehensweise herausgearbeitet.
Da sich organisch keine negative Diagnose in Sachen Kinderwunsch ergeben hat, nutzen wir den Sommer, um es weiter auf natürlichem Weg zu probieren. Wenn ich im Herbst meinen 34. Geburtstag gefeiert habe und dann noch immer kein Erfolg zu vermelden ist, vereinbaren wir einen Termin in der Klinik.
Zunächst werden wir dann mit Eistimulation starten und falls sich damit auch nichts tut mit der Sameneinspülung weiter machen. So wie ich das verstanden habe, wird wohl beides zum Großteil von der Krankenkasse gezahlt. Mit den finanziellen Details und dem Antragsverfahren werden wir uns aber erst beschäftigen, wenn es soweit kommen sollte. Wir nagen zwar nicht am Hungertuch, aber unsere Ersparnisse haben wir bisher für andere Dinge (Rücklage Haus, Urlaub, Ersatzbeschaffungen jeglicher Art...) verplant.
Das klingt für mich nach einem gangbaren Weg. Mein Mann sieht das glücklicherweise genau so und wir befinden uns nun in
Phase 1.
Jetzt fühle ich mich auch weniger schwer belastet, denn wir haben nicht nur einen Plan B, sondern auch einen Plan C. Erst wenn beides nicht funktioniert, müssen wir uns mit dem Thema ICSI oder IVF beschäftigen. Vor beidem scheue ich mich im Moment noch sehr und hoffe nicht in die Situation zu kommen darüber entscheiden zu müssen. Vieles was ich bisher an Erfahrungsberichten dazu gehört und gelesen habe, möchte ich ungern mitmachen. Aber warten wir einfach mal ab was sich ergibt. Ich will schließlich nicht mehr alle Eventualitäten im Voraus durchdenken und mich dadurch unnötig kirre machen.
Samstag, 18. Juli 2015
Eileiterdurchlässigkeitsprüfung HyCoSy
7.7.2015
Heute hatte ich einen Termin in der Kinderwunschklinik, um die Durchlässigkeit meines noch intakten Eileiters zu prüfen. Da das ganze Unterfangen nur 20 Minuten dauern sollte, schob ich es als verlängerte Mittagspause ein. Insgesamt sollte das keine große Sache sein und ich war ganz relaxt. Nachdem ich jedoch den Aufklärungsbogen gelesen hatte, wurde mir doch etwas mulmig. Darin wurde einem geraten danach nicht mehr Auto zu fahren und auch keine schwerwiegenden Entscheidungen zu treffen. Ich ließ mich überraschen. Im Zweifel müsste ich halt mit dem Bus zurück zur Arbeit.
Als ich nach einiger Wartezeit dann endlich an der Reihe war, stellte ich zunächst fest, dass mein mitgebrachtes Handtuch zu klein ist. [Wer kann denn schon damit rechnen, dass es zum um die Hüfte wickeln benötigt wird?] Nun gut, dann endlich rauf auf den Stuhl, den Frau schon vom Gynäkologen kennt. Die Ärztin und die Schwester waren beide super nett und haben mir alles erklärt. Zuerst musste die Gebärmutter in Stellung gebracht werden, mit so einer Art Zange, genauso wie beim Frauenarzt. Somit weiß ich nun endlich, was da unten immer so hantiert wird. Das war mir bisher nämlich noch nicht ganz klar. Zweiter Schritt, Gebärmutter etwas abwaschen. Das sollte sich etwas kalt anfühlen. Ich habe davon nix weiter gemerkt. Als nächstes das Einführen des Mini-Katheders, das könnte etwas pieksen, auch davon war nichts zu spüren. Als dieser im Anschluss fixiert wurde, nahm ich das als minimalen Druck wahr.
Anschließend wurde das Kontrastmittel eingespritzt. Das fühlte sich tatsächlich etwas unangenehm an, in etwa wie Regelschmerzen. Im Ultraschall war zu sehen, dass es durch den linken Eileiter wunderbar durchfloss. Und auch der rechte, eigentlich nicht mehr intakte, wollte nicht klein beigeben. Sowohl die Ärztin als auch ich waren erstaunt, dass sich das Mittel auch dort durchwurschtelte. Soweit ist also alles in Ordnung. Zum formalen Auswertungsgespräch muss ich in ein paar Tagen nochmal hin. Das ganze Unterfangen war nach 10 Minuten erledigt und ich konnte direkt wieder auf Arbeit gehen. Die angebotene Krankschreibung benötigte ich nicht.
Heute hatte ich einen Termin in der Kinderwunschklinik, um die Durchlässigkeit meines noch intakten Eileiters zu prüfen. Da das ganze Unterfangen nur 20 Minuten dauern sollte, schob ich es als verlängerte Mittagspause ein. Insgesamt sollte das keine große Sache sein und ich war ganz relaxt. Nachdem ich jedoch den Aufklärungsbogen gelesen hatte, wurde mir doch etwas mulmig. Darin wurde einem geraten danach nicht mehr Auto zu fahren und auch keine schwerwiegenden Entscheidungen zu treffen. Ich ließ mich überraschen. Im Zweifel müsste ich halt mit dem Bus zurück zur Arbeit.
Als ich nach einiger Wartezeit dann endlich an der Reihe war, stellte ich zunächst fest, dass mein mitgebrachtes Handtuch zu klein ist. [Wer kann denn schon damit rechnen, dass es zum um die Hüfte wickeln benötigt wird?] Nun gut, dann endlich rauf auf den Stuhl, den Frau schon vom Gynäkologen kennt. Die Ärztin und die Schwester waren beide super nett und haben mir alles erklärt. Zuerst musste die Gebärmutter in Stellung gebracht werden, mit so einer Art Zange, genauso wie beim Frauenarzt. Somit weiß ich nun endlich, was da unten immer so hantiert wird. Das war mir bisher nämlich noch nicht ganz klar. Zweiter Schritt, Gebärmutter etwas abwaschen. Das sollte sich etwas kalt anfühlen. Ich habe davon nix weiter gemerkt. Als nächstes das Einführen des Mini-Katheders, das könnte etwas pieksen, auch davon war nichts zu spüren. Als dieser im Anschluss fixiert wurde, nahm ich das als minimalen Druck wahr.
Anschließend wurde das Kontrastmittel eingespritzt. Das fühlte sich tatsächlich etwas unangenehm an, in etwa wie Regelschmerzen. Im Ultraschall war zu sehen, dass es durch den linken Eileiter wunderbar durchfloss. Und auch der rechte, eigentlich nicht mehr intakte, wollte nicht klein beigeben. Sowohl die Ärztin als auch ich waren erstaunt, dass sich das Mittel auch dort durchwurschtelte. Soweit ist also alles in Ordnung. Zum formalen Auswertungsgespräch muss ich in ein paar Tagen nochmal hin. Das ganze Unterfangen war nach 10 Minuten erledigt und ich konnte direkt wieder auf Arbeit gehen. Die angebotene Krankschreibung benötigte ich nicht.
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